Sartorius ist zu gut gelaufen
Beim Laborausrüster Sartorius waren wir schon nach dem Q1 vorsichtiger geworden, denn die hohen Zuwachsraten des TecDAX-Unternehmens erscheinen weitgehend eingepreist (vgl. PB v. 25.4.).
„Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.“
Beim Laborausrüster Sartorius waren wir schon nach dem Q1 vorsichtiger geworden, denn die hohen Zuwachsraten des TecDAX-Unternehmens erscheinen weitgehend eingepreist (vgl. PB v. 25.4.).
Wenn Aktien toll gelaufen sind, müssen Quartalszahlen schon sehr gut ausfallen, damit sich die Aufwärtsbewegung fortsetzt. Bei Sartorius reichten den Marktteilnehmern daher geringe Zuwachsraten bei den Q1-Zahlen nicht aus: Die Vorzugsaktie (123,00 Euro; DE0007165631) gehörte deshalb an diesem Dienstag zu den schwächsten TecDAX-Papieren.
Der Pharma- und Laborausrüster Sartorius hat die Schwierigkeiten in seiner größten Sparte „Bioprocess Solutions“ zum Jahresende hinter sich gelassen. Der Umsatz im Konzern stieg um 8% auf 1,4 Mrd. Euro, das EBITDA sogar leicht stärker um 8,5% auf 353 Mio. Euro. Die operative Marge verbesserten die Göttinger minimal auf 25,1 von zuvor 25,0%. Den Löwenanteil bei Umsatz und EBITDA lieferte die „Bioprocess“-Sparte, wobei v. a. das Asien-Geschäft stark zulegte. Überzeugen kann auch der Auftragseingang, der um 12,5% auf 1,5 Mrd. Euro anstieg und Hoffnung für die kommenden Monate macht.
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Bei Sartorius häuften sich zuletzt negative Ereignisse. Dies hat Vorstandschef Joachim Kreuzburg jetzt dazu veranlasst, seine Jahresprognose zu kassieren: Der Umsatz soll 2017 wechselkursbereinigt nur noch um 9% steigen.
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Gesellschaften, die an der Börse als fundamental teuer gelten, müssen bei der Zahlenvorlage die Erwartungen zumindest leicht übertreffen, damit die Aktie weiter steigen kann. Bei Sartorius war dies nicht der Fall.
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Starkes Auftaktquartal bei Sartorius: Der Labor- und Pharmazulieferer steigerte den Umsatz um 13,6% auf 343,1 Mio. Euro.
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Nach den Q3-Zahlen gab es bei den Sartorius Vorzügen Gewinnmitnahmen (vgl. PB v. 23.12.16). Genauso kam es nun nach der Vorlage der 2016er-Werte. Dabei kann sich die Entwicklung sehen lassen: Der Labor- und Pharmazulieferer profitierte von seinen Zukäufen und steigerte den Umsatz währungsbereinigt um 18,2% auf 1,3 Mrd. Euro.
Mit fast 21 Jahren ist das virtuelle Musterdepot der PLATOW Börse, das 1996 mit einem Anfangsbestand von 100 000 DM an den Start ging, eines der ältesten. Da alle Transaktionen vorher angekündigt werden und Leser somit zeitgleich kaufen und verkaufen können, ist es zudem eines der „ehrlichsten“. Über die Jahre ist der Depotwert (Wertpapierbestand + Liquidität) auf stolze 1 515 797 Euro (Stand: 23.12.16) angewachsen, was einer Rendite von derzeit 2 865% entspricht. Auf Grund dieser erfreulichen Entwicklung waren bei den jüngsten Neuaufnahmen, etwa Hella, Covestro oder Zalando, jeweils 75 000 bis 100 000 Euro je Kauf zu bewegen.
