Infineon – Auf Rücksetzer lauern
Wie befürchtet (vgl. PB v. 11.5.) hat bei Infineon die Unterstützung bei ca. 25,50 Euro im Frühsommer nicht gehalten. Auch die guten Hj.-Zahlen konnten den Fall der Aktie bis auf unter 21,00 Euro nicht verhindern.
Wie befürchtet (vgl. PB v. 11.5.) hat bei Infineon die Unterstützung bei ca. 25,50 Euro im Frühsommer nicht gehalten. Auch die guten Hj.-Zahlen konnten den Fall der Aktie bis auf unter 21,00 Euro nicht verhindern.
Trotz guter Nachrichten hat Infineon zum Wochenstart weiter an Boden verloren. Damit wackelt die starke Unterstützung bei ca. 25,50 Euro. In einem normalen Börsenumfeld wäre – wie zuletzt im März – hier mit einer starken Erholung zu rechnen. Schließlich hat der Spezial-Chiphersteller allen Widrigkeiten zum Trotz den Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 (per 30.9.) um 22% gesteigert.
Der derzeit riesige globale Chiphunger wird angetrieben durch den Bedarf an immer schnelleren, komplexeren Rechenleistungen in Megatrends wie dem Internet der Dinge, 5G, Autonomes Fahren und der Energiewende. Chip-Giganten wie Intel nehmen derzeit Milliarden in die Hand, um den Nachfragestau durch Kapazitätsaufbau aufzulösen.
Getrieben von einer aktuell kaum zu sättigenden Nachfrage betreibt der Halbleitersektor gerade einen massiven Kapazitätsaufbau (s. „Unsere Meinung“ auf S. 1). Wir vergleichen die Marktposition und Aussichten von drei Unternehmen.
Ein einziger Blick auf den Chart der Softbank-Aktie (39,51 Euro; JP3436100006) spricht bereits Bände. Innerhalb eines Jahres hat sich das Papier mehr als halbiert, wofür es eine Reihe handfester Gründe gibt.
Die Aktie von K+S hat den langfristigen Widerstand bei ca. 15 Euro endgültig überwunden. Aus charttechnischer Sicht ist der Weg damit frei bis zu dem Bereich um 18,60 / 19,00 Euro. Das hohe Momentum der Aktie spiegelt sich auch in unserem Relative Stärke-Ranking wider. Dort gelang K+S nach Platz vier in der Vorwoche diesmal der Sprung nach ganz oben. Bis auf Infineon (Platz 26) konnten auch alle anderen Depotwerte ihren Platz unter den Top-20 der Rangliste verteidigen. Der Trade auf Pfeiffer Vacuum wird in der kommenden Woche wahrscheinlich trotzdem beendet werden, weil die Aktie Stand jetzt am Montag aus dem TecDAX genommen wird und damit auch nicht mehr Mitglieder des für uns relevanten Sammelindex HDAX sein wird.
An den Aktienmärkten kam es nach der jüngsten Erholung gestern noch mal zu einem empfindlichen Rückschlag. Das hat auch Konsequenzen für die Aktivitäten in unserem Derivate-Depot.
Wie gestern in unserem kostenlosen Vorab-Service (Anmeldung per Mail an derivate@platow.de) bereits avisiert, nehmen wir heute eine Veränderung in unserem Musterdepot von PLATOW Derivate vor. Konkret geht es dabei um die Aktien-Momentum-Strategie.
Erstmals konnte Infineon in einem Gj. (per 30.9.) die Umsatzmarke von 11 Mrd. Euro knacken und damit die Erlöse des Vj. (8,57 Mrd. Euro) um 29% übertreffen. Dabei stieg die für die Münchner wichtige Segment-Ergebnismarge, befeuert von hoher Nachfrage und guten Chip-Preisen, auf 18,7% (Vj.: 13,7%). Und das Beste kommt erst noch: Für das Gj. 2021/22 peilt CEO Reinhard Ploss einen Umsatz von 12,7 Mrd. Euro (+15%) bei einer Segment-Ergebnismarge von rd. 21% an.
Unser Derivate-Depot hat auf Wochensicht ein Minus von 6,2% hinnehmen müssen. Bei der Performance seit Jahresbeginn sind wir damit wieder leicht mit 2,1% ins Minus gerutscht.
