S&T – Der Stopp rückt näher
Gehörig abwärts ging es am Montag (17.6.) bei S&T. Grund für die Verluste des SDAX- und TecDAX-Papiers (19,81 Euro; AT0000A0E9W5) von fast 10% waren hochvolumige Aktienverkäufe der Konzernführung.
„Der Preis ist das, was du bezahlst. Der Wert ist das, was du erhältst.“
Gehörig abwärts ging es am Montag (17.6.) bei S&T. Grund für die Verluste des SDAX- und TecDAX-Papiers (19,81 Euro; AT0000A0E9W5) von fast 10% waren hochvolumige Aktienverkäufe der Konzernführung.
Ausnahmen bestätigen die Regel: Auch wenn wir derzeit sehr zuversichtlich für IT-Dienstleister sind (s. S. 1 „Unsere Meinung“), bereitet uns eine Perle dieses Sektors aktuell etwas Kummer. Ende April erreichte S&T bei 25,16 Euro den Jahreshöchststand und konnte dieses Niveau bis Anfang Mai halten.
Bis Ende 2018 wollte S&T die Umsatzmilliarde knacken – so sah es der Plan des Vorstands 2014 vor. Mit 990,9 Mio. Euro hat der IT-Dienstleister dieses Ziel denkbar knapp verfehlt. Grund zur Trauer ist das aber keinesfalls. Mit einem um 33% auf 90,5 Mio. Euro verbesserten EBITDA lagen die in SDAX und TecDAX notierten Österreicher über der im November erhöhten Guidance von 88 Mio. Euro. Das Konzernergebnis stieg um 60% auf 48,5 Mio. Euro.
Vor weniger als zehn Jahren war die Aktie von S&T ein klassischer Pennystock. Nach dem 2001 markierten Allzeithoch bei über 41 Euro fiel der Kurs der Österreicher im Tief bis auf 0,49 Euro, ein Minus von 99%. Heute zählt der ehemalige Zockerwert zu den typischen Kandidaten der Sorte „Hätte ich damals doch investiert“. In den vergangenen Jahren ist der Kurs nämlich stetig und deutlich gestiegen, so dass im September schon wieder die Marke von 28 Euro erreicht wurde.
Als der S&T-Vorstand im Jahr 2014 das Ziel ausgab, bis Ende 2018 einen Umsatz von 1 Mrd. Euro und ein EBITDA von 80 Mio. Euro zu erreichen, lagen die Werte noch bei 385 Mio. bzw. 23 Mio. Euro. Nun, kurz vor Ablauf dieser Agenda 2018, kann CEO Hannes Niederhauser nahezu Vollzug melden: Von Januar bis September stiegen der Umsatz des IT-Dienstleisters um 12,4% auf 660,0 Mio. Euro und das EBITDA um 33,0% auf 57,2 Mio. Euro.
Noch steckt das Thema „Industrie 4.0“ in den Kinderschuhen. Doch dieser Markt werde in den kommenden Jahren mit rd. 17% stärker wachsen als die Gesamtwirtschaft, erläutert S&T-CEO Hannes Niederhauser bei der Vorstellung der Hj.-Zahlen.
Gewinnmitnahmen führten im Oktober 2017 dazu, dass unser früherer Musterdepotwert S&T ausgestoppt wurde (vgl. PB v. 25.10.17).
Natürlich ist es nie schön, wenn ein Depotwert ausgestoppt wird. Denn einem solchen Vorgang geht in der Regel ein massiver Kursverlust voraus. So auch bei S&T: Innerhalb von zwei Wochen verlor die Aktie (16,49 Euro; AT0000A0E9W5) über 13% an Wert.
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Die Aktie von S&T kennt in diesem Jahr nur eine Richtung: nach oben. Am Montag legte unser Musterdepotwert (18,68 Euro; AT0000A0E9W5) rd. 7% zu und erklomm mal wieder ein neues Allzeithoch bei 19,12 Euro.
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Zu Monatsbeginn hatten wir berichtet, dass sich die Übernahme von Kontron für S&T bereits bezahlt gemacht hat (vgl. PB v. 7.8.). Unser Musterdepotwert konnte sein Hj.-Ergebnis deutlich steigern.
Die Übernahme von Kontron (vgl. PB v. 20.2.) macht sich für S&T bezahlt: Unser Musterdepotwert meldete im 1. Hj. auch dank der Konsolidierung des Computerbauers einen Umsatzanstieg von 90%.
Am Mittwochabend stand fest: Der DB Platinum IV Platow Fonds wird auch den sechsten Monat hintereinander mit einem Plus abschließen. Damit hat der auf deutsche Aktien spezialisierte Fonds bisher in allen Monaten des Jahres 2017 eine Kurssteigerung ausgewiesen. Nicht nur im bisherigen Jahresverlauf, sondern auch speziell im Mai hat er sowohl den DAX als auch den besser vergleichbaren SDAX überflügelt.
Im vierten Monat des Jahres standen die Aktien aus der vierten Reihe ganz vorne. So landete der deutsche Leitindex DAX im April zwar solide im Plus, doch war die Monatsrendite bei den mittelgroßen Werten aus dem MDAX und TecDAX im Schnitt mehr als doppelt und bei den „Kleinen“ aus der dritten Reihe (SDAX) mehr als fünfmal so groß. Bei den Aktien, die in gar keinem dieser vier Auswahlindizes enthalten sind, war der Anstieg teilweise noch stärker.
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Durch die Verschmelzung von S&T und Kontron, der die Aufsichtsräte beider Konzerne zu Wochenbeginn zugestimmt hatten, schoss die Aktie am Dienstag auf ein neues Allzeithoch bei 13,83 Euro.
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Mit Rekordwerten beendete S&T das Jahr 2016: Der Umsatz knackte erstmals die Marke einer halben Mrd. Euro und erreichte 503,7 Mio. Euro (+7,6%). Das EBITDA stieg deutlich um 21% auf 34,4 Mio. Euro.
Ob zu Hause, im Arbeitsalltag oder unterwegs, Software ist allgegenwärtig und bestimmt große Teile des Lebens. Wie wichtig die Softwareindustrie für die deutsche Wirtschaft ist, zeigt eine aktuelle Studie der britischen The Economist Group. Demnach trägt sie knapp 153 Mrd. Euro und damit 5,2% zum BIP bei und stellt mit über 1,9 Mio. Beschäftigten etwa 4,5% der deutschen Arbeitsplätze. Auch an der Börse machen Softwareunternehmen derzeit eine gute Figur.
In der PB v. 16.12.16 berichteten wir bereits darüber, dass S&T-Chef Hannes Niederhauser eine Komplettübernahme durch den Großaktionär Ennconn, einer Tochter des Apple-Zulieferers Foxconn, nicht ausschließt. Zwischen den Jahren haben die Chinesen einen weiteren Schritt auf diesem Weg getan und ihre Anteile an dem österreichischen Systemhaus aufgestockt.
Nachdem der österreichische IT-Konzern S&T im Herbst 30% der Aktien von Kontron übernommen hat (s. PB v. 14.10.), soll im Januar mit der betrieblichen Verschmelzung beider Unternehmen begonnen werden. S&T-CEO Hannes Niederhauser wird bei den Augsburgern einen Vorstandsposten erhalten und plant, dass die Kontron-Aktien im Juni 2017 vom Markt verschwinden.
Während deutsche Technologieaktien im dritten Quartal meist Performancebringer waren, büßten sie im Oktober von ihrem strahlenden Nimbus merklich ein. So gaben die im TecDAX versammelten Titel binnen Monatsfrist ihre im August und September mühsam aufgebauten Gewinne komplett ab. Zwar sind TecDAX-Papiere im Platow-Fonds mit einem Anteil von 14% eher wenig präsent, Technologietitel im Allgemeinen mit grob 27% aber schon.
Der österreichische Technologiekonzern S&T hat einen neuen Hauptaktionär. Wie der TecDAX-Konzern am Mittwoch bekannt gab, zeichnet mit der Ennconn Corporation eine Tochter des chinesischen Apple-Zulieferers und iPhone-Herstellers Foxconn eine Kapitalerhöhung um 10% und erwirbt S&T-Aktien im Wert von 43,9 Mio. Euro (10,03 Euro pro Aktie). Damit ist Enconn zu 29,4% an den Linzern beteiligt. Konzernchef und Kernaktionär unseres Musterdepotwertes Hannes Niederhauser hat das Kapital nicht grundlos aufgestockt.
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