Versorger

Deutsche Aktien

Gegenwind für Energiekontor

Das vergangene Gj. verlief bei Energiekontor zwar erwartungsgemäß, damit aber auch nur mittelmäßig. Beim Projektentwickler von Wind- und Solarparks belasteten preisdrückende Ausschreibungsverfahren für Onshore-Windanlagen sowie Projektverschiebungen. Vorstandschef Peter Szabo sieht daher 2018 seit längerem nur als Übergangsjahr an. Der Vorsteuergewinn (EBT) dürfte entsprechend die Vorjahreshöhe von 16,7 Mio. Euro nicht erreichen. 

Deutsche Aktien

7C Solarparken leuchtet hell

Es ist ein passendes Bild, dass ausgerechnet ein Solarkraftwerk-Betreiber Licht in diese äußerst dunklen vorweihnachtlichen Börsentage bringt. Denn während zahlreiche Konzerne Gewinnwarnungen aussprechen, hat 7C Solarparken die Prognose erhöht. Die Zunahme an installierten Kapazitäten sowie eine Rekordeinstrahlung in Deutschland ließen die Stromproduktion der Bayreuther in den ersten neun Monaten um 38% steigen. Zusammen mit positiven Einmaleffekten kletterte das EBITDA auf 31,7 Mio. Euro und knackte damit vorzeitig das Jahresziel von mindestens 31 Mio. Euro. CEO Steven de Proost passte den Ausblick daher auf 33 Mio. Euro an.

Europäische Aktien

Verbund leidet unter Sommerhitze

Schon seit Dezember 1978 verbietet in Österreich ein Atomsperrgesetz die Nutzung von Kernenergie. Kein Wunder also, dass die Versorger der Alpenrepublik bei der Energieerzeugung vor allem auf die Wasserkraft setzen. Dies gilt insbesondere für Verbund, den Marktführer des Landes, der als Spezialist für die Hydrokraft gilt. Wenn dann reichlich Wasser im Inn und seinen Zuflüssen fließt, sprudeln die Gewinne der Gesellschaft. So sah es auch im Sommer noch vor der Vorlage ordentlicher Hj.-Zahlen aus. Denn Vorstandschef Wolfgang Anzengruber erhöhte die EBITDA-Jahresprognose für das Gesamtjahr von 870 Mio. auf 950 Mio. Euro. Als Begründung nannte das Management eine überdurchschnittliche Wasserführung im Q2, aber auch höhere Absatzpreise. Anfang November musste Verbund aber zurückrudern: Denn das Q3 war im Zuge des sehr heißen und trockenen Sommers von historisch niedrigen Pegelständen der Flüsse belastet. Deshalb revidierte der Konzern seine Jahresprognose wieder nach unten auf ein EBITDA von rd. 870 Mio. Euro. Die Wasserführung lag dabei um 26% unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Monate Juli bis September zählten zu den trockensten seit Beginn statistischer Aufzeichnungen.

Deutsche Aktien

E.ON leidet unter Innogy

Innogy bereitet E.ON noch vor der geplanten kompletten Neuaufteilung Sorgen. Die Gespräche über ein Gemeinschaftsunternehmen der Innogy-Tochter Npower mit der britischen SSE auf dem preislich stark regulierten Strommarkt Großbritanniens sind jetzt gescheitert.

Deutsche Aktien

Versorger – Solide Beimischungen fürs Depot

Deutschlands Versorger bereiten sich weiterhin auf die Fokussierung ihrer Geschäfte vor. E.ON hält mittlerweile gut 86% an der RWE-Tochter Innogy, der Umbau ist damit auf gutem Weg. Operativ bestätigen die Ergebnisse per Ende September unsere bisherigen Einschätzungen zum Sektor.
Wie schon zum Halbjahr überzeugt E.ON auch nach neun Monaten mit guten Zahlen. Das ber. EBITDA stieg um 11% auf 2,35 Mrd. Euro, getragen v. a. vom stabilen Netzgeschäft.

Deutsche Aktien

RWE – Imageschaden belastet

unkohletagebau Hambach, nachdem das Oberverwaltungsgericht Münster am Freitag (5.10.) einen vorläufigen Rodungsstopp für den Hambacher Forst erlassen hat. Dort sollen 2019 bis 2021 jährlich 10 bis 15 Mio. Tonnen weniger Braunkohle gefördert werden, mithin ein Viertel bis ein Drittel weniger als die ursprünglich geplanten 40 Mio. Tonnen. Wegen des reduzierten Abbaus wird die Stromproduktion in den Kraftwerken Neurath und Niederaußen um 9 bis 13 Terrawattstunden pro Jahr sinken. 2017 kamen von dort 202 Terrawattstunden Strom, davon gut 74 aus Braunkohle.

Deutsche Aktien

Encavis – Der Ausbruch kommt

Zu Jahresbeginn hat sich Capital Stage in Encavis umbenannt. Der neue Name soll die Säulen des Unternehmens, Energie, Capital und Vision, symbolisieren. Am Verlauf des Aktienkurses hat sich indes wenig geändert.

Deutsche Aktien

Energieversorger – Wer ist der Schönste im Land?

Der deutsche Energiemarkt ist kräftig in Bewegung geraten. Erst spalteten E.ON und RWE Teile ihres Geschäfts ab. Inzwischen hat E.ON seinen Restanteil an der Kraftwerkstochter Uniper an die finnische Fortum veräußert und mit RWE vereinbart, das Geschäft mit dem Netz und der Energieerzeugung in Deutschland untereinander neu zu ordnen. Als Ergebnis wird Innogy zwischen beiden aufgeteilt. Wer von den drei verbleibenden Playern hat jetzt das beste Konzept, um in Deutschland mit Energie Geld zu verdienen?

