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Welche Aktien kaufen? – Von Profis lernen

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Wenn es ans Eingemachte geht, hat jeder Anleger die berühmt-berüchtigte Qual der Wahl. Egal ob frischer Börsenneuling oder erfahrener Hase auf dem Börsenpacket: Die Auswahl der richtigen Aktientitel ist jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung. Das Anlageuniversum ist so groß, dass es sehr schwierig ist, den Überblick zu behalten. Weltweit gibt es 50.000 an der Börse gelistete Unternehmen. Allein in Deutschland sind es über 500 Aktiengesellschaften. Aber wie gehen professionelle Investoren vor und wie können Privatanleger und Börseninteressierte möglichst gewinnbringend davon profitieren? Professionelle und zielgerichtete Aktientipps können für jeden an der Börsen interessierten Anleger von großer Bedeutung für sein. Das private Aktiendepot darf sich freuen. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick, wie professionelle Investorenratgeber erfolgreich und gewinnbringend Aktien kaufen. Konkrete Tipps für Ihre Renditechancen dürfen natürlich nicht fehlen.

Zum Anfang ist es von Nutzen sich die Funktionsweise des Kapitalmarkts vor Augen zu führen. Dabei kann die Wissenschaft hilfreich sein. Die neueste empirische Kapitalmarktforschung hat mit einigen Paradigmen des lange propagierten effizienten Marktes aufgeräumt und besonders Privatanlegern einige vermeidbare Fehler aufgezeigt. Die Kernaussage des aktuellen wissenschaftlichen Standes in der Finanzmarkttheorie, der auf Erkenntnissen aus der Psychologie basiert, lautet schlichtweg, dass Anleger längst nicht so rational sind, wie lange angekommen. Das hält gerade vielen Privatanlegern den Spiegel vor, die verzerrenden emotionalen Tendenzen (engl. Bias, die systematische Abweichungen von rationalem Handeln beschreiben) unterliegen. Prominent zu nennen ist dabei der sogenannte „home bias“. Dieser Bias besagt, dass Investoren auf den Aktienmärkten überproportional viele Aktien von Unternehmen halten, die sich in ihrem Heimatsland befinden. Die Folge ist eine erhebliche Unterdiversifikation, die sich stark negativ in der erzielten Rendite bemerkbar macht. Allerneuesten empirischen Studien zufolge gibt es sogar einen „local bias“, sprich eine zu hohe Allokation von lokalen Unternehmen in privaten Aktiendepots. Auch dieser Effekt bringt schmerzliche Renditeeinbußen für jeden privat an der Börse aktiven Investor mit sich. Weitere problematische Effekte, vor denen Privatanleger gewarnt sein sollten bzw. sich sensibilisiert zeigen, lassen sich zuhauf in der Fachliteratur finden.

An dieser Stelle soll noch der sogenannte Dispositionseffekt näher beleuchtet werden. Dieser Effekt beschreibt, dass viele Investoren dazu neigen, schmerzhafte Verluste durch den Verkauf von Verliereraktien scheuen und von einem gewissen Referenzpunkt, meistens der Einstiegskurs, ausgehen. Das führt dazu, dass Privatanleger viel zu lange an einmal liebgewonnenen Aktien festhalten, auch wenn die Kursentwicklung dauerhaft enttäuscht. Denn der Kauf einer Aktie sollte keine Verbindung fürs Leben nach dem Motto „in guten wie in schlechten Zeiten“ sein. Aus einstigen Lieblingen werden nämlich Depotleichen, die kaum noch eine Chance haben, jemals wieder den Einstandskurs zu erreichen. Für den Anleger hat das verheerende Folgen. Zum einen kann er mögliche Kapitalverluste nicht in der Steuer geltend machen und zum anderen verhageln die abgesackten Depotleichen seine Rendite.

