Versorger

Europäische Aktien

Windparkbetreiber – Frische Brise nach der Flaute

Ein Jahrzehnt nach dem Aktienboom bei den erneuerbaren Energien ist die Goldgräberstimmung einer realistischeren Einschätzung gewichen. Das Label „grün“ reicht schon längst nicht mehr, vielmehr wird heute stärker nach Sektoren, Unternehmensqualität und Region differenziert. So standen zuletzt viele der überlebenden Solaraktien im Schatten, während Windtitel spürbar im Aufwind waren.

Deutsche Aktien

RWE – Endlich ein Boden in Sicht

Die Energiewende hat die RWE-Aktie in eine Abwärtsspirale gespült. Gegenüber dem Hoch aus dem Jahr 2008 hat sich der Titel bis zum Tief mehr als gezehntelt. Nun scheint das Ende des Abwärtstrends in Sicht. Dafür spricht, dass charttechnisch eine Umkehrformation erkennbar ist. Unterstützt wird diese Bewegung durch die Umbaupläne von Vorstandschef Peter Terium. Er plant bekanntlich die Ausgliederung der Zukunftsgeschäfte (Ökostrom, Netze, Energievertrieb), die dann im Paket an die Börse gebracht werden sollen.

Deutsche Aktien

Energiekontor – Alles auf Dezember

„Alle Projekte, die viel zu Umsatz und Gewinn beitragen, werden erst im Dezember fertig“, erklärt CEO Peter Szabo während des Eigenkapitalforums in Frankfurt. Deshalb würden Energiekontors 2015er-Zahlen im Vergleich zum Halbjahr „sehr viel besser aussehen“. Zur Halbzeit hatte der Umsatz des Windenergie-Projektentwicklers mit 30,2 Mio. Euro rund 45% unter dem Sechsmonatserlös 2014 gelegen. Das EBIT war mit 16% deutlich moderater geschrumpft (auf 12,3 Mio. Euro).

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Capital Stage – Erfolge mit 50

Solche Zahlen vermeldet eine Aktiengesellschaft doch gerne: „Umsatz, EBITDA und EBIT steigen um jeweils mehr als 50%“, führt Capital Stage zu seinen Neunmonatszahlen aus. Die Marke „50%“ taucht sogar noch bei einer vierten Kennziffer auf – bei der EBIT-Marge, die auf satte 56,7% stieg.

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E.ON und RWE bleiben Sorgenkinder

Erratische Kursausschläge verzeichneten zuletzt die Versorger E.ON und RWE. Dabei kannten die Aktien der gebeutelten Konzerne in den vergangenen Jahren nur den Weg nach unten. Vom Hoch zum jüngsten Tief haben sich die Kurse etwa gezehntelt. In der Vorwoche sprangen die Notierungen plötzlich an: Zunächst keimte Hoffnung auf, dass die Versorger staatliche Hilfe bei der Bewältigung der Folgekosten des Atomausstiegs erhalten. Später ergab ein Stresstest, dass das Vermögen und die Finanzkraft der Konzerne genügt, die Ausstiegskosten selbst zu tragen. Das trieb die Kurse weiter.

Emerging Markets

CEZ kann auch mit höherer Dividende nicht punkten

Unser Votum vom 23.4., die CEZ-Aktie (20,04 Euro; 887832; CZ0005112300) bis auf weiteres zu meiden, hat sich als goldrichtig herausgestellt. Seither hat der größte  osteuropäische Börsenwert noch einmal 16% verloren. Der Energieversorger kommt zwar mit seinem Spar- und Wachstumsprogramm voran. Vorstandschef Daniel Benes hat bei der Vorlage der Halbzeit-Bilanz auf die erreichten Kostensenkungen von 1 Mrd. Kronen p.a. sowie höhere Verkaufsmengen bei Strom, Wärme und Gas hingewiesen. Der Verbrauch im Inland, das drei Viertel der Produktion abnimmt, ist berei-nigt um 1,5% gestiegen, was ein Beleg für das Wachstum der tschechischen Wirtschaft ist. Gegen den seit Jahren nach unten weisenden Preistrend bei Energie in Europa können die Tschechen indes nichts ausrichten. Im Sommer pendelten die deutschen Preise für eine Megawattstunde bei Lieferung im kommenden Jahr auf einem Rekordtief um die 30 Euro. CEZ hat einen Großteil seiner 2016er Produktion vorab zu 35,50 Euro verkauft, was gegenüber dem Vorjahr ein weiterer Rückgang ist. Der Druck auf die Ergebnisse bleibt also bestehen.

Europäische Aktien

Capital Stage – Niedrigzinsen und Zukäufe sorgen für Sonnenschein

Capital Stage steht bei PLATOW Börse schon länger auf dem Kaufzettel. Treue Abonnenten liegen mit dem Papier des Solar- und Windparkbetreibers bis zu 321% im Plus (Ausgabe vom 8.9.10). Selbst die jüngsten Kursturbulenzen brachten den SDAX-Titel nicht aus dem Takt. Nur kurz stürzte das Papier am „Schwarzen Montag“ ab, beendete den Handelstag dann aber sogar mit einem Plus. Vier Tage später hat es sein Vierzehnjahreshoch bereits geknackt.

