Evonik – Stimmung im Keller
Die Krise beim Spezialchemiekonzern Evonik könnte sich nicht nur wegen der anhaltend schwachen Nachfrage fortsetzen.
Die Krise beim Spezialchemiekonzern Evonik könnte sich nicht nur wegen der anhaltend schwachen Nachfrage fortsetzen.
Nachdem die aktivistischen Investoren Primestone und Engine Capital bei Brenntag bei der Wahl der Aufsichtsräte (AR) auf der Hauptversammlung vom 15.6. nicht zum Zuge kamen, prescht nun Großinvestor Klaus-Michael Kühne vor. Ende August hat er seine Beteiligung von 5,2 auf 10,0% aufgestockt.
Eine heile Welt finden wir weiterhin beim Gase-Konzern Linde vor. Nach soliden Q2-Zahlen hob das frühere DAX-Mitglied seinen Ausblick zum zweiten Mal in diesem Gj. an. Nun wird ein ber. Wachstum beim Gewinn je Aktie (378,76 US-Dollar; IE000S9YS762) von 12 bis 14% auf 13,80 bis 14,00 (bisher: 13,45 bis 13,85) Dollar erwartet.
Positiv überraschten uns am Donnerstag (10.8.) die Hj.-Zahlen von Henkel. Bei der zuvor schwachen Margenentwicklung, die wir zuletzt bemängelt hatten (vgl. PB v. 18.7.), gab es erfreuliche News.
Die Hj.-Zahlen von Mittwoch (2.8.) unseres Musterdepotwerts Symrise (Umsatz: +6,8%; ber. EBITDA: +1,5%; Marge: 19,7%/-100 Basispunkte) lagen 1-2% unter den Erwartungen.
Wir waren nicht überrascht, dass Covestro am heutigen Dienstag (1.8.) wie die gesamte Chemiebranche zuvor schwache Zahlen ablieferte.
In dieser Ausgabe kümmern wir uns um Roper Technologies, Merck & Co., Linde und Cenit.
Wie angekündigt hat Fuchs inflationsbedingte Kostensteigerungen an die Kunden weitergereicht.
Wir legen bei der Beurteilung von Unternehmen großen Wert auf Krisenresistenz. Auch in Zeiten der Inflation sollen Konzerne ihre Gewinnmargen zumindest verteidigen können.
Es war keine leichte Woche für die Chemie: Gleich zwei Gewinnwarnungen, Evonik am Montag (10.7.) und BASF am Mittwoch (12.7.; vgl. PB v. 20.4.), flogen über die Ticker. Aufgrund von Lagerabbau schwächelt bei Evonik die Nachfrage.
Die am Mittwoch (12.7.) vermeldeten vorläufigen Zahlen von BASF fielen enttäuschend aus.
Das Geschäftsklima in der Chemieindustrie hat sich laut jüngster Umfrage des ifo Instituts vom Dienstag (4.7.) weiter deutlich eingetrübt. Besonders die Erwartungen verschlechterten sich weiter, was auf hohe Energie- und Produktionskosten sowie eine schwache globale Nachfrage zurückgeführt wird.
Vergangene Woche verkaufte die Investmentfirma Mawer Investments rd. 2,5 Mio. Stammaktien am Schmierstoffhersteller Fuchs, die institutionelle Investoren zu 27,05 Euro je Aktie bzw. mit einem Abschlag von rd. 10% einsammelten. Offensichtliche Gründe für den Teilverkauf gab es nicht und so erholten sich die MDAX gelisteten Vorzüge (35,90 Euro; DE000A3E5D64) zügig wieder. Die Umbenennung von Fuchs Petrolub in „Fuchs SE“ ist unter ESG-Gesichtspunkten sicherlich als marketingwirksam einzustufen.
In dieser Ausgabe kümmern wir uns um Puma, Merck und GFT Technologies. Außerdem konnten wir Insiderkäufe bei einer Reihe von Werten beobachten.
Die Kurskorrektur beim Industrieunternehmen Sherwin-Williams hatten wir am 7.9.22 zum Einstieg genutzt. Mit einem Umsatz von 22,1 Mrd. US-Dollar im Gj. 2022 zählen die Amerikaner weltweit zu den führenden Anbietern von Farben und Lacken für die Bereiche Automotive, Verpackungen, Bau und Schifffahrt.
Als wir zuletzt am 14.10.22 über den Bauchemikalienhersteller Sika berichteten, notierte die Aktie an letzter Stelle (YTD: -48%) im Schweizer Leitindex SMI.
Viele Chemieunternehmen schlagen sich gerade mit einem anhaltenden Lagerabbau, einer Kaufzurückhaltung der Kunden und schwächelnden Aktienkursen herum. Wir vermuten, dass es operativ bei Covestro ähnlich ausschaut, im Q1 mussten bekanntermaßen (28.4.) ein Umsatzminus von 20,1% auf 3,7 Mrd. Euro und ein EBITDA-Rückgang um 64,5% auf 286 Mio. Euro verkraftet werden.
Das 1. Hj. ist noch nicht zu Ende, da musste neben dem Chemiekonzern Lanxess und dem Labortechniker Sartorius (s. diese Ausgabe) mit dem Rohstoffkonzern K+S ein weiteres Unternehmen eine Gewinnwarnung aussprechen. Es werden wohl nicht die letzten sein.
Der Ticker in dieser Ausgabe steht im Zeichen des fehlenden Lagerabbaus. Wir kümmern uns um Sartorius, Interroll und Lanxess.
Maßgeblich aus Bewertungsgründen haben wir am Montag (19.6.) bei unseren Depotwerten Symrise (93,56 Euro; DE000SYM9999) und Dt. Börse (167,85 Euro; DE0005810055) aufgestockt.
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