Gerade für viele Semi-professionelle Anleger ist zudem ein übermäßiges Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, den Markt lesen zu können, ein Problem das in fataler Selbstüberschätzung mündet. Intuitiv liegt auf der Hand, dass viele Investoren vorteilhaften Entwicklungen eine zu hohe Wahrscheinlichkeit einräumen, während negative Erwartungen mit einer zu geringen Wahrscheinlichkeit beziffert werden. Empirische Studien zeigen zudem insbesondere vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklung unserer Kommunikationsmöglichkeiten, die einen immer schnelleren Handel von Aktien ermöglicht, dass sich fehlerhafte Selbstüberschätzung oftmals in übermäßigen Handeln sichtbar macht. Die Strategie, Aktien im schnellen Wechsel zu kaufen und wieder abzustoßen, führt daher selten zum gewünschten Erfolg. Gewinner ist meist nur die Bank, die gleich mehrfach Gebühren kassieren kann. Hin und Her macht Taschen leer, wissen erfahrene Börsenprofis. Die Netto-Rendite dieser Strategie ist deutlich geringer gegenüber weniger sprunghaften Investoren.

Darüber hinaus zeigt die Wissenschaft auf aggregierter Ebene dem Kapitalmarkt in seiner Gänze deutliche Verschiebungen durch irrationales Handeln auf. Genau dort spielt die Musik vieler Stockpicker. Das heißt nichts anderes, als dass ein großer Vorteil von gezielten Marktempfehlungen und Aktien Tipps besteht, die Gold wert sein können.

Aber Vorsicht! Besondere Achtsamkeit gilt bei Empfehlungen von Aktienanlagen in einschlägigen Internet-Foren. Dort werden häufig von interessierter Seite so genannte Pennystocks, also Aktien, die im Cent-Bereich notieren, künstlich hochgejubelt. Heiße Wetten auf besonders gehypte Aktien versprechen zwar einen gewissen Nervenkitzel, haben aber mit einer strategischen Aktienanlage nichts zu tun und münden nicht selten in einen Totalverlust. Wer konkrete Empfehlungen von Aktienanlagen sucht, sollte auf einen seriösen Börsenbrief wie die PLATOW Börse zurückgreifen, der eine positive langfristige Performance seiner Empfehlungen vorweisen kann. Solche Börsenbriefe liefern stets auch eine fundamentale und/oder charttechnische Begründung für ihre Aktienanlagen-Empfehlungen, die es dem Anleger erlaubt, seine eigene Meinung zu bilden.

Aktien verkaufen, kaufen oder halten mit der Fundamentalen Analyse

Die fundamentale Aktienanalyse ist eine Art der Aktienanalyse die auf makroökonomische und unternehmensspezifische Daten, wie zum Beispiel die Gewinn- und Verlustrechnung oder die Bilanz zurückgreift. Sie bilden die Grundlage für die strategische und methodisch durchdachte Auswahl von Aktien. Am Anfang einer jeden professionellen Analyse steht das gründliche Durchleuten des Geschäftsmodells. Denn ganz ehrlich: Ohne einen Blick darauf, wie es einem Unternehmen geht, kann wohl kein Anleger zu einer vernünftigen Einschätzung gelangen, ob die zugehörige Aktie kaufenswert ist. Aus diesem Grund sollte jeder Anleger diese grundlegenden Fragen bei Betrachtung eines Unternehmen abhaken: Was genau macht das Unternehmen? Wie verdient es sein Geld?  Von welchen Faktoren sind Absatz und Geschäftserfolg abhängig? Ist es in einem Zukunftsmarkt tätig? Denn wer Aktien kauft, wird zum Miteigentümer des Unternehmens. Da sollte jeder genau wissen, wo er sein Geld investiert.

Im Weiteren sollte sich ein Anleger ein Bild vom Gesamtmarkt machen. Dazu zählt es, ein Gefühl für die Konjunktur zu entwickeln und dafür, wie stark das Unternehmen von eben dieser abhängig ist. Was sagen Wirtschaftsexperten zum zukünftigen Konjunkturausblick? Die weltweiten Schockwellen, die exogene Faktoren, wie das Coronavirus herbeiführen, zeigen zudem die Bedeutung auf, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie Absatz- und Produktionsmärkte auf externe Schocks reagieren. Auf der Metaebene sind Fragen nach der grundsätzlichen Marktentwicklung und möglicher disruptiver Trends, die das Geschäftsmodell des Unternehmens nachhaltig verändern werden oder bereits merklich bedrohen, von exponierter Bedeutung. All diese sehr grundsätzlichen Fragestellungen fließen in eine professionelle und seriöse fundamentale Analyse mit ein.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Kennziffern, die Analysten bei der fundamentalen Aktienanalyse verwenden. Zwei davon sind besonders wichtig und auch relativ einfach zu berechnen: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis und die Dividendenrendite.

Wie der Name schon verrät, bezeichnet das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) die Relation zwischen dem aktuellen Kurs der Aktie und dem Jahresgewinn pro Aktie. Das KGV lässt sich denkbar einfach berechnen: Der aktuelle Aktienkurs wird durch den Gewinn je Aktie dividiert. Das KGV gibt also an, mit dem Wievielfachen des auf sie entfallenen Gewinns eine Aktie aktuell bewertet wird. Anders ausgedrückt, bezeichnet es die Anzahl der Jahre, in denen die Gesellschaft bei konstanten Gewinnen ihren Börsenwert verdient hätte.

Doch woher kommt die Gewinnzahl? Dem KGV liegt in der Regel der geschätzte Gewinn des laufenden oder des nächsten Jahres zugrunde. Man versucht dadurch, der zu erwartenden Gewinnentwicklung gerecht zu werden, denn Informationen aus der aktuellen Periode sind an der Börse in den Preisen schon vorweggenommen. Die alte Börsenweisheit „An der Börse wird die Zukunft gehandelt“ gilt auch bei der KGV-Analyse.

Darin liegt aber zugleich das größte Problem des KGV: Die Gewinnschätzungen der Analysten sind mit großen Unsicherheiten behaftet und in manchen Marktphasen – insbesondere zu Beginn eines konjunkturellen Abschwungs – ziemlich unbrauchbar. Gesichert sind nur die Kurs-Gewinn-Verhältnisse, die auf dem Gewinn vergangener Geschäftsperioden beruhen.

Im Normalfall lässt das KGV jedoch Aussagen bezüglich der Über- beziehungsweise Unterbewertung einer Aktie zu. Je niedriger das KGV, desto günstiger erscheint die Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt oder zu Aktien der Wettbewerber.

Eine verlässliche Grundregel, ab welchem KGV eine Aktie als "fair bewertet" betrachtet werden kann, gibt es indessen nicht. Je nach Marktphase und Branche können die KGVs stark variieren. Als Faustregel gilt jedoch, dass das KGV nicht höher als das erwartete prozentuale Gewinnwachstum sein sollte. So müssen auch Aktien mit hohen zweistelligen KGVs nicht teuer sein, wenn das betreffende Unternehmen ein entsprechendes Gewinnwachstum aufweist. Daher kann ein Unternehmen an der Gewinnschwelle extrem teuer erscheinen, weil der Wert im Nenner eben noch sehr klein ist.

Auf der anderen Seite kann ein niedriges KGV zuweilen sogar ein Warnzeichen sein. Denn bisweilen ist der Markt schon deutlich weiter als die durchschnittlichen Analystenschätzungen: In Erwartung sinkender Gewinne ist der Aktienkurs gefallen, womit das längst überholte KGV das Papier optisch günstig erscheinen lässt. Dieser "optischen Täuschung" sind schon zahlreiche Anleger zum Opfer gefallen.

Noch klarer ist es bei der Dividendenrendite. Wer eine Aktie über einen längeren Zeitraum hält, den interessiert nicht unbedingt der Tageskurs der Aktie, sondern die Rendite, die sich durch die jährlichen Ausschüttungen ergibt. Auch hier ist das Umfeld wichtig: Im derzeitigen Niedrigzinsumfeld kann auch eine Rendite von 2,5% sehr lohnenswert sein.

