
Die Börse glaubt ans Sondervermögen, der Staat hinkt noch nach
Das neue Infrastruktur-Zukunftsgesetz soll die Investitionsbremse lösen. Während die Bauwirtschaft noch auf das große Geld wartet, hat die Börse ihre Wette längst platziert.
„Erfolgreiches Investieren besteht darin, die Erwartungen anderer zu antizipieren.“

Das neue Infrastruktur-Zukunftsgesetz soll die Investitionsbremse lösen. Während die Bauwirtschaft noch auf das große Geld wartet, hat die Börse ihre Wette längst platziert.
Gerresheimer streicht Dividende +++ Mærsk hebt Gewinnprognose an +++ Comcast spaltet Filmgeschäft ab +++ Bafin klopft bei Zalando an
Der Essener Chemiekonzern hat seine Forschungseinheit erstmals auf ein konkretes Umsatzziel verpflichtet. Derweil gibt das operative Kerngeschäft Quartal für Quartal nach.
2025 gehörten nicht nur Autobauer, sondern auch Chemieunternehmen zu den großen Verlierern an der Börse. Das Schlimmste scheint inzwischen ausgestanden, doch strukturelle Belastungen bleiben hoch. Selektion wird damit wichtiger.

Wir wollen weiterhin bei Krones aufstocken +++ Spekulationen kurbeln Puma-Aktie an +++ Wacker Chemie senkt die Kosten +++ Jenoptik muss sich neuen Vorstandschef suchen +++ Procredit profitiert von Ukraine-Hoffnung

Nachkauflimit für Krones verlängert +++ Patenturteil-Urteil beeinträchtigt Merck-Aktie nur kurz +++ Deutsche Bank übertrifft erneut Erwartungen

Auf dem Kapitalmarkttag hat Evonik die Mittelfristziele bis 2027 vorgestellt. Aus unserer Sicht sind diese zwar ambitioniert, aber machbar. Warum die Pläne am Börsenparkett keine Euphorie auslösten.
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Jetzt anmeldenDonald Trumps Zoll-Chaos droht die Weltwirtschaft erneut in eine Krise zu stürzen. Mittendrin: der angeschlagene deutsche Chemie-Sektor. Mit dem Koalitionspapier von CDU und SPD keimt in der Branche nun etwas Hoffnung auf.
Mit unseren Kurznachrichten bieten wir wöchentlich kompakte Updates zu einer Handvoll ausgewählter Aktien für den perfekten Überblick – prägnant, informativ und auf den Punkt.
Der Chemieriese DuPont de Nemours will sich in drei Teile aufspalten, Unilever plant die Abtrennung seines Eiscreme-Geschäfts und Liberty Global verselbstständigt die Telekom-Sparte Sunrise.
Avanza enttäuscht mit dem Q2. Evonik hebt und Cliq senkt den Prognose-Daumen. Morphosys – Das Ende ist nahe.

Nach einem besser als erwarteten 1. Hj. werden weite Teile des Chemiesektors wieder optimistischer. Dieser zyklische Sektor bietet damit wieder selektive Einstiegsmöglichkeiten.
Nachdem Lanxess am Montag (6.11.) mit einer erneuten Gewinnwarnung überraschte (s. Ticker), können Evonik-Aktionäre nach den Q3-Zahlen vom Dienstag (7.11.) tief durchatmen. Zwar lässt auch bei den Essenern die Nachfrage zu wünschen übrig, aber neben Schatten gibt es dort auch kleine Lichtblicke.
Die Krise beim Spezialchemiekonzern Evonik könnte sich nicht nur wegen der anhaltend schwachen Nachfrage fortsetzen.
Mit Sartorius und SAP (siehe Beiträge in dieser Ausgabe) hat die Berichtssaison zum Q2 am Freitag (21.7.) Fahrt aufgenommen. Beide reihen sich ein in die länger werdende Liste von Unternehmen, die zum Halbjahr pessimistischer geworden sind.
Es war keine leichte Woche für die Chemie: Gleich zwei Gewinnwarnungen, Evonik am Montag (10.7.) und BASF am Mittwoch (12.7.; vgl. PB v. 20.4.), flogen über die Ticker. Aufgrund von Lagerabbau schwächelt bei Evonik die Nachfrage.
Passend zu den Sommertemperaturen läuft die Börse dieser Tage heiß. In den USA haben die Juni-Inflationsdaten sowie die besser als erwarteten Erzeugerpreise (+0,1% ggü. Mai; Konsens: +0,2%) die Rally in dieser Woche noch einmal angetrieben. Und dass, obwohl die Konjunktur auf wackeligen Beinen steht.
Wegen wechselhafter Nachrichten ging es bei Evonik zuletzt rauf und runter. Investoren und Analysten müssen sich erst noch an die neue Finanzvorständin Maike Schuh gewöhnen.
Die Geschäfte des Spezialchemiekonzerns Evonik entwickelten sich gerade zum Ende des Jahres besonders schwierig. So wiesen die Essener für das Q4 einen um deutliche 58% geschrumpften Nettogewinn aus. Damit und mit einem Jahresumsatz von rd. 18,5 Mrd. (Ziel: 18,5 Mrd.) Euro und einem ber. EBITDA von 2,5 Mrd. (Ziel: 2,5 Mrd. bis 2,6 Mrd.) Euro erreichte das Unternehmen nur knapp die Jahresziele.
Der Q3-Bericht von Evonik am Dienstag (8.11.) ist beispielhaft für das schwierige wirtschaftliche Umfeld vieler Unternehmen. Die angespannte Lage für das energieintensive Geschäft meisterte der Spezialchemiker dennoch ordentlich: Der Umsatz kletterte dank Preisanpassungen mit 26,0% auf rd. 4,9 Mrd. Euro deutlich stärker, als es im Konsens mit 4,4 Mrd. Euro erwartet wurde.
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