Gut ist an der Börse oft nicht gut genug. So lässt sich die Kursschwäche der Sartorius-Vorzüge nach den Q3-Daten erklären. Obwohl der Labor- und Pharmazulieferer abermals einen Gewinn- und Umsatzsprung hinlegte, nahmen Anleger Gewinne mit. Nachdem das Papier im Oktober an der 80 Euro-Marke ein Rekordhoch markierte, ging es im Zwischentief bis auf 66 Euro nach unten. Das Geschäft brummt: Der Umsatz des TecDax-Unternehmens stieg wechselkursbereinigt um 17,9% auf 965,1 Mio. Euro. Das um Sondereffekte bereinigten EBITDA sprang gar um 24,6% auf 241,4 Mio. Euro nach oben.
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Wenn es am schönsten ist, soll man ja bekanntlich gehen. Das wird sich auch Arnold Picot, Finanzvorstand von Sartorius, gedacht haben, der seinen Mitte 2017 auslaufenden Vertrag beim Pharma- und Laborzulieferer nicht verlängern möchte. Er hinterlässt große Fußstapfen: Im Sommer präsentierte er Halbjahreszahlen, die deutlich zweistelliges Wachstum bei Umsatz (+18,7% auf 625,4 Mio. Euro) und EBITDA (+26,6% auf 153,4 Mio. Euro) zeigten. Auf Grundlage dieser Ergebnisse erhöhte der TecDAX-Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr und erwartet nunmehr ein Umsatzwachstum von 15 bis 18% (bisher 10 bis 14%) und hob die EBITDA-Marge um 1 %-Punkt auf 23,6 bis 25,0% an.
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Wenn am Donnerstag der „Arbeitskreis Aktien“ der Deutschen Börse über die letzten Indexanpassungen im Jahr 2015 entscheidet, dürfte vor allem der SDAX im Fokus stehen. Im DAX wird es keine Neumitglieder geben. Lediglich der MDAX könnte mit der Bayer-Abspaltung Covestro einen Neuzugang bekommen. Vielleicht wartet die Börse mit dieser Anpassung, die zum 21. Dezember wirksam würde, aber auch noch bis zum 4. Januar, wenn MAN den Prime Standard verlässt. ElringKlinger sowie Klöckner & Co. sind weitere Abstiegskandidaten, Nutznießer könnten Alstria Office und Ströer sein. Im TecDAX wäre ein Austausch von Manz durch Siltronic denkbar.
Seit Dienstag notiert Dauerempfehlung und Platow-Fonds-Schwergewicht Bertrandt im MDAX. Nur wenige wissen, dass die Aktie des Ingenieurdienstleisters zusammen mit der berüchtigten Mobilcom 1997 das erste am Neuen Markt gehandelte Wertpapier war. Nach der Schließung des in Ungnade gefallenen Nemax kam Bertrandt allerdings 2003 nicht etwa in den Nachfolgeindex TecDAX, sondern erst 2009 in den SDAX. Und nun, da der Immobilienkonzern Gagfah nach der Übernahme durch Deutsche Annington aus dem MDAX herausfiel, rückte Bertrandt in den Mittelwerteindex nach.
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Das WM-Fieber hat auch den Pharma- und Laborzulieferer Sartorius angesteckt. Viele Mitarbeiter nutzten das Angebot, das Spiel Deutschland gegen Ghana im Public-Viewing im „Sartorius WM Village“ zu verfolgen. Weniger weltmeisterlich präsentierte sich Sartorius zuletzt an der Börse. Die Vorzugsaktie dribbelte sich im April zwar noch auf ein Allzeithoch vor, brach nach der Hauptversammlung aber konditionell ein.
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Gehören die vier TecDAX-Unternehmen Carl Zeiss Meditec, Dräger, Sartorius und Stratec Biomedical wirklich der gleichen Branche an? Wer lediglich die Kursentwicklung zurate zieht, würde derlei kaum vermuten. Während die Vorzugsaktie von Sartorius jüngst ein neues Allzeithoch erreichte, lotete Carl Zeiss Meditec zuletzt ernsthaft ein neues Zwölfmonatstief aus. Die Vorzüge von Dräger irrlichtern seit Monaten um die Marke von 95 Euro. Mit Stratec wiederum ist seit fast vier Jahren kein Blumentopf zu gewinnen.
