DAX Dispoliste: 27. Oktober 2022
Bei Sartorius (-13,8%) wurden wir am 19.10. bei 325,20 Euro ausgestoppt. Der Stopp von SAP wurde auf 73,50 (69,20) Euro angehoben.
„Inflation ist wie Zahnpasta. Ist sie erst mal heraus aus der Tube, bekommt man sie kaum mehr rein.“
Bei Sartorius (-13,8%) wurden wir am 19.10. bei 325,20 Euro ausgestoppt. Der Stopp von SAP wurde auf 73,50 (69,20) Euro angehoben.
Nach enttäuschendem Ausblick ist die Sartorius-Aktie um satte 20% auf 315,70 Euro und damit nahe an das Jahrestief von Juni bei 302,40 Euro zurückgefallen. Dass eine DAX-Aktie (327,60 Euro; DE0007165631) binnen eines Tages mal eben so deutlich einbricht, kommt nicht alle Tage vor und hat auch uns überrascht. Die Reaktion zeigt einmal mehr, wie nervös Anleger derzeit auf nicht erfüllte Erwartungen reagieren.
Mit einem anhaltend starken Momentum hat Verbio die in der vergangenen Woche übernommene Spitzenposition in unserem Relative Stärke-Ranking erfolgreich verteidigt. Die Aktie liegt aktuell knapp 25% über ihrer 130-Tage-Linie, was sich in dem RSL-Wert von 1,2493 widerspiegelt. Während Hannover Rück als erster Verfolger einen Rückschlag erlitt, gelang Morphosys ein gewaltiger Sprung nach oben (von 28 auf 4). Ebenfalls deutlich bergauf ging es bis gestern Abend bei Sartorius. Nach der enttäuschenden Prognose heute Morgen ist die Aktie intraday aber schon wieder aus den Top-20 rausgefallen.
Nicht zum ersten Mal weckt Qiagen die Begehrlichkeiten anderer Player in der Life Science-Forschung und klinischen Diagnostik. Das „Wall Street Journal“ spricht von Fusionsgesprächen mit Bio-Rad, deren Ausgang ungewiss sei. Von den Hildenern und den Kaliforniern bekommen wir jeweils ein „Kein Kommentar“ auf unsere Anfrage.
Das Momentum an den Aktienmärkten hat gewechselt. Der Kursanstieg zu Wochenbeginn wurde vor allem von Titeln angeführt, die zuvor stärker unter Druck standen. Das zeigt sich auch in unserem Relative Stärke-Ranking, wo sich keiner der drei Führenden aus der Vorwoche in den Top-3 behaupten konnte. SMA Solar (von 1 auf 8), Commerzbank (von 2 auf 5) und Hella (von 3 auf 7) wurden von Aixtron, Münchener Rück und Hannover Rück abgelöst. Deutlich nach oben ging es zudem bei Sartorius (von 23 auf 6), Morphosys (von 34 auf 11) und Fuchs Petrolub (von 39 auf 15). Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen, ob die neuen Lieblingen das positive Momentum auch über einen längeren Zeitraum halten können.
Der Laborausrüster Sartorius dürfte Mitte des Monats (19.10.) sehr ordentliche Q3-Zahlen vorlegen. Beim Umsatz rechnen wir mit einem Zuwachs von gut 13% auf knapp über 1 Mrd. Euro, während das EBITDA um rd. 10% auf 340 Mio. Euro klettern sollte, was eine Marge zwischen 33,5 und 34% ergeben würde.
In unserem Relative Stärke-Ranking gab es im Vergleich zur Vorwoche relativ wenig nennenswerte Veränderungen. Mit der Commerzbank und Talanx gelang nur zwei der zuvor dort nicht platzierten Aktien der Sprung in die Top-20. Auch ganz oben gibt es wenig Neues. SMA Solar und die Münchener Rück verteidigten ihre Plätze in den Top-3. Zwischen die beiden Titel drängte sich allerdings Delivery Hero, die auf Rang zwei Sartorius verdrängen konnten.
Die Aktien von Münchener Rück und Hannover Rück sind die großen Gewinner in unserem Relative Stärke-Ranking. Beide Aktien konnten im Vergleich zur Vorwoche einige Plätze vorrücken und damit in die Top-5 einziehen. Dort hat SMA seine Spitzenposition erfolgreich verteidigt, während Encavis auf Platz 15 abgestürzt ist. Die neue Nummer zwei ist jetzt die Aktie von Sartorius. Komplettiert wird das Führungs-Quintett von Verbio, die von Platz sechs auf vier geklettert sind.
Lange hat es gedauert, aber heute Morgen war es dann endlich soweit. Fast ein halbes Jahr nach unserem Komplettausstieg (kurz vor dem Crash im Februar/März) ist das Warnsignal bei unserer Aktien-Momentum-Strategie zum Xetra-Schluss gestern durch den Anstieg des HDAX über seine 130-Tage-Linie deaktiviert worden. Seit heute Morgen können wir daher wieder mit einigen Aktien mitfiebern.
