Kurznachrichten im Überblick: 19. Dezember 2023
In dieser Ausgabe kümmern wir uns um Blackrock, Charles Schwab und die jüngsten Veränderungen der DAX-Familie.
In dieser Ausgabe kümmern wir uns um Blackrock, Charles Schwab und die jüngsten Veränderungen der DAX-Familie.
Der durch die Kurszielanhebung von Berenberg (von 76 auf 107 Euro) am 29.11. ausgelöste Kursanstieg über den Widerstand bei ca. 83 Euro hat sich bei Siltronic als Fehlausbruch erwiesen. Der einen Tag später vorgelegte „Wachstumsplan bis 2028“ hat der Aktie bislang zweistellige Verluste beschert.
Mehr zu den beiden Unternehmen Hensoldt und Siltronic erfahren Sie in der heutigen Ausgabe.
Die Zyklik der Halbleiterbranche ist für Investoren eine große Herausforderung. Wer hier abwartet, bis sich die Ergebnisse der Unternehmen nachhaltig in die richtige Richtung entwickeln, ist oftmals (zu) spät dran.
Die Erwartungen an die Q3-Zahlen (26.10.) von Siltronic sind gering.
In dieser Ausgabe kümmern wir uns um die Wechsel in MDAX und SDAX und den Finanzdienstleister Procredit.
In dieser Ausgabe kümmern wir uns um Deutsche Börse, Hochtief, Siltronic und PBB.
Im Jahr 1926 unter dem Namen Shin-Etsu Nitrogen Fertilizer gegründet, zählt der japanische Chemiekonzern Shin-Etsu heute mit einem Umsatz von knapp 2,1 Bio. Yen (15,8 Mrd. US-Dollar) und einer Marktkapitalisierung von 60 Mrd. US-Dollar weltweit zu den führenden Herstellern von (an-)organischer Chemie, Elektronikchemikalien und Funktionsmaterialien.
Die Berichtssaison zum abgelaufenen Jahr hat ihren Höhepunkt längst überschritten. Das schwierige Jahr 2022 haben europäische und deutsche Unternehmen nach einer Analyse der Deutschen Bank mit einer Gewinnausweitung von 25% im Q4 besser als ihre US-Pendants (-3%) überstanden.
Bei Dürr, Talanx, und Gerresheimer haben wir jeweils die Stopps angezogen. Bei unserem Musterdepotwert Gerresheimer haben wir eine bis Ende März gültige Order mit Limit bei 71,50 Euro platziert. Siltronic und Scout24 wurden auf Halten abgestuft.
Die Chipbranche ist ein schnelllebiges Geschäft. Die jüngsten Aussagen von Siltronic belegen das eindrucksvoll.
Bei Befesa, Siltronic, Fuchs Petrolub Vz., Stabilus und Gerresheimer haben wir jeweils die Stopps erhöht. Bei Hugo Boss sind wir wieder eingestiegen.
Blendend gelaufen ist die Aktie (79,85 Euro; DE000WAF3001) des Halbleiter-Zulieferers Siltronic seit unserer Empfehlung in PB v. 2.11.22. Stolze 23% Wertzuwachs stehen bislang zu Buche und vom 52-Wochen-Tief bei 56,05 Euro im Oktober hat sich das Papier gar um über 40% erholt.
Siltronic ist neu in dieser Liste. Bei Hugo Boss (siehe Analyse in dieser Ausgabe) wurden wir dagegen mit 14% Verlust ausgestoppt.
Unverändert stark ist die Nachfrage nach Siliziumwafern, die Siltronic an führende Halbleiterhersteller liefert. Der Umsatz im Q3 erreichte mit 474 Mio. Euro (+27,6% vs. Q3 2021) ein neues Rekordniveau, begünstigt vom starken US-Dollar. Zudem erhöhte der Vorstand die Prognose für das Gj. 2022 und geht nun von einer Umsatzsteigerung von 26 bis 30% aus (zuvor: 21 bis 27%). Die EBITDA-Marge soll mit 36 bis 38% das obere Ende der bisherigen Prognose übertreffen (34 bis 37%).
Auch starke Q2-Zahlen konnten die Siltronic-Aktie (66,25 Euro; DE000WAF3001) nicht nachhaltig befeuern. Seit Jahresbeginn verlor das MDAX-Papier über 50% an Wert. Schuld daran ist allerdings auch die geplatzte Übernahme durch Globalwafers, die den Kurs vorher befeuert hatte. Immerhin konnte der Umsatz im Q2 um knapp 30% zulegen und die Analystenerwartungen damit um 10% übertreffen.
Auch bei Siltronic ging es zuletzt steil bergauf. Der Wafer-Hersteller profitierte davon, dass die jüngste Bewertungskorrektur bei den Halbleiterwerten als zu überzogen angesehen und etwas korrigiert wurde. Seit Jahresbeginn hat sich das 2022er-KGV der Aktie, an der Wacker Chemie rd. 30% der Anteile hält, von 18 auf 8 mehr als halbiert, wozu ein kräftiger Kursrutsch (-36% YTD) deutlich stärker als die Reduzierung der Gewinnschätzungen (-19%) beigetragen hat.
Gegenüber den guten Jahreszahlen vor wenigen Wochen (vgl. PB v. 13.4.) schwächte sich die Wachstumsdynamik von Siltronic nur auf den ersten Blick im Q1 gravierend ab. Der Waferproduzent für die Halbleiterindustrie kommt im branchenüblichen Vergleich zum Q4 nur auf ein mageres Plus beim Umsatz (+10,7%) und ber. EBITDA (+3,5%).
Die Zahlen, die Siltronic im März den Anlegern präsentierte, konnten sich sehen lassen. Um 16,5% steigerte sich der Umsatz im Gj. 2021 gegenüber dem Vorjahr. Die hohe Auslastung des Wafer-Herstellers sorgte auch für starke Margen. So weitete sich die EBITDA-Marge von 27,5% auf 33,2% aus.
Die Übernahme von Siltronic durch den taiwanesischen Halbleiter-Zulieferer Globalwafers ist geplatzt, nachdem das Bundesministerium die Frist zur behördlichen Genehmigung hat verstreichen lassen. Nachdem die SDAX und TecDAX-Aktie (119,55 Euro; DE000WAF3001) seit einem Jahr engmaschig um den Angebotspreis (145,00 Euro je Aktie) oszillierte, sackte der Kurs rd. 15% in die Tiefe, als vor wenigen Tagen Spekulationen über ein Scheitern des Deals die Runde machten.
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