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Ein Ausnahmejahrgang für Aktionäre ist zu Ende. Für Besitzer des Platow-Fonds war 2013 sogar das zweiterfolgreichste Jahr seit der Auflage im Jahr 2006. Mit einem Zuwachs von 33,2% wurde der Small-Cap-Index SDAX, der 29,3% gewann, erneut deutlich geschlagen. Gegenüber dem DAX betrug der Vorsprung sogar fast acht Prozentpunkte. Allerdings ist der bekannteste deutsche Aktienindex für Vergleichszwecke weniger gut geeignet, steckt aktuell doch weniger als ein Siebtel des Fondsvermögens in deutschen Blue Chips. Ähnliches gilt für die Mittelwerteindizes MDAX und TecDAX, die mit 39,1% bzw. 40,9% im abgelaufenen Jahr stärker zulegten als der Platow-Fonds.
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Seit wir Sartorius in der Ausgabe vom 11. März auf „Halten“ abgestuft hatten, kam die Vorzugsaktie nicht mehr vom Fleck. Zwar liegen Sie seit dem Erstkauf (PB v. 26.10.11) mit komfortablen 139% im Plus, doch die allgemeine Hausse des Jahres 2013 machte der TecDAX-Wert bislang nicht mit. Inzwischen kämpft er sogar mit der nach oben gewanderten 200-Tage-Linie und droht jetzt dauerhaft abzurutschen.
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Ab Montag notiert Telefonica Deutschland im TecDAX und ersetzt dort Solarworld. Diese Auswechslung, die wieder einmal ein Solarunternehmen betrifft, ist die fünfzigste seit der Geburt des TecDAX vor zehn Jahren. Im Schnitt wurden jährlich fünf Titel ausgetauscht. Nur 7 der 30 Unternehmen waren seit dem Start ohne Unterbrechung dabei.
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Woran denken Sie, wenn Sie jemand nach einer „typisch deutschen Branche“ fragt? Klar, Autos und Maschinen. Hand aufs Herz: Hätten Sie auch die Medizintechnik genannt? Die Branche steht nicht im Rampenlicht, aber ebenfalls stellvertretend für „Made in Germany“. Selbst langjährige Börsianer sind häufig überrascht, wie viele Medizintechnikfirmen auf dem deutschen Kurszettel zu finden sind. Alleine im TecDAX tummeln sich mittlerweile vier Unternehmen. Die Bezeichnung „MedTecDAX“ wäre überspitzt, aber nach dem Rauswurf von Solarworld sicherlich besser passend als „SolarDAX“.
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Während der Deutsche Aktienindex im Februar auf der Stelle trat und letztlich sogar im Minus schloss, konnten Anleger mit Aktien aus der zweiten und dritten Reihe erneut reiche Ernte einfahren. Der Platow-Fonds, der aktuell zu rund 80% in diesen Titeln investiert ist, bekam folglich einigen Rückenwind aus dem Markt. Mehr noch: Im fünften Monat in Folge markierte der Fondspreis ein neues Allzeithoch.
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Bei der Martinsrieder Biotechfirma Morphosys ist die Übernahmephantasie ausgebrochen. So kursieren Gerüchte am Markt, dass Novartis an dem TecDAX-Unternehmen interessiert ist. An der Börse ist Morphosys derzeit rund 800 Mio. Euro wert, so dass eine mögliche Transaktion von den Schweizern fast sprichwörtlich aus der Portokasse bezahlt werden könnte. Aus strategischer Sicht würde der Zukauf für die Basler ebenfalls Sinn machen. So wäre Morphosys mit seinen 20 Wirkstoffprogrammen, welche sich in der klinischen Erforschung befinden, sowie den insgesamt mehr als 70 unterschiedlichen Medikamentendaten eine Bereicherung für Novartis. Da der Pharmagigant derzeit nur ein begrenztes Wachstumspotenzial hat, macht eine Verstärkung der Pipeline auf alle Fälle Sinn. Bekräftigt wird die Tatsache dadurch, dass Novartis bereits seit langem mit Morphosys zusammenarbeitet und an den Bayern bereits jetzt gut 6% hält.
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