Beim Cloud-Computing-Spezialisten Cancom soll es einfach nicht klappen mit dem Einzug in unser Musterdepot. Obwohl die Aktie im Wochenverlauf weiter gestiegen ist und sogar ein neues Allzeithoch markiert hat, reichte der neunte Platz in unserem Relative Stärke-Ranking wie schon in der Vorwoche nicht aus. Dabei sah es gestern lange Zeit sehr gut aus, bis kurz vor Xetra-Schluss die Aktie von Infineon doch noch vorbeizog und Cancom damit den Platz in unserem Portfolio wegschnappte. Am Ende der Top-20 hat Hugo Boss den Rauswurf aus dem Depot durch das Erreichen von Platz 19 zum wiederholten Male so gerade noch verhindern können.
Durch ein Wochenplus von 5,1% ist unser Derivate-Depot bei der Performance des laufenden Jahres wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Aktuell liegen wir hier mit 3,2% im Plus. Seit dem Start unserer Strategie im Januar 2019 konnten wir das Kursplus damit auf 17,1% aufstocken.
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Mitten in der aktuellen Chipkrise eröffnet Infineon ein neues Werk in Österreich. Perfektes Timing, vermelden doch viele Automobilhersteller, dass sie ihre Produktion aufgrund der Chipknappheit teilweise stilllegen müssen. 1,6 Mrd. Euro investierte Infineon in das neue Werk, welches bereits die Produktion aufgenommen hat und zunächst den Bedarf aus der Automobil-, Datacenter- und Solarbranche abdeckt. In vier Jahren soll die maximale Produktionskapazität erreicht sein. Der strategische Vorteil dieser Werkseröffnung ist nicht zu unterschätzen.
Die Infineon-Zahlen zum Q3 (per 30.6.) haben unsere Erwartungen erfüllt. Der Umsatz lag mit 2,722 Mrd. Euro (+1% ggü. Q2) zwar marginal unter den Schätzungen, allerdings sind etwa 200 Mio. bis 300 Mio. Euro an Erlösen durch die Texas-Winterstürme und Corona-Einschränkungen in Malaysia weggefallen.
Die guten Nachrichten aus der Chip-Industrie unterfüttern unsere optimistische Einschätzung für Infineon. In der abgelaufenen Woche sorgten gute Zahlen und ein hoffnungsvoller Ausblick der Branchengrößen ASML und IBM (beide am 21.4.) dafür, dass der deutsche Halbleiter-Spezialist auf Sektor-Rückenwind für die eigenen Geschäfte setzen kann. Die weltweite Knappheit von Chips sorgt eben für hohe Nachfrage und steigende Preise.
Die Nachricht kommt nicht nur für die globale Autoindustrie zur absoluten Unzeit. In einer Fabrik des japanischen Chipherstellers Renesas zerstörte ein Feuer am vergangenen Freitag (19.3.) elf Produktionsmaschinen für 300-mm-Wafer (etwa 2% des Maschinenparks) und machte durch Rauchschwaden 600 Quadratmeter empfindlichen Reinraum unbrauchbar.
Unser Derivate-Depot hat auf Wochensicht 1,1% an Wert eingebüßt. Die Performance seit Jahresbeginn beträgt minus 2,7%. Von dem im Wochenverlauf markierten Tief konnte sich unser Portfolio aber deutlich erholen.
Wie gestern in unserem kostenlosen Vorab-Service (Anmeldung per Mail an derivate@platow.de) bereits avisiert, nehmen wir heute mehrere Veränderungen in unserem Musterdepot von PLATOW Derivate vor.
Unser selbst erstelltes Relative Stärke-Ranking dient als Basis für die Aktien-Momentum-Strategie in unserem Derivate-Depot. Wir zeigen Ihnen an dieser Stelle jede Woche die Top-20 dieser Rangliste. Auf den ersten drei Plätzen gab es diesmal im Vergleich zur Vorwoche keine Veränderungen. Dahinter konnten sich von unseren Depotwerten vor allem K+S und die Lufthansa nach vorne schieben. Nordex und Infineon verloren zwar an Boden, haben ihren Platz in den Top-20 zum Stichtag gestern Abend aber erfolgreich verteidigt. Das gelang HelloFresh nicht, weshalb es heute Morgen gemäß Regelwerk zur Auflösung des Long-Trades kam. Im Tagesverlauf rutschte heute auch Nordex aus den Top-20. Das hat zunächst aber keine Auswirkungen auf unser Depot, da die Zusammensetzung nur einmal die Woche überprüft wird.
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