RWE – Höhere Latte für Krebber
„Irgendwann ist es dann auch mal gut“ – so begründete RWE-CEO Rolf Martin Schmitz gegenüber dem „Handelsblatt“, warum er Ende April nach fast zwölf Jahren an der Spitze des Energiekonzerns geht.
„Die fünf gefährlichsten Worte beim Investieren sind: ‚Dieses Mal ist alles anders.‘“
„Irgendwann ist es dann auch mal gut“ – so begründete RWE-CEO Rolf Martin Schmitz gegenüber dem „Handelsblatt“, warum er Ende April nach fast zwölf Jahren an der Spitze des Energiekonzerns geht.
Ganz im Sinne der Investoren gelang Energiekontor am 30.12.20 noch der Verkauf des Solarparks Höttingen an 7C Solarparken. Denn damit setzte der Projektentwickler die Serie von erfolgreichen Veräußerungen fort. Es war der vierte Solarpark, den die Bremer 2020 veräußerten.
Wenn Rolf Martin Schmitz im kommenden Sommer nach zwölf Jahren an der Spitze von RWE in den Ruhestand wechselt, wird er aus Europas größtem CO2-Verschmutzer den grünsten Versorger des Kontinents gemacht haben.
Wie zum Hj. angekündigt hat Energiekontor weitere Transaktionen erfolgreich abgeschlossen. Der Projektentwickler verkaufte die Windparks Beckum, Boddin und Heinsberg. Die Bremer wollen sich auch künftig vermehrt von älteren Anlagen trennen und sich auf neue Projekte v. a. im windstarken Schottland fokussieren.
Bei Encavis stoppt die November-Erholung schon sehr früh: Nachdem der Wind- und Solarparkbetreiber am 9.11. bei 18,92 Euro ein neues Allzeithoch erreicht hatte, sackten Anleger Gewinne ein. Trotz eines kleinen Zwischenspurts verlor die SDAX-Aktie (16,20 Euro; DE0006095003) seither rd. 13%. Aus charttechnischer Sicht ist jetzt wichtig, dass die Unterstützung im Bereich von 16,00 Euro hält.
Bei der Finanzierung des bis 2022 angesetzten strategischen Plans ist 7C Solarparken einen großen Schritt weitergekommen. Zu Monatsbeginn nahm der Betreiber von Solarkraftwerken im Rahmen einer Kapitalerhöhung knapp 10,3 Mio. Euro ein, nachdem er 2,9 Mio. Aktien zu je 3,45 Euro platziert hatte. Damit haben die Bayreuther etwa ein Drittel der veranschlagten Kosten eingespielt, die sie für den Ausbau des Portfolios bis 2022 auf 500 MWp aufbringen müssen.
„Da ist mehr drin“ titelten wir in PB v. 28.8., als wir zum Einstieg bei Encavis rieten. Und wir sollten Recht behalten. Nachdem Ende August der erstmalige Sprung über die Marke von 15,00 Euro gelang, hat die SDAX-Aktie (16,60 Euro; DE0006095003) zuletzt Kurs auf 17,00 Euro genommen.
Ziemlich unbeeindruckt von der Corona-Pandemie kam Energiekontor durch die erste Jahrehälfte. Insbesondere die Verkäufe eines Wind- und dreier Solarparks führten zu einer deutlichen Umsatzsteigerung von knapp 80% auf 65,0 Mio. Euro.
Die Rally, die Encavis seit dem Corona-Crash im März hinlegt, ist phänomenal – und für uns zugleich äußerst ärgerlich. Nachdem die SDAX-Aktie (15,04 Euro; DE0006095003) mit einem 20%-Kurssprung auf die 2019er-Ergebnisse reagierte, wollten wir Rücksetzer abwarten (vgl. PB v. 23.3.). Doch die blieben aus. Stattdessen rannte das Papier weiter und hat seinen Wert seit dem März-Tief mehr als verdoppelt.