Zusammengefasst: Mit dem KGV bekommen Anleger schnell einen Eindruck davon, wie „günstig“ ein Unternehmen aktuell bewertet wird. Und mit der Dividendenrendite erfahren Sie, ob Ihnen das Wertpapier eine ansprechende Belohnung fürs Halten zahlt. Gemeinsam bilden die beiden Kennziffern wichtige Faktoren der fundamentalen Aktienanalyse, die kein Anleger außer Acht lassen sollte.

Die Grundannahme der Fundamentalanalyse ist im Wesentlichen, dass neben dem Börsenkurs einer Aktie ein durch Analyse feststellbarer Unternehmenswert existiert (so genannter "innerer Wert"), an den sich der Aktienkurs früher oder später anpasst. Liegt der Aktienkurs unterhalb des "inneren Werts" eines Unternehmens, sollten die Aktien folglich gekauft werden. Unternehmen lassen sich im Rahmen der Fundamentalanalyse nach so genannten qualitativen und quantitativen Kriterien untersuchen. Während sich quantitative Methoden auf die Geschäftszahlen eines Unternehmens beziehen, werden bei der qualitativen Analyse u. a. das Geschäftskonzept, die Branche und das Management betrachtet. Vor allem bei den qualitativen Kriterien besteht ein subjektiver Bewertungsspielraum des Analysten. Das kann dazu führen, dass mehrere Analysten für das gleiche Unternehmen einen unterschiedlichen "inneren Wert" feststellen. Empfehlungen und Kursprognosen für einzelne Aktien sollten deshalb für den Anleger lediglich als Denkansatz und Orientierungshilfe dienen.

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Wertpapiere kaufen und verkaufen dank Technischer Analyse

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Der fundamentalen Analyse steht die technische Analyse nicht als Konkurrent gegenüber, obwohl dies immer wieder von einschlägigen Experten propagiert wird, sondern als helfende Hand zur Seite. Sie ist gerade für das Market Timing, sprich den richtigen Zeitpunkt zum Ein- und Ausstieg von großer Bedeutung. 

Bei der technischen Analyse geht es im Kern darum, aus vergangenen Preisentwicklungen ein Muster zu erkennen, um Trends für die zukünftige Kursentwicklung der Aktie aufzuzeigen. „Technische Analyse“, das klingt, als wollte man Messgeräte an die Kurse anschließen, um zu prüfen, wo ein möglicher Fehler liegt. Und so ganz verkehrt ist das gar nicht. Es geht darum zu erkennen, was in den Kursen „drin“ ist und daraus abzuleiten, was das Potenzial, das sich hinter den reinen Kursen verbirgt, für die Zukunft bedeuten kann. Denn Kursmuster der Vergangenheit neigen dazu, sich zu wiederholen, zumal sie durchaus keine wundersamen, zufällig entstandenen Gebilde sind, sondern meist Logik dahintersteckt. Da lässt sich eine ganze Menge herausfinden, was Ihnen für Ihre Investments eine höhere Planungssicherheit liefert. Aber eines gilt es vorauszuschicken:

Die Börse ist keine exakte Wissenschaft! Warum nicht? Weil da eine Komponente enthalten ist, die dafür sorgt, dass es immer nur um das Verschieben von Wahrscheinlichkeiten zu Ihren Gunsten geht, wenn Sie sich der technischen Analyse bedienen, aber nie um absolute Sicherheit. Und diese Komponente ist der Mensch, der Anleger, selbst. Auch wenn Sie sich konsequent an Signale halten, die Ihnen die technische Analyse liefert, müssen Sie immer einkalkulieren, dass es andere womöglich nicht tun, sondern emotional, aus dem Bauch heraus handeln. Aber selbst dann, wenn der Mehrheit der Anleger die Nerven durchgehen, sind Sie gut bedient, selbst konsequent das umzusetzen, was Ihnen die Charts an Informationen liefern – denn das setzt sich über kurzfristige Irritationsphasen am Ende immer wieder durch.