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Energiekontor – Ende der Flaute

Kräftig am Windrad drehten die Bullen nach unserer Kaufempfehlung für Energiekontor vom 24.12.14. Binnen weniger Wochen gewann der Small Cap über 30% an Wert, bevor die Rotoren in den Leerlauf schalteten. Mittlerweile scheint die Flaute auch das Management zu stören, das nun mit einem Aktienrückkaufprogramm gegensteuern will. Innerhalb eines Jahres sollen bis zu 100 000 Papiere zurückgekauft und dafür maximal 3 Mio. Euro ausgegeben werden.

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Capital Stage läuft ohne Prokon

Die Insolvenz von Prokon war ein Skandal, der Wellen bis ins Berliner Regierungsviertel schlug (vgl. PLATOW Börse vom 27.1.14). Wie viel Kapital die rund 75 000 Kleinanleger verlieren werden, steht ein Jahr nach der Pleite noch nicht fest. Sicher ist inzwischen aber, dass sich die Prokon-Windräder nicht unter der Marke Capital Stage weiterdrehen werden.
Der Solar- und Windparkbetreiber hatte sich um die Übernahme des insolventen Unternehmens bemüht, aber im Bieterverfahren gegen den Energieriesen EnBW den Kürzeren gezogen. CEO Felix Goedhart bedauert die Entscheidung, lässt aber durchblicken, dass ein höheres Gebot nicht im Interesse der Aktionäre gewesen sei. Dass die Hamburger auch ohne Prokon bestens zurechtkommen, zeigen die Q1-Eckdaten, die einen Umsatzanstieg von 61% und ein EBIT-Plus von 88% ausweisen. Im Gesamtjahr sollte das Ergebnis je Aktie wie 2016 bei grob 0,36 Euro landen, womit das KGV 19 beträgt.

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CEZ – Die Euroschwäche sorgt für etwas Hoffnung

Um immerhin ein Fünftel ist die Aktie (24,03 Euro; 887 832; CZ0005112300) des tschechischen Energieversorgers CEZ seit Jahresanfang geklettert. Da die Tschechen über ein Viertel ihrer Stromproduktion in den Euroraum verkaufen, dürfte der Verfall der Gemeinschaftswährung dabei durchaus schon eine Rolle spielen. In den Zahlen wird sich das allerdings erst ab 2018 spiegeln. Bis dahin ist die Produktion schon weitgehend über Forward-Verträge verkauft. Das Absicherungs-Niveau für 2016 liegt bei immerhin 70%. Für das laufende Jahr geht CEZ-Vormann Daniel Benes angesichts von inzwischen im vierten Jahr in Folge fallenden Energiepreisen von einem Rückgang beim Nettoergebnis von 8% auf 27 Mrd. Tschechische Kronen aus. Auch für das kommende Jahr sind die Aussichten noch mau. Erst ab 2017 erwartet er wieder steigende Ergebnisse vor Abschreibungen. Gegengesteuert wird mit Kostensenkungen, bei denen CEZ ebenso gut vorankommt wie bei der Modernisierung der Kraftwerke in den letzten Jahren, sowie möglichst auch mit Zukäufen. Das zu 70% vom Staat dominierte Unternehmen hat ein Auge auf den 66%-Anteil von Enel am slowakischen Energiekonzern Slovenske Elektrarne, die deutschen Aktivitäten von Vattenfall und die polnische Energa geworfen. Die Deals sind u.a. wegen unfertiger AKW-Projekte bzw. der deutschen Energiepolitik aber nicht ohne Risiko. Im Inland sorgt zudem die unklare Haltung der tschechischen Regierung zum Bau weiterer Atomkraftwerke bzw. der künftigen Vergütungsstruktur für Atomstrom für Verunsicherung.

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Capital Stage – Der Sonne entgegen

Fast zwei Jahre ging nichts beim Kurs von Capital Stage, die Aktie hing bei 3,75 Euro fest. Seit November scheint das SDAX-Papier seine aufgestaute Rally im Zeitraffer nachzuholen. Binnen fünf Monaten ging es über 70% der Sonne entgegen, Ihre Kursgewinne summieren sich auf bis zu 222% (PB v. 8.9.10). Dazu kommen einige steuerfreie Dividenden.

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Capital Stage setzt auf die Insel

War es nur ein einmaliger „Ausrutscher““? Nach 48 Insiderkäufen in Folge wurde bei Capital Stage Ende Januar mal wieder ein Verkauf im Rahmen von Directors‘ Dealings gemeldet. Ein Aufsichtsrat versilberte eine überschaubare Menge Aktien und nahm dadurch knapp 14 000 Euro ein. Wenige Tage später konterte indes schon wieder ein Käufer und griff in vier Tranchen für insgesamt über 750 000 Euro zu.

