
Fed-Chef Warsh in Jackson Hole – Preise wichtiger als Arbeitsmarkt
Der neue Chef der US-Notenbank sorgt sich stärker um die Inflation als um den Arbeitsmarkt. Zugleich erteilt er längerfristigen geldpolitischen Festlegungen eine Absage.

Der neue Chef der US-Notenbank sorgt sich stärker um die Inflation als um den Arbeitsmarkt. Zugleich erteilt er längerfristigen geldpolitischen Festlegungen eine Absage.
Nicht Rohöl, sondern Diesel entwickelt sich zum gefährlichsten Teil des Ölmarkts. Ausfälle russischer Raffinerien und gefährdete Lieferwege treiben die Margen auf Rekordniveau – und treffen ausgerechnet Deutschlands Logistik und Industrie an der empfindlichsten Stelle. Für die Notenbanken wird es zum Dilemma.
Das US-Finanzministerium verdoppelt überraschend seine Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen, nachdem die 30-jährige Rendite auf ein 19-Jahres-Hoch gestiegen war. Kurzfristig beruhigt das den Markt, doch das eigentliche Problem bleibt: das schwindende Vertrauen in die USA. Gleichzeitig überschreitet die Staatsverschuldung eine historische Marke.
Die zehnjährige US-Rendite nähert sich der 5%-Marke – obwohl die Inflationserwartungen deutlich fallen. Diese Entkopplung gehört zu den am meisten unterschätzten Makro-Entwicklungen des Jahres. Sie deutet auf schwindendes Vertrauen in die USA selbst.

Kevin Warsh hält die Zinsen bei 3,50 bis 3,75%, doch drei Regionalpräsidenten fordern eine Anhebung. Das Statement bleibt demonstrativ knapp, die Botschaft klar hawkish: Ein weiches Inflationsziel gibt es nicht. Die Märkte reagieren mit roten Vorzeichen, während die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen über 5,2% steigt.

Kevin Warsh hat die Forward Guidance gestrichen: Den Zinspfad will er den Märkten nicht mehr vorab signalisieren. Ob er sich auch bei einer scharfen Korrektur der Märkte zurückhält, ist offen. Über die Hälfte der Amerikaner besitzt Aktien, die Antwort betrifft damit weit mehr als nur die Wall Street.

Am kurzen Ende der Zinskurve steigen die Renditen weiter, obwohl fallende Langfristzinsen und ein sinkender Ölpreis längst Disinflation signalisieren. Die US-Arbeitsmarktdaten könnten nun den Startschuss für eine Erholungsrally zinssensitiver Anlagen liefern, die zuletzt stark unter Druck standen.
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Jetzt anmeldenKevin Warshs erste FOMC-Sitzung beginnt mit einem Doppelschlag: Das Statement schrumpft um 60%, der Dot Plot signalisiert eine Zinsanhebung 2026 – und der neue Fed-Chef verweigert demonstrativ seinen eigenen Punkt. Die Märkte reagieren prompt mit roten Vorzeichen und steigenden Renditen.
Der Leitzins bleibt bei 3,75%, doch das 8-zu-4-Votum offenbart tiefe Risse im FOMC. Nachfolger Kevin Warsh erbt eine gespaltene Notenbank im Inflationsdilemma.
Die US-Produktivität zieht kräftig an, ohne neue Jobs zu schaffen. Was nach Effizienzwunder klingt, verändert die Spielregeln für Zinsen, Inflation und Aktienbewertungen fundamental.
Ein historischer Angebotsschock trifft Energie, Lieferketten und Realwirtschaft gleichzeitig. Warum Geldpolitik diesmal keine Lösung bieten kann.

Das Fed-Statement klingt straffer als erwartet, doch in der Pressekonferenz vermeidet Jerome Powell jede politische Einordnung. Der Dollar dreht nach unten – Powells demonstrative Zurückhaltung enttäuscht jene, die auf politisches Signalspiel gesetzt hatten.
Der Streit um die Zinsen eskaliert: Ermittlungen gegen Fed-Chef Powell, Marktreaktionen und wachsende Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Notenbank. Warum aus der US-Prämie ein US-Abschlag werden könnte.
Investments in Schwellenländer gehen meist mit einer Währungswette einher. Das birgt Chancen und Risiken, wobei der Zyklus aktuell Chancen verspricht.
Nach der Zinssenkung der Fed scheint der Weg für eine Jahresendrally zunächst frei. Doch ob sich die „Santa Claus Rally“ als mehr als ein Weihnachtsmärchen erweist oder der DAX tatsächlich noch Potenzial hat, hängt an mehreren Faktoren.
Die Zinssenkung der Fed um 0,25% am Mittwoch war erwartet – die technische Bilanzausweitung hingegen nicht. Während Powell dovishe Töne anschlug, zeichneten die neuen Projektionen der Notenbank ein unerwartet restriktiveres Bild.
Die Börsen sind zuletzt auffällig leise. Die großen Themen sind verdaut, die Volatilität gering. Jetzt warten alle auf den nächsten Impuls. Der könnte in dieser Woche von der US-Notenbank kommen.
Selten blickten die Märkte so orientierungslos auf eine Fed-Sitzung wie jetzt. Die sonst so verlässliche Forward Guidance gibt es vor der Sitzung am 10. Dezember nicht – Anleger sollten sich daran gewöhnen.
Die US-Notenbank Federal Reserve senkt wie erwartet die Zinsen – aber Powells Botschaft dämpft die Euphorie: Eine weitere Senkung ist keineswegs gesetzt, zugleich stoppt die Fed das Bilanz-Tapering. Die Märkte reagieren sensibel auf den „hawkishen“ Unterton.
Nach dem Bankenschock der Vorwoche dürften diese Woche neue Faktoren in den Mittelpunkt der Anleger rücken. Warum dabei langsam etwas Licht in den Blindflug der Fed kommen könnte.
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