Paketboom treibt Deutsche Post
Wie jedes Jahr nimmt besonders zu Weihnachten das Paketaufkommen Extreme an.
„Wenn ein Unternehmen gut läuft, wird die Aktie letztendlich folgen.“
Wie jedes Jahr nimmt besonders zu Weihnachten das Paketaufkommen Extreme an.
„
Wenn Politiker über die Regierungsbildung verhandeln, werden gerne einmal heilige Kühe aufs Eis gezerrt. Das geschieht derzeit auch in Berlin. Um den Breitbandausbau mit dem gewünschten zweistelligen Milliardenbetrag voranzutreiben, könnte der Bund ja z. B. seinen milliardenschweren Anteil an der Deutschen Telekom verkaufen, schlägt Christian Lindner (FDP) bei den Sondierungsgesprächen vor. In der Praxis gibt es da einige Schwierigkeiten, aber ein Blick auf die drei DAX-Unternehmen mit Staatsanteilen lohnt sich allemal.
„
„
Aktionäre der Deutschen Post haben in letzter Zeit sehr viel Freude an ihrem Anteilschein. Die Aktie (36,13 Euro; DE0005552004) markiert ein Allzeithoch nach dem anderen.
„
„
Unser Depotwert Deutsche Post setzt nach einem vergleichsweise schwachen Jahresstart (Q1-EBIT +1,4%) mit einem operativen Ergebnisplus im Q2 von ordentlichen 11,8% auf 841 Mio. Euro den Wachstumskurs fort (s. PLATOW Brief).
„
Trotz eines geringen EBIT-Zuwachses von 1,4% auf 885 Mio. Euro in Q1 sind die Rahmenbedingungen für die Deutsche Post-Aktie (33,44 Euro; DE0005552004) weiterhin gut. Denn der Online-Handel vieler Unternehmen wächst unverändert rasant. So wurden die Bonner nicht grundlos für die Lieferung frischer Lebensmittel Vertragspartner des Onlinehändlers Amazon.
„
Trotz einer überraschend guten Umsatzentwicklung gelang es der Deutschen Post im ersten Quartal nicht, dies auch in Gewinne zu transferieren.
„
Viele deutsche Unternehmen stehen dem Brexit kritisch gegenüber. Andere Töne schlug der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post (31,53 Euro; DE0005552004) am Mittwoch an:
Rekordzahlen haben an der Börse eine kurze Halbwertszeit. Der Blick der Aktionäre richtet sich umgehend nach vorne, allein über die mögliche Anhebung der Dividende wirken die Bestwerte nach. Dieser Argumentation folgend, hätten die Anteilseigner der Deutschen Post am Mittwoch eigentlich feiern sollen. Der gelbe Riese prognostizierte für 2017 einen EBIT-Anstieg um 7,5% auf 3,75 Mrd. Euro, bis 2020 sollen im Schnitt 8% pro Jahr hinzukommen.
In der vergangenen Ausgabe haben wir Ihnen erläutert, warum 2017 ein Jahr der Value-Aktien werden dürfte. Zu diesen Titeln zählen wir auch die vermeintlich langweilige Deutsche Post. Der Titel (31,12 Euro; DE0005552004) ist traditionell nicht zu hoch bewertet. Trotz des anhaltenden Kursanstiegs schätzen wir das 2017er-KGV nur auf knapp 14. Dazu gesellt sich eine attraktive Dividendenrendite von 3,2%.
Kurz vor Weihnachten herrscht bei der Deutschen Post Hochbetrieb. Schließlich liefert DHL in Deutschland noch immer fast jedes zweite verschickte Paket aus. 2015 waren das bereits 2,3 Mrd. Stück. Da diese Zahl angesichts des Onlinehandels bis 2025 auf 5 Mrd. Stück steigen könnte – so sieht es zumindest die Unternehmensberatung McKisney voraus –, investiert der Logistikriese in die Infrastruktur.
E-Commerce ist für Logistiker wie die Deutsche Post das Maß aller Dinge. Deshalb veranstaltet die neue Finanzchefin Melanie Kreis an diesem Freitag in London extra einen Workshop zum Thema. In Großbritannien wittert der gelbe Riese großes Potenzial. Ende September gab das DAX-Mitglied den Kauf des Postdienstleisters UK Mail bekannt.
