Preiskampf der Ölmächte
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Im Januar 2017 trat die Erdöl-Fördergrenze der Opec und Russlands in Kraft.
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„Der Preis ist das, was du bezahlst. Der Wert ist das, was du erhältst.“
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Im Januar 2017 trat die Erdöl-Fördergrenze der Opec und Russlands in Kraft.
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Zum Ende der närrischen Jahreszeit häuften sich Meldungen, die für Aktionäre europäischer Titel gar nicht so lustig waren:
Die Allianz hat trotz eines schwachen Q4 und hoher Versicherungsschäden gute Ergebnisse für das Gj. 2017 vorgelegt. Das operative Ergebnis fiel mit 11,1 Mrd. Euro wie zuletzt avisiert „im oberen Bereich“ der Spanne von 10,3 Mrd. bis 11,3 Mrd. Euro aus.
Im vergangenen Quartal sorgte der chinesische Online-Händler Vipshop (13,90 Euro; A1JVJQ; US92763W1036) für Aufsehen. Ihm gelang es, mächtige Verbündete im umkämpften E-Commerce-Markt im Reich der Mitte zu gewinnen. Mit Tencent und JD, steigen gleich zwei chinesischen Internetkonzerne und Musterdepotwerte für üppige 863 Mio. US-Dollar bei Vipshop Holdings ein. Von der jungen Kooperation erhofft sich Vipshop eine gestärkte Marktstellung sowie eine breitere Präsenz und Bekanntheit. Erste Früchte kann CEO Eric Ya Shen schon ernten.
Gerade in turbulenten Zeiten wie diesen schauen Anleger gerne darauf, welche Beträge börsennotierte Unternehmen ausschütten. Auch in Deutschland lohnt sich der Blick auf die anlaufende Dividendensaison.
In den vergangenen Monaten hatte die Baidu-Aktie (214,00 Euro; A0F5DE; US0567521085) den Anlegern auf dem Kurszettel nicht viel zu bieten. Seit Erreichen des Allzeithochs bei rd. 235 Euro im Oktober 2017 konsolidiert das Papier auf hohem Niveau. Derzeit kostet Baidu an der Frankfurter Börse 207 Euro. Zeitweise waren es aber sogar weniger als 200 Euro.
Der südamerikanische Ölmulti Petrobras konnte noch Ende 2017 einen wichtigen Rechtsstreit beilegen. Mit der Zahlung von stolzen 2,95 Mrd. US-Dollar wurde eine Einigung mit amerikanischen Anlegern erzielt. Diese klagten auf Grund finanzieller Verluste, die im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre bei Petrobras entstanden sein sollen. Dies ist jedoch nur ein Teilerfolg, denn offen bleiben die Klagen jener Anleger, die Konzern-Papiere außerhalb der USA kauften.
Bei PNE Wind laufen die Geschäfte aktuell rund. Mit der Veräußerung weiterer Windparkprojekte erwarten die Cuxhavener nun, das obere Ende ihrer 2017er EBIT-Guidance von 17 Mio. bis 23 Mio. Euro zu erreichen.
In Finanzkreisen gehört Bitcoin-Bashing derzeit zum guten Ton. Besonders die Wall Street tritt der Kryptowährung entschieden entgegen. Berater von Merrill Lynch wurden nun angewiesen, keine Bitcoin-Fonds mehr zu handeln.
In den USA spekulierten Analysten jahrelang darauf, ob Navistar International eventuell Gläubigerschutz beantragen muss. Denn ein inzwischen abgelöstes Management des Herstellers von Lastkraftwagen, Schulbussen und militärischen Geländefahrzeugen hatte mit einem fehlgeschlagenen Projekt Milliarden von US-Dollar in den Sand gesetzt.
Der angeschlagene Smartphone-Zulieferer Japan Display verhandelt einem Zeitungsbericht zufolge mit drei chinesischen Firmen über eine Investition in Höhe von umgerechnet mehr als 1,5 Mrd. Euro. Bis März soll eine Vereinbarung abgeschlossen werden. Die Japaner leiden unter dem Umstieg der Smartphone-Hersteller auf neuere OLED-Displays und erwirtschaftet seit Jahren Verluste.
Helfen könnte dem Unternehmen auch eine von Sharp geschmiedete neue Japan-Allianz (s. Seite 1). Insgesamt dürften die neuen Nachrichten der Aktie (1,72 Euro; A1XEEQ; JP3389660006) langfristig wieder auf die Beine helfen. Wir bleiben bei unserer Einstiegsempfehlung für Risikofreudige bis 1,80 Euro. Stopp: 1,41 Euro.