Was ein Trend ist, kann sich jeder denken: Entweder es geht tendenziell aufwärts, seitwärts oder abwärts. Inwiefern hilft das bei der Entscheidung, ob sich ein Einstieg lohnt oder nicht? Die Grundaussage lautet: Wenn Abwärtsbewegungen jeweils auf einem höheren Niveau als zuvor wieder in steigende Kurse übergehen, heißt das, dass die Marktteilnehmer optimistisch sind, weil sie eine Aktie, einen Index, eine Währung oder einen Rohstoff schon auf einem höheren Kursniveau als attraktiv und kaufenswert einstufen als beim letzten Kursrückgang. Kurz: Wenn Sie ein solches Bild im Kursverlauf sehen, herrscht eine positive Grundstimmung vor – und das ist natürlich immer gut.

Chartanalysten halten daher nichts von Kennziffern wie dem KGV. Ihre Theorie lautet, dass solche Informationen bereits in den aktuellen Preis der Aktie eingeflossen sind, also nichts über die künftige Kursentwicklung verraten. Chartisten schauen daher lieber nach Trends im Chartbild. Wichtig sind ihnen daher die Linien der Aufwärts- und Abwärtstrends sowie die gleitenden Durchschnitte der vergangenen Handelstage.

Eine beliebte Theorie besagt dabei, dass ein ausgebildeter Trend sich zunächst einmal fortsetzen wird. Steigt eine Aktie also z. B. seit einigen Monaten, dann wird der Techniker versuchen, zwischenzeitliche Hochs und Tiefs mit jeweils einer aufwärtsgerichteten Linie zu verbinden. Im Idealfall ergibt sich damit ein Aufwärtskanal, der wichtige künftige Widerstände und Unterstützungen markiert. Darüber hinaus beschäftigt sich die technische Aktienanalyse auch noch mit gleitenden Durchschnitten, in der Regel der vergangenen 38 (kurzfristiger Trend) und 200 Handelstage (langfristiger Trend). Auch daraus werden Widerstände und Unterstützungen abgeleitet. Bei bestimmten Konstellationen werden daraus auch Kaufsignale (wenn z.B. die kurzfristige die langfristige Linie von unten nach oben kreuzt) abgeleitet.

Nach der gründlichen Analyse sollte immer eine konkrete Empfehlung stehen, jeder Investor muss ein klares Votum für sich ziehen können. Macht es für ihn Sinn unter den oben genannten Analysegesichtspunkten die Aktien zu kaufen, zu verkaufen oder erst einmal zu halten? Entscheidend ist hierbei sicherlich, das aktuelle Marktumfeld im Blick zu haben, um sagen zu können, was sinnvoll ist.

Aktien Empfehlungen und Tipps

Wer all diese Schritte befolgt, wird sicherlich immer noch Hilfe benötigen, sich im Börsendickdicht zurechtzufinden. Genau aus diesem Grund gibt es professionelle Ratgeber für Investoren. Etablierte Börsenbriefe wie die PLATOW Börse erfreuen sich dabei großer Zufriedenheit und Perfomancekraft. Seit seiner Auflage im Jahr 1996 hat das Musterdepot der Experten-Redaktion rund 3.300% zulegt.

Um den Markt richtig timen zu können, bedarf es viel Erfahrung und Gespür für zukünftige Entwicklungen. Um sich gegen Schocks zu wappnen, die einen kalt erwischen können, empfiehlt es sich, mit Stopp/Loss-Orders zu arbeiten.


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Wie kaufe ich Aktien?

Nachdem etliche grundsätzliche Fragen geklärt wurden, geht es nun ans Eingemachte: Ein Schritt-für-Schritt Ratgeber soll Ihnen bei der Entscheidung helfen, welche Aktien sie kaufen.

