In seinem ersten Quartal als börsennotiertes Unternehmen verzeichnete TKMS einen Umsatzrückgang um 1% im Vergleich zur Vorjahresperiode auf 545 Mio. Euro. Gleichzeitig lag das bereinigte EBIT unverändert bei 26 Mio. Euro, sodass sich die entsprechende Marge um 10 Basispunkte auf 4,8% verbesserte.

Dabei setzt sich der positive Trend fort, dass Aufträge zunehmend profitabler abgewickelt werden. CFO Paul Glaser sieht das Potenzial noch nicht ausgeschöpft und teilte bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen am Mittwoch (11.2.) mit, für das Gesamtjahr 2025/26 (per 30.9.) eine bereinigte EBIT-Marge von über 6% anzustreben. Mittelfristig sollen über 7% möglich sein, wie Glaser abermals bestätigte.

Auch beim Umsatz traut sich der MDAX-Konzern nun einen deutlichen Zuwachs zu: +2% bis +5% sollen es werden, anstelle der bisher anvisierten „-1% bis +2%“. Da das Geschäft stark projektbezogen ist, macht sich auch hier eine effektivere Abarbeitung positiv bemerkbar. An Aufträgen mangelt es bekanntlich nicht; der Auftragsbestand erreichte mit rund 18,7 Mrd. Euro erneut ein neues Rekordniveau. Das Interesse an U-Booten, Torpedos und anderen maritimen Lösungen bleibt angesichts der geopolitischen Lage hoch.

Dass der Auftragseingang im Q1 2025/26 auf 904 Mio. Euro absackte (Q1 2024/25: 5,44 Mrd. Euro), war lediglich dem außergewöhnlich hohen Wert der Vergleichsperiode geschuldet, in der einzelne Großaufträge eingingen. Gut möglich, dass bald wieder ein solcher Großauftrag gewonnen werden kann. Momentan befinden sich die Norddeutschen in finalen Verhandlungen in Indien und Kanada, bei denen es um die Bestellung von 6 bzw. bis zu zwölf U-Booten geht. Dadurch könnten die langfristigen Wachstumsaussichten weiter gefestigt werden.

Selbst nach der angehobenen Gewinnprognose für 2026 erscheint uns die Aktie (90,52 Euro; DE000TKMS001) allerdings weiterhin zu teuer. Das 2026er-KGV von 44 liegt deutlich über dem Sektorschnitt von 39 und das bei einem niedrigeren erwarteten Gewinnwachstum. PLATOW Börse-Leser, die vom Rüstungsboom profitieren wollen, sind bei Rheinmetall und Renk besser aufgehoben.

Wir bleiben bei TKMS an der Seitenlinie.