USA oder Europa? Falsche Diskussion
Derzeit raten viele Experten wieder dazu, bei Aktien verstärkt nach Europa zu schauen.
„Märkte können länger irrational bleiben, als Sie liquide bleiben können.“
Derzeit raten viele Experten wieder dazu, bei Aktien verstärkt nach Europa zu schauen.
Die US-Berichtssaison nimmt in dieser Woche kräftig Fahrt auf. Ein Drittel der S&P 500-Unternehmen legt Q1-Zahlen vor. Besonders die „Glorreichen Sieben“ stehen dabei im Mittelpunkt.
Die Aktienmärkte kennen derzeit nur einen Weg: den nach oben. Nachdem sich die Inflation zuletzt deutlich abgeschwächt hatte, nährten zunächst Zinssenkungsfantasien die aktuelle Hausse. Für weiteren Zündstoff sorgt das Trendthema Künstliche Intelligenz. Profiteur sind in beiden Fällen vor allem Tech-Unternehmen. In diesem Kapitel unterziehen wir daher den Sektor einer tiefgreifenden Analyse und stellen fünf Aktien vor, die von dem strukturellen Trend profitieren.
Zuletzt war der S&P 500 ein Paradies für Anleger. Vor allem wegen der hohen Gewichtung der „Glorreichen Sieben“ kletterte der US-Leitindex in den vergangenen zwölf Monaten um 21%.
Mit der Ankündigung, erstmals in der 20-jährigen Unternehmensgeschichte eine Dividende auszuschütten, sorgte Meta am Donnerstag (1.2.) für einen Paukenschlag.
Finanzstaatssekretär Florian Toncar fordert die EZB dazu auf, klar zu benennen, welches Ziel sie mit dem digitalen Euro verfolgt. „Es muss klar sein, was der Zweck ist,“ sagte er im PLATOW-Interview. Auf keinen Fall dürfe etwas eingeführt werden, was am Markt nicht angenommen werde, nur weil bereits viele Ressourcen hineingeflossen seien. „Der digitale Euro darf nicht zu einer Art digitalem Berliner Flughafen werden, also einem Projekt, das sich immer weiter verzögert, und immer teurer wird und dann nur noch nur noch weiter gemacht wird, weil der Abbruch noch teurer wäre.“
In dieser Woche geht es richtig rund. Mit der Notenbanksitzung der Fed und dem US-Arbeitsmarktbericht gibt es wichtige Makro-News, gleichzeitig nimmt die Berichtssaison Fahrt auf.
In den USA nimmt die Berichtsaison bereits Fahrt auf. Traditionell machen die großen Banken dabei den Anfang: JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo legten bereits am Freitag (13.10.) gute Zahlen vor, BofA und Goldman Sachs folgten am heutigen Dienstag.
Der erfolgreiche Börsengang des britischen Chip-Designers Arm (+25% am ersten Handelstag an der Nasdaq) hat die Aufmerksamkeit wieder einmal auf den boomenden US-Markt gelenkt. Auf lange Sicht, so die weit verbreitete Überzeugung, führt für Anleger an New York kein Weg vorbei.
Mit dem Begriff „Inversion“ lassen sich die Kursverläufe deutscher und US-Leitindizes in diesem Jahr im Vergleich zu 2022 treffend beschreiben. So verlor der S&P 500 2022 inkl. Dividenden 18% an Wert, in diesem Jahr liegt das Plus bei 19%.
Am Freitag (16.6.) markierte der DAX ein neues Allzeithoch bei 16 427,42 Punkte. Die Rally geht nach den Zinsentscheidungen von Fed und EZB also weiter und hat inzwischen dazu geführt, dass der S&P 500 in der Vorwoche nach 248 Tagen zurück im Bullen-Territorium ist. Damit beendete der US-Index die historisch zweitlängste Durststrecke und hat seit seinem Oktobertief mehr als 20% zugelegt.