Tipp 1: Ein Depot für den Aktienkauf und Wertpapierhandel anlegen

Der erste Schritt baut auf der Recherche nach geeigneten Depotbanken und Online-Brokern auf. Hierbei gilt es, die Ordergebühren und Kosten für die Depotführung zu vergleichen. Im Überblick kann ein Investor dann eine bewusste Entscheidung treffen. Bevor Sie ihr Geld ins Feuer stellen und sich dem Risiko aussetzen, empfiehlt es sich, ein Musterdepot zu eröffnen. Das ermöglicht ein Ausprobieren von verschiedenen Strategien und das wertvolle Sammeln von ersten Erfahrungen, die Gold wert sein können. Zudem machen Sie sich mit der Technik vertraut und entwickeln ein Gefühl für den Markt.

Tipp 2: Musterdepot von Experten verfolgen

Wer sich selbst ein Aktiendepot aufbauen will, um sich gegenüber dem breiten Markt einen Renditevorsprung zu arbeiten, ist gut beraten, auf seriöse Expertise zu vertrauen. Es kann daher sehr hilfreich für Privatanleger sein, wenn Experten ihre Favoriten in Form eines Musterdepots für Aktien auflisten. Das verschafft einen guten ersten Überblick über chancenreiche Papiere. Anleger können sich daran orientieren und ihre Entwicklung verfolgen, bevor sie selbst einsteigen. Es gibt bereits einige Anbieter von Musterdepots für Aktien am Markt. Anleger sollten daher darauf achten, welche Risikoklasse die Aktiendepots aufweisen. Die einen sind risikoreicher und bieten dadurch höhere Renditechancen, andere Musterdepots haben vermehrt defensive Aktien im Portfolio und sind auf Werterhalt ausgerichtet.

Tipp 3: Anlageziel unter Berücksichtigung der eigenen Risikobereitschaft definieren

Bevor Sie den anfangs erwähnten Fehler wiederholen, gilt es ein strategisches Anlageziel präzise zu formulieren. Für welchen Anlagezeitraum will ich anlegen? Wieviel Geld habe ich zur freien Verfügung? Und ganz besonders wichtig: Welche Risikobereitschaft, also welche finanzielle Absorptionskraft einen Verlust zu verkraften, bringe ich mit? Darauf aufbauend lässt sich eine geeignete Auswahl von Aktien treffen.

Tipp 4: Auswahl der Aktien

Orientieren sich an den Empfehlungen von Experten und treffen Sie anhand fundamentaler Daten und ihrer persönlichen Strategie eine geeignete Auswahl der Aktien. Klumpenrisiken sollten Sie dabei vermeiden. Streuen Sie Ihre Investment so breit wie möglich hinsichtlich der Branche und des Markts.

Tipp 5: Vermeiden Sie diese Anfänger-Fehler

Aufbauend auf den anfangs genannten Erkenntnissen der Wissenschaft leiten sich einige Handlungsempfehlungen ab. Vermeiden Sie diese Anfänger-Fehler:

  1. Zu kurzfristiges Denken
    Dass Anleger oft zu kurzfristig denken, hat mehrere problematische Folgen. Bewerten Sie zum einen nicht die jüngste Entwicklung der Aktie zu hoch. Dass die Aktie in den letzten Monaten stark gestiegen ist, heißt nicht, dass sie dies auch in Zukunft tun wird. Zum anderen sollte der Anlagehorizont nicht zu kurz gefasst sein. Die Renditeentwicklung ist sicherlich über einen langen Zeitraum nicht linear, sondern unterliegt immer wieder Schwankungen. Stellen Sie zudem vor Kauf sicher, dass das Unternehmen auch in den nächsten 10-20 Jahren eine Zukunft hat.

  1. Emotionale Verzerrungen
    Lassen Sie Ihre Emotionen außen vor, wenn es an den Aktienkauf geht. Sensibilisieren sie sich für den home und local bias. Überschätzen Sie nicht Ihre eigenen Fähigkeiten, sondern vertrauen Sie auf Hilfe und Tipps von professionellen Investoren.

  1. Auf Kredit kaufen
    Besondere Warnung gilt es, Aktien auf Kredit zu kaufen. Ein „todsicherer Tipp“ für den sich verschuldet wird, kann blitzschnell zum Totalverlust werden. Also Finger weg von mit Kredit finanzierten Investments. Ihre Risikobereitschaft sollte sich daran bemessen, welchen Geldbetrag Sie problemlos verkraften können.