Europäische Aktien

Energiekontor setzt aufs Ausland

Mit der Realisierung des ersten Windprojektes ohne staatliche Subventionen in Großbritannien hat der Projektentwickler Energiekontor einen weiteren Meilenstein gesetzt. Der zugehörige Strom wird ab dem Q1 2019 mit einem langfristigen Vertrag an einen international tätigen Konsumgüterriesen fließen.

Deutsche Aktien

7C Solarparken baut Photovoltaikkapazitäten aus

Mit einem Umsatz von 33,0 Mio. Euro und einem EBITDA von 29,9 Mio. Euro hat 7C Solarparken die selbstgesteckten 2017er-Ziele übertroffen. Bis Jahresende will der Betreiber von Photovoltaikanlagen sein Portfolio von derzeit 134 auf 150 MWp ausbauen.

Emerging Markets

CEZ droht die Filetierung

Tschechien verdient mit seiner Atomenergie gutes Geld. Insbesondere Deutschland, das dank einer wenig vorausschauenden Energiewende regelmäßig seine CO2-Ziele verfehlt, muss Atomstrom von seinem östlichen Nachbarn importieren. Die Reaktoren der zu 70% in Staatsbesitz befindlichen CEZ, mit über 13 Mrd. Euro Börsenwert eines der teuersten Unternehmen in Osteuropa, sind allerdings veraltet.

Deutsche Aktien

Versorger wollen mit Fokussierung überzeugen

Wie in PB v. 14.3. angekündigt, nehmen wir die Konzerne des neuen Stromkarussells E.ON, RWE und Innogy unter die Lupe. Bei E.ON stehen mit einem konzernweiten 2017er-Rückgang bei Umsatz und EBIT von 1% auf knapp 38 Mrd. bzw. 3,1 Mrd. Euro eindeutig die Netze im Mittelpunkt. Denn dieses Geschäft generiert 45% der Erlöse und 63% des operativen Gewinns. Umsatzstark aber margenschwach erachten wir hingegen die Kundenlösungen, hinter denen sich im Wesentlichen der Vertrieb von Strom an 21,1 Mio. Privat- und Geschäftskunden verbirgt.

Europäische Aktien

Verbund profitiert von Wasserkraft und Netzgeschäft

Österreichs größter Versorger Verbund lebt vom Wasser. Fließt im Inn und ihren Nebenflüssen genug von dem kühlen Nass, dann verdient auch der auf Hydrokraft spezialisierte ATX-Wert verlässlich Geld. Weil 2017 lange Zeit eher ein niedriger Wasserstand herrschte, waren die Erwartungen an die Wiener daher eher gering. Anfang Januar schraubte Verbund dann aber die Ergebnisprognose nach oben, weil die Wasserkraftwerke des Konzerns im Q4 besser ausgelastet waren.

Deutsche Aktien

Bei Erneuerbaren besser auf Spezialisten setzen

Wie in „Unsere Meinung“ erläutert (s. S. 1), sehen wir im Bereich der Erneuerbaren Energien v. a. bei Spezialisten ein länger anhaltendes Wachstumspotenzial. Nicht nur in Deutschland entfällt dabei ein wesentlicher Teil der entsprechenden Erzeugerkapazitäten auf Windkraftanlagen, weshalb wir uns in der Analyse auf dieses Marktsegment konzentrieren.

Deutsche Aktien

Capital Stage geht auf die Insel

In PB v. 11.12.17 berichteten wir, dass Capital Stage die Rechenzentren der in Irland ansässigen Tec-Riesen aus den USA mit Strom versorgen will.

Deutsche Aktien

7C Solarparken rüstet auf

Seinen Worten auf der Münchner Kapitalmarkt Konferenz ließ Steven de Proost, CEO von 7C Solarparken, zu Jahresbeginn Taten folgen: Denn nachdem der Betreiber von Photovoltaikanlagen seine Marktkapitalisierung zuletzt v. a. durch Kapitalerhöhungen (KE) ausbaute, soll das Wachstum nun alternativ generiert werden.

US-Aktien

Capital Stage setzt auf FAANG

Bei Capital Stage war 2017 eine Menge los: Nach der Übernahme von Chorus Clean Energy wagte der Wind- und Solarparkbetreiber den Schritt über den Atlantik und hat in Mexiko erstmals außereuropäischen Boden betreten.

Emerging Markets

CEZ profitiert von teurerem Strom

Der „Bikini-Skandal“ bei CEZ im letzten Sommer war vorerst wohl die letzte gute Einstiegsgelegenheit beim teuersten Unternehmen an der Prager Börse. Die geschmacklose Suche nach einer neuen Praktikantin (s. PEM v. 13.7.) hatte den Kurs vorübergehend noch einmal auf 15 Euro rutschen lassen. Seither ging es dann aber steil bergauf.

Deutsche Aktien

Capital Stage – Sonnige Aussichten

Die Übernahme von Chorus Clean Energy (vgl. PB v. 27.3.) macht sich für Capital Stage bereits bezahlt. Der Hamburger Solar- und Windparkbetreiber konnte seinen Umsatz im 1. Hj. um gut 75% auf rd. 114 Mio. Euro steigern. Das EBIT kletterte ebenfalls um 75% auf knapp 56 Mio. Euro.

Emerging Markets

CEZ – Bikini-Wettbewerb lässt Aktienkurs einbrechen

Die gute Nachricht zuerst. Der tschechische Atomkraftwerksbetreiber CEZ verstärkt sein Engagement auf dem deutschen Markt für Energiedienstleistungen und hat den technischen Gebäude- und Energiedienstleister Elevion übernommen. Eine Vereinbarung darüber hat die CEZ-Gruppe mit der DPE Deutsche Private Equity geschlossen.

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