Zwei Trades mit Gewinn beendet
Nach der wöchentlich durchgeführten Auswertung unseres Relative Stärke-Rankings haben wir heute Morgen zwei Veränderungen bei der Aktien-Momentum-Strategie in unserem Derivate-Depot vorgenommen.
„Die fünf gefährlichsten Worte beim Investieren sind: ‚Dieses Mal ist alles anders.‘“
Nach der wöchentlich durchgeführten Auswertung unseres Relative Stärke-Rankings haben wir heute Morgen zwei Veränderungen bei der Aktien-Momentum-Strategie in unserem Derivate-Depot vorgenommen.
Dass sich unser Musterdepot unter dem Strich im Vergleich zur Vorwoche trotzdem stabil halten konnte, lag u.a. an den Kursgewinnen bei den Long-Trades auf Siltronic und RIB Software, die um 20,3% bzw. 5,1% zulegen konnten. Siltronic hat am vergangenen Donnerstag seine Q3-Zahlen vorgelegt und dabei die Markterwartungen zum Teil übertroffen.
Wie gestern Abend in unserem „Vorab-Service“ (eine Anmeldung dazu ist weiterhin jederzeit kostenlos möglich über eine formlose E-Mail an derivate@platow.de) bereits angekündigt, haben wir heute Morgen Veränderungen im Derivate-Musterdepot vorgenommen. Konkret ging es diesmal erneut um unsere Aktien-Momentum-Strategie.
Nach einem echten „Top-Trade“ sah es lange Zeit auch bei Compugroup aus, wo wir bei unserer Long-Position in der Spitze mit rund 100% oder 4,5% des Kapitals im Plus lagen. Die jüngste Entwicklung bei der Aktie war dann aber mehr als ernüchternd.
Unser Dachwikifolio PLATOW Best Trader Selection hat auf Wochensicht weitere 0,8% zulegen können. Seit dem Jahreswechsel ist die Performance damit auf 7,9% gestiegen. Mit den beiden wikifolios Tradingchancen deutsche Aktien von Joachim Köngeter und Earnings Per Share Surprise Trader von Christian Nüchter ist zwei Depotwerten zudem der Sprung auf ein neues Allzeithoch gelungen. Da wir über das wikifolio von Nüchter vor drei Wochen bereits sehr ausführlich berichtet hatten, widmen wir uns heute mit Köngeter dem anderen „Rekord-Trader“ unseres Dachwikifolios.
Der Wafer-Hersteller Siltronic hatte ein sehr gutes Jahr 2018, von dem auch seine ob der Kursentwicklung leidgeprüften Aktionäre in Form einer höheren Dividende profitieren werden. Konzernchef Christoph von Plotho malte in der Telefonkonferenz zu den Zahlen jedoch ein sehr vorsichtiges Bild für 2019, was die Fantasie für die MDAX-Aktie (86,46 Euro; DE000WAF3001) weiter in sehr engen Grenzen halten wird.
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An den Börsen in Fernost ist die Furcht vor einem Handelskrieg angekommen. Der Shanghai Composite notiert aktuell auf dem niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren, weil am Freitag (6.7.) US-Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 34 Mrd. US-Dollar verkündet werden dürften. Das belastet den Tech-Sektor, denn US-Präsident Donald Trump stört sich v. a. an den chinesischen Großmachtaspirationen, die sich aus der Strategie „Made in China 2025″“ ablesen lassen. Auch wenn der DAX bislang recht unbeeindruckt erscheint – Hoffnung schürt hierzulande der Null-Zoll-Vorschlag von US-Botschafter Richard Grenell für Autos -, die Furcht vor schlechten Tech-Geschäften in Fernost hat uns zur Wochenmitte den Depotwert Siltronic gekostet (s. rechte Spalte).
Wir halten trotz dieses Rückschlags weiter an der Strategie für unser Musterdepot fest. Unser Hauptszenario sieht vor, dass es letztendlich nicht zum Äußersten kommt und sich Trump und sein chinesischer Gegenspieler Xi Jinping nach einem verbalen Säbelrasseln am Ende doch auf verträgliche Handelsbeziehungen einigen (s. PLATOW Brief). Dann werden die globalen Börsen wieder einen Gang hochschalten, wobei die Technologiewerte an der Spitze der Bewegung stehen dürften. Von daher verspricht unsere Strategie, neben FinTech-Werten und Papieren aus der Gesundheitsbranche auf Technologietitel zu setzen, immer noch die besten Voraussetzungen für den nächsten Börsenaufschwung.
Aber natürlich wäre es einfältig, keinen Plan B in der Tasche zu haben. Sollten die USA und China doch noch einen veritablen Handelskrieg lostreten, müssten wir unsere Strategie anpassen. An die Stelle der Tech-Werte, die in diesem Falle vor unsicheren Zeiten stünden, träten dann z. B. defensivere und dividendenstarke Titel. Doch wenn wir die jüngsten Signale aus Washington und Peking richtig deuten, wird es dazu vermutlich nicht kommen.
