Capital Stage geht auf die Insel
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In PB v. 11.12.17 berichteten wir, dass Capital Stage die Rechenzentren der in Irland ansässigen Tec-Riesen aus den USA mit Strom versorgen will.
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„Nichts ist so permanent wie ein temporäres Regierungsprogramm.“
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In PB v. 11.12.17 berichteten wir, dass Capital Stage die Rechenzentren der in Irland ansässigen Tec-Riesen aus den USA mit Strom versorgen will.
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Seinen Worten auf der Münchner Kapitalmarkt Konferenz ließ Steven de Proost, CEO von 7C Solarparken, zu Jahresbeginn Taten folgen: Denn nachdem der Betreiber von Photovoltaikanlagen seine Marktkapitalisierung zuletzt v. a. durch Kapitalerhöhungen (KE) ausbaute, soll das Wachstum nun alternativ generiert werden.
Bei Capital Stage war 2017 eine Menge los: Nach der Übernahme von Chorus Clean Energy wagte der Wind- und Solarparkbetreiber den Schritt über den Atlantik und hat in Mexiko erstmals außereuropäischen Boden betreten.
Der „Bikini-Skandal“ bei CEZ im letzten Sommer war vorerst wohl die letzte gute Einstiegsgelegenheit beim teuersten Unternehmen an der Prager Börse. Die geschmacklose Suche nach einer neuen Praktikantin (s. PEM v. 13.7.) hatte den Kurs vorübergehend noch einmal auf 15 Euro rutschen lassen. Seither ging es dann aber steil bergauf.
Die Übernahme von Chorus Clean Energy (vgl. PB v. 27.3.) macht sich für Capital Stage bereits bezahlt. Der Hamburger Solar- und Windparkbetreiber konnte seinen Umsatz im 1. Hj. um gut 75% auf rd. 114 Mio. Euro steigern. Das EBIT kletterte ebenfalls um 75% auf knapp 56 Mio. Euro.
Die gute Nachricht zuerst. Der tschechische Atomkraftwerksbetreiber CEZ verstärkt sein Engagement auf dem deutschen Markt für Energiedienstleistungen und hat den technischen Gebäude- und Energiedienstleister Elevion übernommen. Eine Vereinbarung darüber hat die CEZ-Gruppe mit der DPE Deutsche Private Equity geschlossen.
Besser als erwartet verlief das Geschäftsjahr 2016 für Energiekontor: Der Entwickler, Bauer sowie Betreiber von Wind- und Solarparks steigerte seinen Umsatz um 5% auf 201,8 Mio. Euro und das Konzernergebnis um 21% auf 25,3 Mio. Euro.
Der Solar- und Windparkbetreiber Capital Stage steht kurz vor der Komplettübernahme von Chorus Clean Energy. Nachdem der SDAX-Konzern Ende Februar seine Anteile an den Oberbayern auf über 95% ausgebaut hat, kommt nun der Squeeze-Out. Auf der Hauptversammlung von Chorus soll die Übertragung der Aktien gegen Gewährung einer Barabfindung beschlossen werden.
Die Analystenerwartungen von knapp 26 Mio. Euro hinsichtlich des EBITDA für das Geschäftsjahr 2016 sollte der Betreiber von Solarkraftwerken 7C Solarparken deutlich übertreffen. Schon nach den ersten neun Monaten kommt er auf 24,9 Mio. Euro.
In den Ergebnissen der ersten neun Monate macht sich der Kauf des Mitbewerbers Chorus Clean Energy noch nicht bemerkbar. Dies werde erst im vierten Quartal der Fall sein, heißt es vom Solar- und Windparkbetreiber Capital Stage. Entsprechend wurde die Prognose für das Gesamtjahr angepasst. Die Hamburger erwarten nun einen Umsatz von über 140 Mio. Euro, statt bisher über 130 Mio. Euro. Auch das EBIT soll mit mehr als 60 Mio. Euro um mindestens 5 Mio. Euro höher ausfallen. Nach neun Monaten lag der Umsatz auf 107,5 Mio. Euro (+13,9%), das EBIT bei 57 Mio. Euro (+6,5%).
Auf den ersten Blick passen die Zahlen nicht ganz zusammen: Nach neun Monaten hat Tschechiens staatlicher Energieversorger CEZ (Staatsanteil 70%) erneut einen schlechteren Ausblick für das Gesamtjahr im Gepäck und auch die Zahlen per 30.9. sind keinesfalls erfreulich. Weiter sinkende Strompreise haben die Erlöse nach neun Monaten um 5% auf 145 Mrd. Kronen, das EBITDA um 10% auf 44 Mrd. Kronen und den Gewinn um 11% auf 15 Mrd. Kronen fallen lassen.