Kurz vor der Präsentation der lang ersehnten Datenbrille, der Vision Pro, durch Apple-CEO Tim Cook am Montag (5.6.), erreichte die Aktie zeitweise ein neues Allzeithoch von 184,94 US-Dollar.
Der Hype um künstliche Intelligenz ist in vollem Gange. Google hat am Mittwoch (10.5.) angekündigt, KI in seine Suchmaschine zu integrieren. Das Buzzword „Generative AI“ tritt nach „Metaverse“ in die Arena und könnte das Wort des Jahres werden. Oder doch eher ein Unwort?
Zugegeben, für Schwellenländer-Aktien lief es 2023 bisher eher durchwachsen. Nach einem fulminanten Start getrieben durch die Öffnungspolitik in China, setzte das erste Bankenbeben in den USA dem Ganzen ein jähes Ende. YTD fällt der MSCI EM (-1,8%) deutlich hinter DAX (+12%), MDAX (+7,5%) oder S&P 500 (+6,4%) zurück. Dass die Emerging Marktes jetzt aber zum Überholmanöver ansetzen, dafür sprechen einige Faktoren.
Aktienrückkäufe waren nach der Finanzkrise 2008 lange Zeit aus der Mode gekommen. Zu sehr im Gedächtnis blieb das Beispiel von Lehman Brothers. Die US-Bank kaufte 2007 und im 1. Hj. 2008 eigene Aktien im Volumen von rd. 4 Mrd. US-Dollar zurück, ehe die Krise um überteuerte Immobilienkredite das 160 Jahre alte Bankhaus in den Bankrott trieb.
Es ist leicht, sich am Markt von Angst und Euphorie treiben zu lassen. Fallen die Kurse, fokussiert sich auch die Berichterstattung ausschließlich auf die Risiken im Markt. Wenn die Kurse hingegen nur den Weg nach oben kennen, finden die pessimistischen Stimmen kaum Gehör. Einen Wendepunkt erreicht der Markt oftmals, wenn ein gewisses Maß an Konsens erreicht ist. Wenn also jeder Marktkommentator sich einig zu sein scheint, dass die Kurse nur noch in die bisherige Richtung weiterlaufen werden.
Dass in wirtschaftlichen Abschwüngen als erstes beim Marketing gespart wird, bekommen Aktien von werbungsabhängigen Tech-Unternehmen wie Meta (YTD: -65%) oder Alphabet (-35%) derzeit zu spüren. Deutschlands führender Werbevermarkter Ströer (Marktanteil Außenwerbung: 60%) überraschte jedoch mit robusten Neunmonatszahlen: Umsatz (organisch: +13,5%) und adj. EBITDA (+11%) konnten zulegen. Das Out-of-Home-Geschäft (Umsatzanteil: 43%; Marge: 45,4%) wuchs dabei um 22%, digitale Außenwerbung (Umsatzanteil: 42%; Marge: 21,7%) um 30%, was den Expansionskurs der vergangenen zehn Jahre fortsetzt.
Ähnlich wie sein US-Konkurrent Alphabet setzt auch der chinesische Internetriese Baidu auf eine zunehmende Diversifizierung seines Kerngeschäfts. Die verschiedenen Geschäftsbereiche sind in Baidu Core und iQiyi unterteilt.
Dass Russland Anfang der Woche nach Facebook und Twitter auch noch Instagram blockierte, weil die Muttergesellschaft Meta Platforms Aufrufe zur Gewalt gegen die russischen Invasionstruppen in der Ukraine nicht mehr löscht, wird Mark Zuckerberg verkraften. Schwerer wiegt für den Gründer und Vorstandschef des sozialen Netzwerkes, dass die Nasdaq-Aktie (190,17 US-Dollar; US30303M1027) seit Jahresbeginn fast 45% an Wert eingebüßt hat – Zuckerberg besitzt etwa 13% der Anteile.
Kurscrash bei Meta!
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