Der chinesische Online-Händler Vipshop (10,31 Euro; A1JVJQ; US92763W1036) hatte kein gutes Börsenjahr. Wiederholt konnte das Umsatz- und Kundenwachstum die Enttäuschung der Anleger über die maue operative Entwicklung nicht wettmachen. Dennoch hielten wir Vipshop zuletzt für einen attraktiven Wert mit Potenzial. Nicht zuletzt, da der Margenrückgang im operativen Geschäft (in Q3) hauptsächlich auf überproportional gestiegenen Kosten für die Auftragsentwicklung, also die Nachfrage, zurückging (s. PEM v. 30.11.).
Der Markt für Displays entwickelt sich rasant. HD ist längst veraltet, 4K-Auflösungen (Ultra HD) sind aktuell die Mindestanforderung. Längst gibt es mit 8K aber die doppelte Pixel-Stärke und auch die auf organischen Leuchtdioden basierende OLED-Technologie kommt verstärkt auf. Letztere nutzt Apple für das iPhone X. Auch Samsung und LG bieten bereits OLED-Displays an. Damit die regionale Konkurrenz aus Südkorea nicht enteilt, schmiedet Sharp nun eine Allianz mit Japan Display.
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„Der Bericht über meinen Tod wurde stark übertrieben“, schrieb Mark Twain 1897 im New York Journal. Das gleiche könnten Beobachter heute mit Blick auf die Diskussion über die Inflation konstatieren.
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Besser hätte der Einstiegszeitpunkt von unserer vergangenen Toyota-Aktienempfehlung kaum gewählt werden können (s. PLATOW v. 10.8.). Ende 2016 hat das Papier (54,78 Euro, 853510; JP3633400001) an der Frankfurter Börse bei Kursen um 58 Euro den Rückwärtsgang eingelegt und erst im Sommer dieses Jahres den Tiefpunkt bei etwa 46 Euro erreicht.
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Im Oktober 2017 war es endlich geschafft: Der DAX-Kurs-index erreichte ein neues Allzeithoch. Damit ließ der nicht durch Dividenden aufgehübschte, aber im Vergleich zum populären Performance-DAX ungleich weniger bekannte Aktienindex seine Verlaufshochs vom April 2015 und März 2000 zum guten Schluss doch noch hinter sich. Salopp formuliert: Das Paket der 30 wichtigsten deutschen AGs ist also siebzehneinhalb Jahre nach dem Millenniumshoch im Wert immerhin etwas gestiegen.
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Unser Depot-Wert JD.com (33,85 Euro; A112ST; US47215P1066) hatte zuletzt einen kleinen Durchhänger. Ende September rutschte das Papier im Zuge der allgemeinen Marktschwäche auf den niedrigsten Stand seit Anfang Mai ab. Glücklicherweise blieb das Verkaufssignal ohne Konsequenzen. Bereits bei 32 Euro – hier verläuft die 200-Tage-Linie – stoppte der Abverkauf. Inzwischen hat sich die Aktie sogar wieder etwas erholt. Die technischen Vorzeichen bleiben damit weiter vielversprechend. Auch fundamental läuft es rund, wie die Zahlen zum zweiten Quartal zeigen (s. PEM v. 31.8.). Höhere Kosten für Fulfillment, Marketing, Technik und Content sowie allgemeine Verwaltung haben dem Online-Händler zwar einen ordentlichen Verlust eingebrockt. Der Umsatz zog jedoch um 43% auf umgerechnet 13,7 Mrd. US-Dollar an. Um das Wachstumstempo hoch zu halten, setzt JD.com weiter auf Expansion.
Bei KPS macht Firmenmitgründer Dietmar Müller nach seinem altersbedingten Ausscheiden aus dem Münchner IT-Beratungsunternehmen Kasse. Müller veräußert seit der Wochenmitte über die Quirin Privatbank einen Teil seines 20%-igen Aktienpakets an dem Strategie- und Prozessberater, der vor allem im digitalen Kundenmanagement und e-Commerce tätig ist.
Im Norden der Bundesrepublik haben die Menschen in den vergangenen Jahren bereits Erfahrungen mit dem US-Finanzinvestor Apollo Global Management gemacht. 2013 investierten die New Yorker in die Bremer Kreditbank, im Juni kauften sie für 300 Mio. Euro den Anteil der Allianz an der traditionsreichen Oldenburgischen Landesbank (OLB).
Das weltweite Geldvermögen stieg 2016 lt. einer Allianz-Studie um 7% auf knapp 170 Billionen Euro. Der Löwenanteil dieses Wachstums geht aufs Konto der Chinesen. Die meisten Aufsteiger des weltweiten Vermögens-Rankings sind ebenfalls Chinesen.
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