Verbund ist Österreichs größter Stromerzeuger. Die im ATX-Index gelistete Aktie (14,80 Euro; AT0000746409) hat Anlegern in den vergangenen Jahren wenig Freude bereitet, da kontinuierliche Kursverluste verdaut werden mussten. Anfang 2016 testete der Anteilschein ein mehrjähriges Tief bei exakt 10 Euro.
Schon im Dezember hatten wir uns festgelegt: Der Weg von RWE (15,34 Euro; DE0007037129), das Zukunftsgeschäft auszugliedern und als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Innogy an die Börse zu bringen, ist richtig. Aus dieser Konsequenz empfahlen wir RWE zum Kauf (PB v. 7.12.15), was bislang ein Plus von 33% brachte.
Auf dem Weg zur Übernahme des Windkraft- und Solaranlagenbauers Chorus Clean Energy ist Mitbewerber Capital Stage einen großen Schritt weiter gekommen. CEO Klaus-Dieter Mauchbach wollte bis zum 16.9. mindestens 50% der Aktionäre von einem 5:3-Aktientausch überzeugen (s. PB v. 31.8.). Dieses Ziel hatte er bereits zwei Tage zuvor erreicht und mit Ende der regulären Annahmefrist lag die Quote sogar bei 84,23%.
Am Montag tauchte Uniper an der Börse auf. Es handelte sich nicht um einen klassischen Börsengang. Vielmehr wurden Teile des E.ON-Konzerns abgespalten. Für zehn E.ON-Papiere erhielten Altaktionäre eines von Uniper. Damit hält der Energieriese noch knapp 47% an der Kraftwerks- und Handelstochter. Dass die E.ON-Aktie (6,57 Euro; DE000ENAG999) prozentual zweistellig an Wert verlor, war diesem Effekt zu verdanken. Nachvollziehbar waren aber auch die Verluste in den Folgetagen. Mit einem 2017er-KGV von 16 und einer Dividendenrendite von 2,4% ist der phantasiearme Titel zu teuer. Meiden!
Die Übernahme des Windkraft- und Solaranlagenbetreibers Chorus Clean Energy durch den Wettbewerber Capital Stage ist nur noch eine Frage der Zeit. Bisher hätten knapp 31% der Aktionäre das Umtauschangebot von fünf Capital Stage-Aktien (6,24 Euro; DE0006095003) für drei Chorus-Aktien (10,04 Euro; DE000A12UL56) angenommen, berichtet uns Capital Stage-CEO Klaus-Dieter Maubach.
Mitte September wird mit Uniper ein neuer Name an der Börse erscheinen. Neu ist die Gesellschaft freilich nicht: Es handelt sich um die abgespaltene Kraftwerks- und Handelstochter des E.ON-Konzerns. Jeder E.ON-Aktionär erhält dabei für je zehn Papiere eine neue Uniper-Aktie eingebucht. Beim E.ON-Konzern verbleiben 46,65% der Anteile, die später versilbert werden sollen. Per Ende Juni steht Uniper bei E.ON mit einem Nettobuchwert von 12 Mrd. Euro in der Bilanz. Der tatsächliche Wert wird zwar erst mit dem Beginn der Börsennotiz errechenbar sein, er dürfte aber unter 12 Mrd. Euro liegen. Somit droht E.ON weiterer Abschreibungsbedarf.
Von Ende April bis Mitte Juni blies den Aktionären von Energiekontor der Wind äußerst rau ins Gesicht. Ohne plausible Gründe schmierte der Kurs des Small Cap von seinem Vierzehnjahreshoch bei fast 16 Euro auf gut 11 Euro ab. Ziemlich genau in die Mitte dieser stürmischen Phase fiel die Dividendenausschüttung von 0,80 Euro.
Die RWE-Aktie konnte zuletzt punkten: In drei Monaten legte das Papier ca. 30% zu und entwickelte sich besser als der DAX. Der Grund: Nach der Talfahrt im Zuge der Energiewende fand der Titel oberhalb von 10 Euro einen Boden. Inzwischen hat der Kapitalmarkt nämlich erkannt, dass in der für das Jahresende geplanten Ausgliederung der Zukunftsgeschäfte unter dem Namen Innogy (Ökostrom, Netze, Energievertrieb) eine Chance liegt.
Das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank hat nun auch Auswirkungen auf den Aktienkurs von RWE. Denn die in Frankfurt ansässige Notenbank soll beim Kauf von Unternehmensanleihen zunächst die Zinspapiere von Versorgern im Blick haben. Erste Käufe sollen bereits erfolgt sein.
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