Hornbach werkelt im Dunkeln
Im wettbewerbsintensiven Umfeld konnte Hornbach Holding im Q3 höhere Einkaufspreise nicht weiterreichen und musste einen bereinigten EBIT-Rückgang von deutlichen 31% auf knapp 20 Mio. Euro verkraften.
„Nichts ist so permanent wie ein temporäres Regierungsprogramm.“
Im wettbewerbsintensiven Umfeld konnte Hornbach Holding im Q3 höhere Einkaufspreise nicht weiterreichen und musste einen bereinigten EBIT-Rückgang von deutlichen 31% auf knapp 20 Mio. Euro verkraften.
Das Wetter machte der Hornbach Holding im 1. Hj. (per 31.8.) einen Strich durch die Ergebnisrechnung. Eine längere Kälteperiode im Q1 sowie hohe Temperaturen und eine ungewöhnliche Trockenheit im Q2 erweisen sich als nicht heimwerkerfreundlich. So lag der Umsatz von März bis August mit rd. 1,2 Mrd. Euro zwar 3,5% über Vj., doch das ber. EBIT fiel um 7,7% auf 160,9 Mio. Euro. Immerhin konnte der Baumarktbetreiber im Sonnen-Sommer Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum frostigen Frühjahr steigern.
Für den Ausbau des Mehrkanalhandels hat die Hornbach Holding im Gj. 2017/18 (per 28.2.) über 60 Mio. Euro investiert und damit 13% mehr als im Jahr zuvor. Vorstandschef Albrecht Hornbach will technologisch mit den führenden Online-Pure-Playern gleichziehen. Das ist teuer und erfordert ein ertragsstarkes Geschäft.
In der vergangenen Ausgabe haben wir Ihnen die Dividendenkönige unserer HDAX-Empfehlungen vorgestellt. Heute stehen die Nebenwerte im Fokus. Eigentlicher Star dieser Dividenden-Saison ist der SDAX. Seine Unternehmen schütten für 2017 insgesamt knapp 2 Mrd. Euro aus, was einem Zuwachs von starken 46% entspricht. Dazu trugen jedoch auch Einmaleffekte bei, wie eine Sonderdividende bei Puma oder der Drive Now-Verkauf von Sixt.
Die Bau- und Gartenmärkte bleiben auch im Q3 der Wachstumsmotor der Hornbach Holding. V. a. im europäischen Ausland verzeichneten sie ein kräftiges Umsatzplus.
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Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Diese Redewendung scheint die Baumarktmutter Hornbach Holding zu beherzigen. Bei Erlösen von 2,3 Mrd. Euro (+5,7%) ist das EBIT im 1. Hj. (per 31.8.) überproportional um 15,2% auf 175,8 Mio. Euro angestiegen.
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Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2016/17 (per 28.2.), die die Hornbach Holding zu Wochenbeginn präsentierte, können sich sehen lassen: Der Umsatz stieg auf 3,9 Mrd. Euro (+4,9%), das EBIT legte noch stärker zu und erreichte 156,8 Mio. Euro (+14%). Die EBIT-Marge kletterte von 3,7 auf 4,0%.
In der nördlichen Hemisphäre hat der Frühling begonnen. Und wie jedes Jahr um diese Zeit strömen viele Männer – und zunehmend auch Frauen – in die Baumärkte, um Haus und Hof für die schöne Jahreszeit herauszuputzen. Die Heimwerker-Branche boomt seit langem. In Deutschland setzte sie 2016 gut 18,2 Mrd. Euro um (+1,5%). 2017 wird ein Wachstum von 1,3% erwartet. Grund genug, einen Blick auf die großen börsennotierten Baumärkte zu werfen.
„Ein neues Jahr, ein neues Glück! Wir ziehen froh hinein. Denn vorwärts, vorwärts, nie zurück, soll unsre Losung sein“, textete im 19. Jahrhundert der Dichter August Heinrich Hoffmann von Fallersleben.
Am Mittwoch zeigte sich einmal mehr, dass die beiden Hornbach-Aktien durchaus ein Eigenleben führen. Das Papier der Holding (64,69 Euro; DE0006083405) legte um gut 2% zu, während der Baumarkt-Titel (28,65 Euro; DE0006084403) um 0,6% abgab. Erstes zeigt sich seit den Halbjahreszahlen, die die Pfälzer Ende September veröffentlichten, ohnehin in besserer Verfassung. Und seit unserem Einstieg in PB v. 13.4. kommt die Holding auf ein Plus von fast 18%, während bei der Baumarkttochter nur 6% zu Buche stehen.
Der August war eher kein Monat für Small Caps. Die im SDAX versammelten Titel verloren im Schnitt sogar leicht (-0,1%), auch weil einige höher gewichtete Indexmitglieder wie ElringKlinger, GfK, Heidelberger Druck oder Scout24 teils herbe Verluste einstecken mussten. All diese Titel sind indes nicht im DB Platinum IV Platow Fonds (231,23 Euro; LU1239760025) enthalten, obwohl der Fokus dieses Aktienfonds klar auf deutschen Small Caps liegt.
