Jenoptik strahlt Optimismus aus
Viele positive Aspekte streifte Jenoptik-Finanzvorstand Hans-Dieter Schumacher am Wochenende in einem Interview mit der „Börsen-Zeitung“. Das gab unserem Depotwert seit Montag (25.1.) einem kräftigen Schub von 7%.
„Märkte können länger irrational bleiben, als Sie liquide bleiben können.“
Viele positive Aspekte streifte Jenoptik-Finanzvorstand Hans-Dieter Schumacher am Wochenende in einem Interview mit der „Börsen-Zeitung“. Das gab unserem Depotwert seit Montag (25.1.) einem kräftigen Schub von 7%.
Das Pandemiejahr 2020 haben die Märkte schnell abgehakt. Brauchten die Börsen nach der Weltfinanzkrise sechseinhalb Jahre, um das Vorkrisenniveau zu erreichen, so haben Dow Jones und DAX schon knapp neun Monate nach Ausbruch des Virus neue Allzeithochs erklommen. Droht jetzt ein Ende der Rekordjagd? Wir gehen voller Zuversicht ins neue Börsenjahr. Auf diese Themen sollten Sie setzen:
Meteorologisch ist der November gewiss kein Wonnemonat. An der Börse präsentierte sich der vorletzte Monat des Jahres aber ganz und gar nicht als graue Trübsinnszeit: Ein Kursgewinn von voraussichtlich rd. 15% bedeutet die beste November-Bilanz der DAX-Geschichte und den höchsten Zugewinn des Leitindex in einem einzigen Monat seit April 2009, als die globalen Börsen die Folgen der internationalen Finanzkrise abschüttelten.
Nachhaltigkeit stellt für Investoren inzwischen ein wichtiges Einstiegskriterium dar. Deswegen ist es eine gute Nachricht, dass Jenoptik im Oktober-Update von MSCI das Rating A erhalten hat.
Die operative Lage hat sich bei Jenoptik im Q3 wieder deutlich verbessert. So berichtete der Technologiekonzern am Montag (19.10.), dass der Auftragseingang bereits wieder auf dem Vorjahresniveau angekommen ist und Umsatz und Ergebnis sich zumindest gegenüber dem Q2 verbessert haben.
Den meisten Unternehmen fällt es auch nach neun Monaten des laufenden Jahres schwer, eine verlässliche Prognose für 2020 abzugeben. ASML Holding, einer der weltweit führenden Anbieter von Lithographiesystemen, ist da schon einen gehörigen Schritt weiter. Konzernchef Peter Wennink bestätigte nicht nur den Ausblick für 2020, der einen Umsatz von „mindestens 13,3 Mrd. Euro“ (das wären 12,7% mehr als die 2019 erreichten 11,8 Mrd. Euro) vorsieht, sondern gab sich auch für 2021 optimistisch: Dann sollen die Erlöse erneut „im niedrigen zweistelligen Prozentbereich“ zulegen.
Bei Jenoptik geht es aktuell Schlag auf Schlag. Erst am vergangenen Donnerstag (24.9.) wurde der Kauf des Optikspezialisten Trioptics abgeschlossen, nun meldete unser Depotwert am Montag einen Großauftrag aus der Automobilindustrie: Drei komplett automatisierte Fertigungszellen mit Jenoptik-Laseranlagen werden komplexe Karosserieteile für Elektroautos schneiden und schweißen.
Die Jenoptik-Tochter Vincorion startet mit SFC Energy eine interessante Kooperation im Bereich Energiemanagement. Gemeinsam sollen mobile Energieversorgungssysteme für Verteidigungs- und Katastrophenschutzkräfte entwickelt und vermarktet werden.
Solide hat sich Jenoptik im 1. Hj. geschlagen, in dem die Corona-Einschläge mit Standortoptimierungen, Restrukturierungen und Kostensenkungen eingedämmt werden konnten.