Der Laborausstatter Sartorius hat es in den ersten sechs Monaten des Jahres nicht leicht gehabt. Der durch steigende Zinsen zunehmende Druck auf den Bewertungen hat die Aktie, die Ende 2021 noch auf einem satten KGV von rd. 80 handelte, bis Juni um rd. 40% einbrechen lassen.
In den vergangenen drei Wochen hat sich in unserem Relative Stärke-Ranking einiges getan. Verantwortlich dafür ist natürlich auch die laufende Berichtssaison, wo es bei einigen Unternehmen positive wie negative Überraschungen gab. Die Aktien zeigten daraufhin die entsprechenden Kursreaktionen. Bei Delivery Hero hat dabei die sich fortsetzende Erholung dazu geführt, dass die Aktie in unserer Rangliste von Platz 40 auf den zweiten Rang katapultiert wurde. Ebenfalls deutlich nach oben ging es bei Sartorius (von 15 auf 5) und Evotec (von 36 auf 16). Aktien wie Freenet (von 12 auf 37) oder Telefonica Deutschland (von 7 auf 26) hingegen mussten deutliche Rückschläge und dadurch auch den Abstieg aus den Top-20 hinnehmen.
Die DAX-Aktie Sartorius (vgl. PB v. 11.7.) legte am 21.7. aufgrund starker Q2-Zahlen deutlich zu. Umsatz und EBITDA wuchsen im 1. Hj. um 20,9% (wb.) bzw. 25,6%.
Zyklische Schwankungen interessieren den Laborausrüster Sartorius wenig. Stoisch steigert das Unternehmen seine Margen und Gewinne. Die Wachstumsaussichten für die Göttinger sind äußerst spannend. So soll der Umsatz nach den Schätzungen der Analysten in den kommenden drei Jahren im Schnitt um 13% p. a. zulegen. Im selben Zeitraum soll der Nettogewinn laut Analysten um sagenhafte 35% p. a. wachsen, bei einer ansehnlichen Marge von 14%.
Die vergangenen Jahre gehörten den Wachstumsaktien. Investoren interessierten sich daher vornehmlich für das Kurs-Umsatz-Verhältnis oder das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Der Buchwert gilt demgegenüber als Bewertungskennzahl klassischer Value-Investoren.
Die Q1-Zahlen von Sartorius können sich sehen lassen. Der Umsatz knackte mit 1,0 Mrd. Euro (wb. +25,4%) die Milliarden-Marke, das EBITDA legte 32,4% auf 349 Mio. Euro zu – entsprechend kletterte die Marge von 33,3 auf 34,1% und erreichte damit das von Konzernchef Joachim Kreuzburg bestätigte Jahresziel („rd. 34%“).
Angetrieben von steigenden Zinsen hat die zweite Börsenwoche des Jahres begonnen, wie die erste endete: Mit dem Abverkauf hoch bewerteter Wachstumsaktien. Die Gewinnqualität der einzelnen Geschäftsmodelle spielt dabei scheinbar (noch) keine Rolle. So avancierte die teure, aber sehr profitable Qualitätsaktie Sartorius mit -16,8% seit Jahresbeginn zum Schlusslicht im DAX, dicht gefolgt von der unprofitablen Delivery Hero (-16,4%).
Die Neuausrichtung inklusive eines sehr hoffnungsvoll stimmenden Ausblicks auf das Jahr 2025 hat die Aktie von Jenoptik in den vergangenen Tagen spürbar beflügelt. In unserem Relative Stärke-Ranking spiegelt sich das durch einen deutlichen Sprung auf den dritten Platz wider. Ebenfalls weit nach oben ging es im Wochenvergleich bei Cancom und Sartorius, die wir in einem normalen Marktumfeld dadurch auch in unser Depot aufgenommen hätten. Der Marktfilter hat das in dieser Woche aber verhindert, so dass wir nach dem Verkauf der Trades auf die Commerzbank und Hugo Boss aktuell nur noch sieben Depotwerte in unserem Muster-Portfolio haben.
Sartorius gehörte am Dienstag (30.11.) zu den großen Gewinnern der neuen Corona-Verunsicherung am Markt (s. a. „Unsere Meinung auf S. 1). Während der DAX rd. 1% verlor, konnte der Laborausrüster davon profitieren, dass Anleger wegen der Omikron-Variante des Coronavirus neue Fantasie bei den Profiteuren aus dem Gesundheitswesen ausmachten.
Gute Q3-Zahlen legte Sartorius am Mittwoch (20.10.) vor. Der Laborausrüster hat nach neun Monaten den Umsatz um die Hälfte auf 2,5 Mrd. Euro, das EBITDA sogar um 77% auf 866 Mio. Euro gesteigert – Marge: 34,3% nach 29,1%. Erstmals seit 2019 erhöhte CEO Joachim Kreuzburg nicht mit den Quartalszahlen die Prognose (Umsatz: Steigerung um rd. 45%; EBITDA-Marge: etwa 34%).
Bei der Zusammensetzung unseres Portfolios gab es im Rahmen der Aktien-Momentum-Strategie heute Morgen erneut eine Veränderung. Die Zahl der Depotwerte hat sich dabei weiter auf jetzt noch acht Positionen verringert.
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