Mit der Platzierung eines rd. 10% schweren Aktienpakets hat RWE die Gunst des hohen Kursniveaus genutzt, um die eigene Bilanz für die anstehenden Investitionen in erneuerbare Energien gehörig aufzupäppeln.
Ganz ordentlich laufen die Geschäfte bei Energiekontor, denn der Solar-und Windparkbetreiber kündigte am Montag (6.7.) ein neues Aktienrückkaufprogramm für bis zu 300 000 Aktien bzw. maximal 9 Mio. Euro an.
Zuletzt waren wir für E.On optimistischer geworden (vgl. PB v. 30.3.). Denn nach der Innogy-Zerschlagung konzentrieren sich die Essener auf das langweilige, aber sehr stetige und verlässliche Geschäft mit dem Vertrieb von und Netzbetrieb für Strom. Der am Freitag (3.7.) von Bundestag und Bundesrat beschlossene Kohleausstieg, der der Energiebranche Entschädigungszahlungen von über 4 Mrd. Euro zubilligt, kommt zwar eher RWE, aber auch E.On zugute.
An der Zukunftstechnologie Wasserstoff will auch RWE mitverdienen. Künftig werden die Essener das Duisburger Thyssenkrupp-Stahlwerk mit aus erneuerbarer Energie des Kraftwerks Lingen (Emsland) erzeugtem Wasserstoff versorgen, der dann in den Hochöfen als Ersatz für die bislang verwendete Einblaskohle bis zu 50 000 Tonnen klimaneutralen Stahl erzeugen kann
Bei RWE waren wir Ende März eingestiegen (vgl. PB v. 30.3.).
Glück im Unglück für 7C Solarparken: Zwar sei der Stromverbrauch durch das Coronavirus seit Beginn der Krise um ca. 15% gesunken, wodurch die Zahl der Tage mit negativen Strompreisen steige.
Bei Deutschlands Versorgern kehrt keine Ruhe ein. 2019 war das Jahr der großen Reorganisation der Branche in Deutschland, in dessen Gefolge Innogy unter den beiden großen Playern am Markt aufgeteilt wurde. Und 2020 beginnt mit der Corona-Pandemie, die im schlimmsten Fall für einen Einbruch der industriellen Nachfrage sorgt, weil die Wirtschaft in eine Rezession abrutscht. Wir stellen die „großen Drei“ in Deutschland auf den Prüfstand und müssen dabei frühere Einschätzungen zum Teil korrigieren.
Kursfeuerwerk bei Encavis! Die SDAX-Aktie (8,28 Euro; DE0006095003) schoss am Freitag (20.3.) zu Handelsbeginn um 20% nach oben, nachdem der Solar- und Windanlagenbetreiber am Vorabend seine Ergebnisse für das abgelaufene Gj. vorgelegt hatte.
In Österreich wurden die ersten Ausgangssperren verhängt. Das alltägliche Leben kommt immer stärker zum Erliegen. Die Haushalte sind also mehr denn je darauf angewiesen, mit Strom versorgt zu werden. Und sie verbrauchen deutlich mehr als in normalen Zeiten.
Auf dem 1. Fokus-Investmenttag zum Thema Nachhaltigkeit stellten sich am Mittwoch (13.2.) in München fünf Nebenwerte vor und versuchten die anwesenden Investoren von ihrem Nachhaltigkeitsansatz zu überzeugen. Auf drei von ihnen möchten wir an dieser Stelle genauer eingehen, da sie gutes Gewissen und Renditechancen aus unserer Sicht am besten vereinen.
Der Energieversorger RWE legt 2020 mit Block D des Braunkohlekraftwerks Niederaußen den ersten geforderten 300-Megawatt-Block still. Der Kohleausstieg wird sich damit in diesem Jahr erstmals auch negativ in der Konzernbilanz niederschlagen.
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