RWE – Ausbau der Erneuerbaren Energien wird unterschätzt
Die Aktie von RWE (23,82 Euro; DE0007037129) ist seit geraumer Zeit unser Favorit unter den Versorgern (vgl. zuletzt PB v. 18.3.).
„Nichts ist so permanent wie ein temporäres Regierungsprogramm.“
Die Aktie von RWE (23,82 Euro; DE0007037129) ist seit geraumer Zeit unser Favorit unter den Versorgern (vgl. zuletzt PB v. 18.3.).
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bringt sein gesamtes politisches Gewicht ein und fordert nach dem Brüsseler Verbot der Fusion der Bahnsparten von Siemens und Alstom mehr globale Kraftpakete unter Europas Unternehmen. Unterstützt wird er bei dem Vorstoß von seiner Chefin: Bundeskanzlerin Angela Merkel will das Thema ab Donnerstag (21.3.) auf dem EU-Gipfel in Brüssel beraten lassen.
Deutschlands Versorger müssen mit schwierigen Rahmenbedingungen fertigwerden. Der politisch gewollte Ausstieg aus Atom- und Kohlekraft bringt hierzulande hohe Belastungen mit sich und hat dafür gesorgt, dass die einstigen Energieriesen im internationalen Vergleich abgehängt wurden (s. „Unsere Meinung“ auf S. 1). Dennoch kann ein Versorger die Stabilität des eigenen Aktiendepots erhöhen. Blind zugreifen sollten Anleger aber nicht.
Heute Morgen war es also endlich soweit. Unser neues Musterdepot wurde mit Leben gefüllt. Auch wenn wir mit Blick auf den Gesamtmarkt momentan noch nicht so richtig optimistisch sind, haben wir die Signale unseres ja auch selbst ausgearbeiteten Regelwerks befolgt. Demnach ist das zuletzt dauerhaft gültige Warnsignal gestern Abend deaktiviert worden, weil der HDAX über seiner 130-Tage-Linie geschlossen hat.
Selbst sehr umfangreiche Backtests bieten keine Garantie dafür, dass sich eine Strategie in der Praxis genauso erfolgreich wie in der Vergangenheit entwickeln wird. Letztlich ist es aber die einzige Möglichkeit, einen neuen Handelsansatz zu überprüfen und wesentlich besser, als eine fixe Idee einfach in der Praxis auszuprobieren. Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, steigen zudem die Chancen, dass auf lange Sicht zumindest ähnliche Ergebnisse wie bei den Rückrechnungen erzielt werden.
Mindestens ebenso wichtig sind aber die Erfahrungswerte, die bei solchen Backtests gewonnen werden. Wenn man sich nicht nur das nackte Endergebnis anschaut, sondern die gesamte Entwicklung bis dahin aufmerksam verfolgt, dann können später in der Praxis gerade die kritischen oder ungewohnten Situationen deutlich entspannter erlebt werden. Ganz einfach weil man weiß, dass es solche Phasen auch in der Vergangenheit immer mal wieder gegeben hat und das Ergebnis am Ende trotzdem überzeugen konnte. Als Anleger haben Sie einfach mehr Vertrauen in eine Strategie, wenn Sie wissen, dass solche Phasen auch dazugehören.
Innogy bereitet E.ON noch vor der geplanten kompletten Neuaufteilung Sorgen. Die Gespräche über ein Gemeinschaftsunternehmen der Innogy-Tochter Npower mit der britischen SSE auf dem preislich stark regulierten Strommarkt Großbritanniens sind jetzt gescheitert.
Deutschlands Versorger bereiten sich weiterhin auf die Fokussierung ihrer Geschäfte vor. E.ON hält mittlerweile gut 86% an der RWE-Tochter Innogy, der Umbau ist damit auf gutem Weg. Operativ bestätigen die Ergebnisse per Ende September unsere bisherigen Einschätzungen zum Sektor.
Wie schon zum Halbjahr überzeugt E.ON auch nach neun Monaten mit guten Zahlen. Das ber. EBITDA stieg um 11% auf 2,35 Mrd. Euro, getragen v. a. vom stabilen Netzgeschäft.
Am sprichwörtlichen Ast, auf dem Daimler sitzt, sägt der Autobauer fleißig weiter. Der Diesel-Skandal ist längst nicht überwunden. Und die Bevölkerung reagiert spätestens nach dem RWE-Desaster im Hambacher Forst (s. Beitrag auf dieser Seite) sehr sensibel auf Klimaschutz-Aspekte.
unkohletagebau Hambach, nachdem das Oberverwaltungsgericht Münster am Freitag (5.10.) einen vorläufigen Rodungsstopp für den Hambacher Forst erlassen hat. Dort sollen 2019 bis 2021 jährlich 10 bis 15 Mio. Tonnen weniger Braunkohle gefördert werden, mithin ein Viertel bis ein Drittel weniger als die ursprünglich geplanten 40 Mio. Tonnen. Wegen des reduzierten Abbaus wird die Stromproduktion in den Kraftwerken Neurath und Niederaußen um 9 bis 13 Terrawattstunden pro Jahr sinken. 2017 kamen von dort 202 Terrawattstunden Strom, davon gut 74 aus Braunkohle.