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Wir wollen gar nicht lange um den heißen Brei herum-reden. Dass wir bei Siltronic nach Verweildauer von nur einer Woche im Musterdepot ausgestoppt wurden, hat uns selbst tief enttäuscht. Der Druck auf die Branche im Vorfeld möglicher Handelsmaßnahmen (s. nebenstehende Kolumne) fiel deutlicher als erwartet aus.
Der Blick auf die Bewertungen der Technologie-Riesen in den USA dürfte Value-Investoren Tränen in die Augen treiben. Facebook, Amazon, Apple, Netflix und die Google-Mutter Alphabet (kurz: FAANG) weisen ein durchschnittliches KGV von fast 70 auf. Die Kurse der einzelnen Aktien erreichten in den vergangenen Jahren ein Alltime-High nach dem anderen.
Was wir Ihnen angekündigt hatten, setzten wir nun um. Wir sind in der schwachen Marktphase bei attraktiv bewerteten Unternehmen eingestiegen und haben so unsere Liquiditätsquote auf 19% abgebaut.
Schon vor der gerade laufenden Marktkorrektur gefielen uns die Aussichten des Waferherstellers Siltronic (vgl. PB v. 18.6.). Das Technologieunternehmen fertigt die nur etwa einen Millimeter dicken Scheiben aus reinstem Silizium, die z. B. in der Mikroelektronik und Photovoltaik als Grundplatte für elektronische Bauelemente dienen.
Unser Engagement bei Wacker Chemie stand unter keinem guten Stern. In PB v. 12.2. hatten wir zum Einstieg bei dem Spezialchemiekonzern geraten.
Der Waferhersteller Siltronic dürfte nach einem Zwischentief im Mai wieder im Aufwind sein. Anlass für den zwischenzeitlichen Rückschlag waren die eigentlich sehr guten Quartalszahlen, die Anleger mit Abschlägen von fast 6% quittierten, weil ihnen bei der Wacker Chemie-Tochter die pure Bestätigung der ambitionierten Jahresziele nicht genug war.
Die laufende Berichterstattung der Unternehmen zur jüngsten Geschäftsentwicklung hat sich auf die Performance unserer Empfehlungen in den meisten Fällen (Ausnahme SAP) bislang negativ ausgewirkt. Das Medizintechnik-Unternehmen Stratec Biomedical erreichte 2017 zwar seinen eigenen Zielkorridor, verfehlte aber die hohen Erwartungen der Analysten. Daraufhin brach der Aktienkurs am Donnerstag in der Spitze um 12% ein, bevor es an der Unterstützung bei rd. 65 Euro zu einer kräftigen Gegenbewegung kam. Unser Initial-Stopp lag zwar knapp darunter, wir hatten nach dem Ausbruch auf neue Hochs zwei Wochen zuvor die Absicherung aber auf 68 Euro nachgezogen. Das hat sich im Nachhinein als verfrüht herausgestellt. Der Trade wurde mit einem allerdings überschaubaren Verlust von 0,39% des Kapitals ausgestoppt.
Der Waferhersteller Siltronic zählt zu den absoluten Börsenstars der vergangenen Jahre. Seit dem Tief im Februar 2016 hat sich die Aktie in der Spitze mehr als versiebenfacht.
Der Waferhersteller Siltronic war 2017 an der Börse zweifelsohne einer der Sieger. Über 170% legte die Aktie (125,65 Euro; DE000WAF3001) der Münchner zu. Das im TecDax gelistete Unternehmen konnte im Gj. 2017 – getrieben von den gestiegenen Waferpreisen – die Umsätze um 26,1% auf 1,18 Mrd. Euro steigern. Noch beeindruckender waren die Gewinnzahlen: Das EBITDA stieg um 141,9% auf 353,1 Mio. Euro und auch die EBITDA-Marge hat sich auf 30% beinahe verdoppelt.
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Dividenden bescheren ob ihrer Beständigkeit doch immer wieder süße Anlegerträume. Das passierte zum Wochenschluss auch bei Siltronic. Der Waferhersteller hatte angekündigt, künftig 40% seiner Gewinne als Dividende auszuschütten.
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Wacker Chemie erhöhte nach einem gut verlaufenen zweiten Quartal zwar seine Jahresprognose, die Börse konnte der Spezialchemiekonzern damit jedoch nicht begeistern. Denn so richtig gut sehen die Zahlen immer noch nicht aus.
Mit einer Kursperformance von über 90% seit Jahresbeginn und zwei Prognoseanhebungen in der ersten Jahreshälfte zeigt sich die Siltronic-Aktie (83,08 Euro; DE000WAF3001) von ihrer besten Seite. Der TecDAX-Konzern gehört zu den Marktführern in einem ca. 7,2 Mrd. Euro großen Segment für Siliziumwafer und bedient alle großen Abnehmer der Halbleiterindustrie von Infineon bis Samsung.
Mit der Präsentation des Q1-Zahlenwerks konnte der Chemiekonzern zwar überzeugen, mit seinem Jahresausblick jedoch nicht.
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