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Energiekontor – 2017 dreht der Wind

2017 steht für Windenergieunternehmen die große Zeitenwende an. Bis dahin gilt die EEG-Welt mit mutmaßlich nur leicht sinkenden Umlagen, danach wartet auf Branchenvertreter ein Ausschreibungssystem. Der Wettbewerb dürfte sich intensivieren und neue Strategien erfordern, wie vor einigen Wochen auf dem Eigenkapitalforum deutlich wurde.

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E.ON muss sich neu erfinden

Der hochverschuldete Energiekonzern E.ON galt einst als Perle der deutschen Wirtschaft und war das wertvollste Unternehmen innerhalb der Bundesrepublik. Ehemalige Chefs wie Ulrich Hartmann und Wulf Bernotat verfügten damals über genügend Mittel, um ein Imperium zu errichten. Die glorreichen Zeiten sind allerdings mit dem Atomausstieg und der Energiewende längst Vergangenheit. Deshalb will E.ON sein Geschäftsmodell radikal umbauen. Dieser Schritt wurde notwendig, da die Veränderungen auf den Absatzmärkten die Margen der Düsseldorfer erheblich unter Druck setzten. Betrug der Nettogewinn in den Jahren 2007 bis 2009 regelmäßig über 5 Mrd. Euro, so trauen Analysten dem DAX-Konzern in den Jahren 2014 bis 2016 nur jeweils rund 1,8 Mrd. Euro zu. Dies ist viel zu wenig, um mittelfristig eine ordentliche Dividende zu zahlen und Verbindlichkeiten nennenswert zu tilgen.

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Capital Stage macht große Schritte

Es war ein großer Schritt für Capital Stage und seine Aktionäre: Vor etwa zwei Wochen vereinbarte der Betreiber von Solar- und Windparks mit Gothaer Versicherungen eine langfristige Partnerschaft im Bereich der erneuerbaren Energien. Das ist aufregender, als es auf den ersten Blick scheint.

Emerging Markets

Ticker: CEZ

Der Energiekonzern Vattenfall zieht sich aus dem Braunkohle-Geschäft in Ostdeutschland zurück.

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Capital Stage – Aktien statt Cash

Am Dienstag werden Aktionäre von Capital Stage voraussichtlich Baransprüche ausgezahlt bekommen. Allerdings haben sich viele Anteilseigner dafür entschieden, ihre Dividenden in Form neuer Aktien zu beziehen. Die recht hohe Annahmequote wertet der Vorstandsvorsitzende Felix Goedhart als Unterstützung zur Fortsetzung der Wachstumsstrategie.

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CEZ – Bröckelnder Strompreis frisst operative Fortschritte auf

Die Ergebnisse, die Tschechiens größter Energieversorger CEZ in den letzten Quartalen vorgelegt hat, sind alles andere als erfreulich: Nach einem Rückgang um 44% im Q1 schrumpfte auch im zweiten Quartal der Gewinn nach Steuern gegenüber Vorjahr wieder um ein Drittel auf 351 Mio. Euro. Die Aktie (22,49 Euro; 887 832, CZ0005112300) zeigt sich demgegenüber erstaunlich stabil und legte seit Jahresanfang um immerhin 18% zu. Dafür gibt es gute Gründe: 1. Im Frühjahr und damit ein Jahr eher als erwartet entschied das CEZ-Management, die Pläne für den Bau zweier 15 Mrd. USD teurer Nuklearreaktoren in Temelin aufzugeben. CEZ könnte jetzt sowohl die Dividendenquote erhöhen wie auch geringere und stärker diversifizierte Investitionen vornehmen. 2. Mit der albanischen Regierung wurde eine Einigung erzielt im Streit über den 2009 von CEZ für 100 Mio. Euro gekauften dortigen Energieversorger, dem Albanien zuletzt die Lizenz entzogen hatte. CEZ kann jetzt bis 2018 mit der Rückzahlung von 100 Mio. Euro rechnen. Und schließlich hat CEZ-Chef Daniel Benes bei der Q2-PK angekündigt, dass die Kosten gegenüber den aktuellen Plänen bis 2016 um weitere 16% gedrückt werden können. Das (recht magere) Gewinnziel für das Gesamtjahr wurde sogar leicht angehoben.

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Capital Stage dreht großes Rad

Seit eineinhalb Jahren kommt unsere Langzeitempfehlung Capital Stage nicht vom Fleck. Die 85% Kursgewinn seit PB v. 8.9.10 stammen aus früheren Zeiten. Dabei hat sich bei den Hamburgern in den letzten 18 Monaten viel verändert. Diverse Solar- und Windparks wurden erworben, mehrere Kapitalerhöhungen durchgeführt und der Schritt nach Frankreich gewagt.

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Capital Stage – Sonne für den SDAX

Ab Montag notiert die Aktie von Capital Stage im SDAX. Auf den ersten Blick ist das eine Überraschung, da der Titel in den vergangenen zwölf Monaten nicht vom Fleck kam. Weil der Solar- und Windparkbetreiber in diesem Zeitraum aber mehrere Kapitalerhöhungen platzierte und mit der Vermehrung der Aktien auch der Börsenwert des Streubesitzes stieg, reichte es doch für den Aufstieg in den Small-Cap-Index.

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