Der deutsche Energiemarkt ist kräftig in Bewegung geraten. Erst spalteten E.ON und RWE Teile ihres Geschäfts ab. Inzwischen hat E.ON seinen Restanteil an der Kraftwerkstochter Uniper an die finnische Fortum veräußert und mit RWE vereinbart, das Geschäft mit dem Netz und der Energieerzeugung in Deutschland untereinander neu zu ordnen. Als Ergebnis wird Innogy zwischen beiden aufgeteilt. Wer von den drei verbleibenden Playern hat jetzt das beste Konzept, um in Deutschland mit Energie Geld zu verdienen?
Bei MVV Energie herrscht Kontinuität auf dem Chefsessel: CEO Georg Müller hat seinen Vertrag um fünf Jahre verlängert. Damit steht fest, dass die Mannheimer strategisch weiter daran festhalten, die Erneuerbaren Energien auszubauen.
Die Marktschwankungen der vergangenen Wochen kennen nicht nur Verlierer: Ein Gewinner der Auf und Abs ist die Deutsche Börse. Seit Jahresbeginn ist deren Aktie (109,00 Euro; DE0005810055) um knapp 13% geklettert und gehört so neben Adidas und RWE aufs Siegertreppchen.
Wie in PB v. 14.3. angekündigt, nehmen wir die Konzerne des neuen Stromkarussells E.ON, RWE und Innogy unter die Lupe. Bei E.ON stehen mit einem konzernweiten 2017er-Rückgang bei Umsatz und EBIT von 1% auf knapp 38 Mrd. bzw. 3,1 Mrd. Euro eindeutig die Netze im Mittelpunkt. Denn dieses Geschäft generiert 45% der Erlöse und 63% des operativen Gewinns. Umsatzstark aber margenschwach erachten wir hingegen die Kundenlösungen, hinter denen sich im Wesentlichen der Vertrieb von Strom an 21,1 Mio. Privat- und Geschäftskunden verbirgt.
Der am Wochenende verkündete „Mega-Deal“ unter den deutschen Stromversorgern hat die Aktienkurse der beteiligten Unternehmen deutlich beflügelt. Für die E.ON-Aktie ging es innerhalb von zwei Handelstagen um 12% nach oben, bevor gestern erste Gewinnmitnahmen einsetzten.
Nachdem die Energieversorger E.ON und RWE bereits in den vergangenen Jahren mit Anteilsverkäufen von sich Reden machten, folgte nun ein neuer Paukenschlag. Beide haben eine Grundsatzvereinbarung getroffen, das Geschäft mit der Elektrizität neu zu ordnen und dabei die erst seit Ende 2016 börsennotierte RWE-Tochter Innogy unter sich aufzuteilen (s. a. PLATOW Brief). Wie sieht Deutschlands neue Stromlandschaft aus und ist die Neupositionierung erfolgversprechend?
Gerade in turbulenten Zeiten wie diesen schauen Anleger gerne darauf, welche Beträge börsennotierte Unternehmen ausschütten. Auch in Deutschland lohnt sich der Blick auf die anlaufende Dividendensaison.
Die Schwächephase in unserem Depot hat ihre Ursache natürlich vornehmlich in der Kombination aus der bewusst gewählten Übergewichtung auf der Long-Seite und der jüngsten Korrektur an den Aktienmärkten. Gleich drei Positionen sind in den vergangenen Tagen ausgestoppt worden.
Die völlig überraschende Gewinnwarnung der Ökostromtochter Innogy (wegen anhaltender Probleme der britischen Tochter Npower) hat heute nicht nur dem Innogy-Chef den Job gekostet, sondern zuvor auch den Kurs von RWE in Mitleidenschaft gezogen. Kein Wunder, da der Mutterkonzern immer noch knapp 77% der Anteile hält.
Vor rd. dreieinhalb Wochen hatte Innogy mit den Q3-Daten die Ziele für 2017 bestätigt. Nun ruderte CEO Peter Terium zurück und senkte die EBIT-Prognose von 2,9 Mrd. auf 2,8 Mrd. Euro.
Knapp über den Erwartungen lagen bei MVV Energie die Zahlen für das Geschäftsjahr 2016/17 (per 30.9.). Während der Umsatz mit rd. 4 Mrd. Euro minimal unter Vorjahr lag, stieg das bereinigte EBIT um 5% auf 224 Mio. Euro. Anleger erhalten nach der HV am 9.3. eine unveränderte Dividende von 0,90 Euro. Vorstandschef Georg Müller bestätigte auf der Bilanz-PK am Dienstag die Strategie des Wachstums mit Hilfe Erneuerbarer Energien.
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