Die Baumarktkette Hornbach Holding feilt seit geraumer Zeit an einem tragfähigen Konzept für die Zukunft. Dazu gehören die Optimierung des Filialnetzes mit Schließungen kleinerer Standorte, die Expansion ins Ausland, wo noch nicht in jeder Kleinstadt mehrere Heimwerkermärkte um die Gunst der Kunden werben, und der Aufbau eines zeitgemäßen Onlineshops, der die stationären Märkte mit einbindet.
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Mitte Mai war es so weit: Das Platow-Zertifikat bzw. der ihm zu Grunde liegende Platow-Fonds feierte seinen zehnten Geburtstag. Und es gab wirklich Grund, die Korken knallen zu lassen: natürlich auch, weil das zehnjährige Jubiläum so eine schöne runde Marke ist, aber vor allem deshalb, weil es eine echte Erfolgsstory zu feiern gibt. Als das X-markets-Team der Deutschen Bank und PLATOW 2006 das neue Projekt aus der Taufe hoben, waren die Erwartungen zwar hoch.
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Seit Hornbach im Dezember seine Ergebnisziele nach unten korrigiert hat, kommen die Aktien der Baumarktkette so recht auf keinen grünen Zweig. Gerade bei den Anteilen der Holding wurde der zarte Aufwärtstrend von den ersten Zahlen zum Fiskaljahr 2015/16 (per 29.2.) wieder zunichte gemacht. Insgesamt schaffte der Konzern, der neben den Bau- und Baustoffmärkten die Immobilienverwaltung umfasst, ein Umsatzplus von gut 5% auf 3,8 Mrd. Euro. Flächen- und wechselkursbereinigt kam Hornbach aber nur um 2,6% voran. Gerade in Deutschland, wo der Konzern 99 Bau- und Gartenmärkte betreibt, waren kaum Umsatzzuwächse möglich.
Im März gelang es dem Platow-Zertifikat mit einem Zugewinn von 5,9% einmal mehr, die vier wichtigsten Indizes der DAX-Familie hinter sich zu lassen. Dabei reichte die Bandbreite von +0,8% beim TecDAX bis +5,3% beim am besten vergleichbaren SDAX. Die Rangliste entspricht dem Bild, das das „Wettrennen“ auch während der gesamten Laufzeit des Zertifikat bzw. Fonds zeigt. Seit Mai 2006 fällt die Outperformance gegenüber dem SDAX sogar besonders deutlich aus.
Fernsehen verdrängt Dünger! Momentan spricht einiges dafür, dass der Düngemittel- und Salzhersteller K+S noch im März aus dem DAX verbannt und durch unseren Depotwert ProSiebenSat.1 Media ersetzt wird. Auf Basis der letztverfügbaren Rangliste der Deutschen Börse wäre das bereits passiert, da K+S gemäß der Fast-Exit-Regel hätte weichen müssen. Viel dürfte sich daran im Februar nicht geändert haben, weshalb der Arbeitskreis Aktienindizes auf der nächsten Sitzung am 3. März diesen Tausch wohl vornehmen muss.
Lange hatte sich die Baumarktkette Hornbach zu ihren Prognosen für das laufende Fiskaljahr (per 28.2.) bekannt, obwohl mehrere Faktoren das Geschäft erschwerten. Den Pfälzern machte einmal mehr das Wetter einen Strich durch die Rechnung, zudem schaffte es der Konzern immer weniger, gestiegene Einkaufskosten an die Kunden weiterzugeben. Jetzt zog Hornbach die Reißleine und korrigierte seinen Ausblick.
Die Baumarktbranche wandelt sich seit einigen Jahren. Neue Konzepte entstehen, da der Kunde stärker in den Mittelpunkt der Unternehmenspolitik rückt. Großer Verlierer dieser Veränderungen war die Praktiker-Kette, die letztlich über ihr Billig-Image stolperte. Schließlich wollen die Heimwerker neben attraktiven Preisen ein umfangreiches Angebot, kompetente Beratung und eine einfache Beschaffung. So bieten die großen Märkte längst Drive-Ins, an denen die Kunden die Waren direkt ins Fahrzeug laden können. Auch in den Internethandel ist inzwischen reichlich Bewegung gekommen.
Es bleibt vorerst dabei: Die Aktien kleinerer Unternehmen schlagen sich in der laufenden Korrektur deutlich besser als Blue Chips und Mid Caps. Deshalb sehen auch die Charts des TecDAX und des SDAX immer noch recht ansehnlich aus, während beim DAX und MDAX doch klare Abwärtstrendkanäle auszumachen sind. Es überrascht daher nicht, dass der Chart des Platow-Fonds, der Titel aus allen vier Indizes enthält, wie eine Mischung aus diesen zwei Varianten aussieht.
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Die Messlatte des Vorjahresquartals habe nach dem Umsatzsprung von mehr als 16% extrem hoch gehangen, relativiert CFO Roland Pelka den leichten flächenbereinigten Umsatzrückgang (-1,1%) der Hornbach Holding im Q1 (per 31.5.). Dank zweier Neueröffnungen schaffte es die Baumarktkette, die Erlöse insgesamt um 1,6% auf 1,05 Mrd. Euro zu heben.
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