Die Q2-Berichtssaison nimmt Fahrt auf und führt zu einer kuriosen Situation, die es bei PLATOW so auch nicht alle Tage gibt: Am Mittwoch und Donnerstag (5./6.8.) berichtete die Hälfte unserer Musterdepot-Unternehmen über die ersten sechs Monate, weshalb sich die heutige Ausgabe mit Ausnahme der Europa-Aktie auf S. 3 ausschließlich um unsere Depotwerte dreht.
Am Donnerstag (2.7.) vermeldete Jenoptik den Einstieg bei Trioptics. Die Hamburger gehören mit 400 Mitarbeitern zu den führenden Anbietern von Mess- und Fertigungssystemen für optische Komponenten und Sensoren.
Nachdem Jenoptik noch am 24.3. unter dem Einfluss von Covid-19 die Dividende strich und den Ausblick kappte, herrschte bei Anlegern Tristesse. Jetzt zeigen die Thüringer aber, dass sie stabil durch die aktuelle Krise kommen könnten.
Gestern (4.6.) hat die EZB erwartungsgemäß die Ausweitung der Anleihekäufe in einer Notsituation beschlossen. Damit werden dem „Pandemic Emergency Purchase Programme“ (PEPP) weitere 600 Mrd. Euro für den Kauf von Bonds zufließen.
Mit mehr Mut und Zuversicht hat Jenoptik vergangene Woche die Börse infiziert. Investoren können sich u. a. wieder über einen klaren Ausblick freuen, der mit einem Jahresumsatz von 800 Mio. Euro und einer EBITDA-Marge von 14,3% den Erwartungen des Marktes entspricht.
„An der Börse ist zwei mal zwei niemals 4, sondern 5 minus 1“, lautet eine der bekannten Börsenweisheiten des 1999 verstorbenen André Kostolany. Um im Bild des Gurus zu bleiben: Zum wahren Börsianer gehören stets gute Nerven, die oft unausweichlichen „minus 1“ auszuhalten.
Sehr zuversichtliche Worte kamen am Mittwoch (6.5.) vom Jenoptik-Vorstand. Ausgehend von einem stärkeren 2. Hj. kann sich die Unternehmensführung mit der aktuellen Markterwartung für das Gj., die einen Umsatz von rd. 800 Mio. (Vj.: 855,2 Mio.) Euro und eine EBITDA-Marge von ca. 14,3% (Vj.: 15,7%) beinhaltet, bestens anfreunden.
Gute Geschäfte im Q4 sorgten bei Jenoptik im Gj. für ein Umsatzplus von 2,5% auf 855 Mio. Euro und ein EBITDA von 134 Mio. Euro (+5%). Die Marge stieg von 15,3 auf 15,7%. Die Jenaer übertrafen die Analystenerwartungen und erreichten die eigenen Ziele.
Am Freitagabend (17.1.) blies Jenoptik die Verkaufsbemühungen für die Militärsparte Vincorion überraschend ab. Die vorgelegten Angebote entsprachen nicht den Erwartungen der Jenaer.
Trotz schwächerer Geschäfte mit der Autoindustrie steigerte Jenoptik im Q3 den Umsatz um 1,9% auf 212,7 Mio. Euro. Der Technologiekonzern profitierte vom guten Geschäft mit Halbleiterausrüstern. Daher kletterte das EBIT um 8,1% auf 25,9 Mio. Euro. CEO Stefan Traeger bestätigte die 2019er-Ziele, die einen Umsatz von 850 Mio. bis 860 Mio. Euro und eine EBITDA-Marge von rd. 15,5% vorsehen.
Mitte September wird SLM Solutions auf der EMO 2019, der Weltleitmesse der Metallverarbeiter in Hannover, Kunden erläutern, wie sie aus Metallpulver mit Hilfe von 3D-Druckern Teile für die Luftfahrtbranche, den Energie- und den Gesundheitssektor herstellen können.
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