Auch wenn die Deutsche Post ihren Ausflug ins Fernbusgeschäft nach nicht einmal drei Jahren beendet, läuft es für den Logistikriesen rund. Trotz eines Umsatzrückgangs um 3,5% steigerten die Bonner ihr EBIT um 40% auf 752 Mio. Euro. Besonders im Brief- und Paketgeschäft liefert das DAX-Mitglied, was zum einen an der Erhöhung des Portos, zum anderen aber am florierenden Onlinehandel liegt.
„
Der Beginn des traditionell schwächeren Sommerhalbjahres (siehe „Unsere Meinung““ in der vergangenen Ausgabe), wirkt sich auch auf die Aktie der Deutschen Post aus. Dabei läuft es beim Logistikriesen eigentlich wunschgemäß, erst recht, nachdem der DAX-Konzern im März ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 1 Mrd. Euro angekündigt hat.
„
Weil der Onlinehandel boomt, werden immer mehr Pakete verschickt. Die größte Schwachstelle im System ist allerdings der Kunde selbst, der gerade dann nicht zuhause ist, wenn der Bote klingelt. Während die Paketzusteller mit neuen Liefersystemen experimentieren, droht sie Handelsgigant Amazon links zu überholen. Die US-Amerikaner wollen in Deutschland offenbar eigene Lieferstrukturen aufbauen und testen in einem Verteilzentrum nahe München den schnellen unabhängigen Versand. Auch eigene Packstationen sind im Gespräch.
Zum Monatsanfang hat die Deutsche Post die Preise für Stückguttransporte auf Europas Straßen um durchschnittlich 6% angehoben. Die enormen Schwankungen bei Kraftstoffpreisen und verfügbaren Kapazitäten hätten den Druck auf die Kosten verstärkt, argumentierte das Unternehmen.
Auch wenn der Streik der Briefzusteller für die Deutsche Post im Ergebnis erstaunlich glimpflich ausging, spürt der DAX-Konzern die unmittelbaren Folgen des Ausstands. Im betroffenen Geschäftsbereich habe der Streik das EBIT um 100 Mio. Euro gedrückt, meldete der gelbe Riese.
Die chinesischen Online-Einzelhändler nehmen zunehmend auch internationale Märkte ins Visier. Dies ist verständlich, da sie viele Konsumprodukte, die im Reich der Mitte hergestellt werden, günstiger als amerikanische oder europäische Firmen anbieten können. Eine Gesellschaft die sich auf diesen Bereich des E-Commerce spezialisiert hat, ist die Pekinger Firma LightInTheBox. Insgesamt verfügt das Management über gute Beziehungen zu vielen Produzenten und kann dementsprechend interessante Konditionen für die Endverbraucher in den Industriestaaten anbieten.
Im Tarifstreit bei der Deutschen Post stehen sich die Konfliktparteien anscheinend unversöhnlich gegenüber. Auf der einen Seite der ehemalige Staatsbetrieb, der in erster Linie den Aktionären verpflichtet ist und an dem Bund und Länder über die KfW noch immer zu 21% beteiligt sind. Auf der anderen Seite die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, die das Lohnniveau ihrer Mitglieder in Gefahr sieht.
2015 ist für die Deutsche Post ein Jahr der Jubiläen. Vor einem Vierteljahrhundert wurde das Unternehmen eigenständig, vor 20 Jahren privatisiert und vor 15 Jahren ging der Konzern an die Börse. Während sich der Logistikkonzern in einer Chronik in Buchform feiert, stimmt eine Woche vor Bekanntgabe des Geschäftsberichts 2014 auch die Laune unter den Aktionären. Der Anteilschein erklomm nach seinem Durchhänger im Herbst schnell wieder neue Allzeithochs.
„
Droht die Krise unterm Weihnachtsbaum? Nach einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfer EY (früher Ernst & Young) wollen die Deutschen ihre Ausgaben für Geschenke in diesem Jahr von durchschnittlich 273 auf 219 Euro drosseln. Offenbar vergeht den Menschen angesichts der Konjunkturprognosen die Lust am Shoppen – und das wirkt sich auch auf die Großzügigkeit zum Fest der Geschenke aus. Gerade der Marktanteil der Onlinehändler an den Weihnachtseinkäufen dürfte laut EY deutlich sinken, was die Paketzusteller nicht gerade freuen wird. Denn die verdienen im besten Fall doppelt: Einmal, wenn der Kunde das Paket zu sich schicken lässt und ein zweites Mal, wenn es an den Beschenkten weitergereicht wird.
„
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen