Seit 1. Juni ist Carsten Kengeter Chef der Deutschen Börse. Nachdem es zuletzt unter Reto Francioni eher ruhig um den Börsenbetreiber geworden war, herrscht nun Aufbruchstimmung. Dazu tragen auch Personalien bei: Denn mit dem Investmentbanker Rob Jolliffe, der als neuer Vertriebschef startet und dem Hedgefonds-Manager Ashwin Kumar, der die Produktentwicklung führt, sorgt er für frischen Wind im Konzern. Und auch Übernahmen sind bereits auf den Weg gebracht. Spannend ist – neben der vollständigen Übernahme von STOXX und Indexium – vor allem der Kauf der Devisenplattform 360T, die Umsätze außerhalb einer Börse generiert. Im Vorjahr wurden dort Devisengeschäfte im Volumen von 90 Mrd. Euro pro Handelstag getätigt, was einen Marktanteil von rund 15% entspricht. 725 Mio. Euro investierte Kengeter.