Damit hatten nur die wenigsten Analysten im Vorfeld gerechnet. Die Samsung-Aktie sprang zwischenzeitlich um 3,3% auf den Jahreshöchststand. Grund für die starken vorläufigen Zahlen, die Ende Juli bestätigt werden sollen, sind die Smartphone-Flaggschiffe Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge. Etwa 16 Mio. Exemplare sollen Schätzungen zufolge bisher verkauft worden sein. Die gleichzeitig schrumpfenden Verkäufe der Konkurrenz von Apple, Huawei oder LG ermöglichen es dem Konzern zudem, die Marketingausgaben runterzuschrauben. Dass Samsung die Wende im Handy-Geschäft geschafft haben könnte, liegt aber auch am Won. Die Währung war von April bis Juni niedriger bewertet als im Jahr zuvor. Da jedoch nicht alle Konzernbereiche so gut liefen, blieb der Umsatz mit etwa
50 Billionen Won auf dem Niveau des zweiten Quartals 2015 und hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Damit auch das nächste High-End-Smartphone von Samsung, das Galaxy S8, reißenden Absatz findet, haben sich die Koreaner etwas einfallen lassen. Die bisherige Status-LED auf der Vorderseite der Handys wird abgeschafft. Stattdessen soll mit der „Smart Glow“-Funktion ein leuchtender Ring, der auf der Rückseite rund um die Kamera angebracht ist, den Nutzer über Ereignisse benachrichtigen. Doch damit nicht genug: Er unterstützt mittels Gesichtserkennung bei der Aufnahme von Selfies mit der rückseitigen Kamera und warnt, wenn der Akku unter einen bestimmten Stand fällt.