  1. Alles auf eine Karte setzen
    Ein absolut vermeidbarer Fehler, der aber leider von viel zu vielen begangen wird. Diversifizierung heißt das Zauberwort. Mit möglichst breit gestreuten Investments machen Sie sich unabhängiger von einzelnen Unternehmen und resistenter im Krisenfall.

Tipp 6: Wo und wie kaufe ich Aktien?

Eine Aktie wird in der Regel an Märkten gekauft, die auch als Börse bezeichnet werden. Es sind Orte, an denen das Angebot und die Nachfrage an einer Aktie zusammentreffen. Dank moderner Kommunikationstechnik muss niemand mehr physisch am Ort des Geschehens anwesend sein. In der Regel kann klassischerweise über die Hausbank oder spezialisierte Depotbank ein Auftrag zum Kauf von Aktien, eine sogenannte Order, auf den Weg geben werden. Dem Internet sei Dank kann dieser Prozess mittlerweile komplett digitalisiert ablaufen. Anleger geben über das Portal des Anbieters ihrer Wahl eine Order auf. Dabei sollte der bewusste Investor zuvor die Online-Depot Anbieter hinsichtlich ihrer Kostenstruktur ausführlich vergleichen.

Ist ein Depot eröffnet, nimmt die Software dem Anleger vieles ab. Der mobile Handel per Smartphone, Tablet und Notebook macht das Aktien kaufen heute auch von unterwegs möglich. Anfängern ist jedoch etwas mehr Ruhe zu empfehlen. Auf der Plattform der Bank lässt sich nach Aktien, Indizes oder Regionen stöbern und das gewünschte Papier auswählen. Im Kauf- oder Verkaufsauftrag sollten Anleger dennoch überprüfen, dass der Name, die Wertpapierkennnummer (WKN) und der ISIN-Code mit ihrem Wunsch-Unternehmen übereinstimmen. Aus der gewählten Stückzahl und dem jüngsten Aktienkurs können Sie die Größenordnung Ihrer Anlagesumme bestimmen. Außerdem lassen sich mit jeder Kauf-Order noch mehr Details festlegen. Die Wahl eines Börsenplatzes kann beispielsweise sinnvoll sein. Die fairsten Preise werden dort geboten, wo das Papier häufig und in großer Stückzahl gehandelt wird. Sogenannte Ordertypen beschränken das Vorhaben noch weiter. So wird ein unlimitierter Kaufauftrag als „billigst“ oder Market-Order bezeichnet. Bei einer Limit-Order geben Sie Ihrem Auftrag einen fixen Kurs und einen zeitlichen Rahmen vor. Limitierte Kauforders kommen nur dann zur Ausführung, wenn der Wertpapierkurs gleich oder kleiner dem Limit ist. Er bewahrt Anleger somit vor zu teuren Einstiegskursen. Ähnlich verhält es mit der limitierten Verkaufsorder, mit der Sie den minimalen Preis bestimmen, zu dem Sie verkaufsbereit sind. Wenn Investoren zu einem weiter in der Zukunft liegenden Ereignis Aktien kaufen oder verkaufen möchten, bieten sich zudem Stopp-Aufträge an. Nachdem der festgelegte Stopp-Kurs erreicht wird, kommt eine einfache Verkauf-Order zur Ausführung. Vor allem zur Verlustminimierung ist die Platzierung eines Stopps sehr wichtig und immer ratsam.

Tipp 7: Aktien beobachten und aktuelle Empfehlungen im Blick haben

Ist ein Kauf erst einmal getätigt, ist die Arbeit noch nicht getan. Haben Sie immer mal wieder einen Blick auf das aktuelle Marktumfeld. Arbeiten Sie mit Stopps und passen Sie diese gemäß der jüngsten Entwicklung genau an. Wir empfehlen einen Stopp-Abstand von 20 bis 25% zum Einstiegskurs bzw. aktuellen Kurs.


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