Gea – Positive Seltenheit
Mitten in der Q2-Zahlenflut sticht Gea Group deutlich hervor. Denn der Maschinen- und Anlagenbauer für die Nahrungsmittelindustrie hat viele operative Größen trotz schwächerer Marktlage verbessern können.
Mitten in der Q2-Zahlenflut sticht Gea Group deutlich hervor. Denn der Maschinen- und Anlagenbauer für die Nahrungsmittelindustrie hat viele operative Größen trotz schwächerer Marktlage verbessern können.
Beeindruckende Q1-Zahlen der GEA Group von Mitte Mai (vgl. PB v. 18.5.) haben die MDAX-Aktie (29,29 Euro; DE0006602006) weiter angetrieben.
Mit den Q1-Zahlen vom Freitag (15.5.) meldet sich GEA Group eindrucksvoll an der Börse zurück. Denn der Maschinen- und Anlagenbauer hat mit der Restrukturierung und dem neuen Management augenscheinlich an den richtigen Stellschrauben gedreht.
Eine Goodwill-Abschreibung auf den Firmenwert der im November 2017 erworbenen italienischen Tochter Pavan sorgt bei der GEA Group im Gj. 2019 für rote Zahlen bei EBIT und Konzernergebnis.
Wie bereits gestern Nachmittag in unserem „Vorab-Service“ (eine Anmeldung dazu ist jederzeit kostenlos möglich über eine formlose E-Mail an derivate@platow.de) angekündigt, haben wir heute Morgen mehrere Veränderungen in unserem Musterdepot vorgenommen. Nötig geworden war das durch einige sehr heftige Kursverwerfungen im Rahmen unserer Aktien-Momentum-Strategie.
Wie schon in der Vorwoche haben wir auch diesmal wieder drei Wechsel bei unserer Aktien-Momentum-Strategie vorgenommen. Ausschlaggebend dafür war unser Relative Stärke-Ranking, das auf Basis der Schlusskursdaten von gestern Abend ermittelt wurde.
Flaute im Maschinenbau? Nicht bei GEA! Der Auftragseingang der Düsseldorfer stieg im Q3 um 4,8% auf 1,25 Mrd. Euro, der Umsatz legte 3,9% auf 1,23 Mrd. Euro zu.
Die Wachstumsaussichten seien intakt, doch mit der Profitabilität ist GEA-Chef Stefan Kleber alles andere als zufrieden. Um sie zu erhöhen, sollen ab 2020 Synergien im Einkauf greifen und das globale Produktionsnetzwerk optimiert werden, so der CEO am Donnerstag (26.9.) auf einem Kapitalmarkttag.
Manch ein Börsianer wird sich beim Blick auf den Kurszettel in den vergangenen Tagen verwundert die Augen gerieben haben. Denn was Mitte August begann, setzt sich immer weiter fort: Die Auferstehung der tot geglaubten Zykliker.
Als Systemanbieter für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie gehört GEA zu den Maschinenbauern und damit zu einem Sektor, dessen Auftragseingang deutschlandweit in der ersten Jahreshälfte um 9% sank. Bei den Düsseldorfern belief sich der Rückgang lediglich auf 6,1%, wobei Konzernchef Stefan Klebert auch noch auf einen starken Vj.-Wert sowie kundenseitige verschobene Aufträge verweisen kann. Daher geht er von einer Belebung des Ordereingangs im 2. Hj. aus.
Der Konzernumbau der GEA Group geht rasant voran. Zu Wochenbeginn präsentierte der Maschinenbauer für die Lebensmittelindustrie eine neue Organisationsstruktur, die bereits zum 1.1.20 voll umgesetzt sein soll.
Der neue GEA-CEO Stefan Klebert, der nicht zuletzt auf Betreiben des aktivistischen Investors Paul Singer am 18.2. das Führungsruder vom langjährigen Konzernchef Jürg Oleas übernehmen wird, muss zahlreiche Probleme lösen. Die Profitabilität des Maschinenbauers lässt zu wünschen übrig, den Umbau der Konzernstrukturen soll er in einem schwächeren Konjunkturumfeld bewältigen und gleichzeitig auch noch einen neuen Finanzvorstand finden.
Bei GEA reißen die schlechten Nachrichten nicht ab. Der Maschinenbauer ist zum einen wegen der Konjunkturabkühlung und anhaltend hoher Personal- und Materialkosten wenig zuversichtlich für 2019.
Paul Singer verliert die Geduld. Der US-Investor, der mit seinem Hedgefonds Elliott die Beteiligung an Gea jüngst auf über 5% ausgebaut hat, wirft wesentlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats – einschließlich des Vorsitzenden – mangelnde Unabhängigkeit vor und fordert die Ablösung von Chefaufseher Helmut Perlet.
Führungswechsel bei GEA: Der langjährige Vorstandschef Jürg Oleas gab am Montag bekannt, seinen Ende 2019 auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Damit der Systemanbieter für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie zügig einen Generationenwechsel einleiten kann, erklärte sich Oleas bereit, seinen Hut bereits zur HV im April 2019 zu nehmen.
Noch hatten die beiden Großaktionäre, der Milliardär Albert Frère und der Elliott Fonds von Paul Singer, wenig Freude mit ihren Engagements bei der GEA Group (jeweils rd. 3%). Denn die Aktie (39,10 Euro; DE0006602006) notiert auf dem niedrigsten Niveau seit Oktober 2017. Hauptgrund für die Schwäche waren Gewinnwarnungen des Managements um Vorstandschef Jürg Oleas.
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Mit dem Milliardär Albert Frère und dem Elliott Fonds von Paul Singer hat GEA Großaktionäre, die jeweils rd. 3% der Aktien halten. Die jüngsten Prognosen von CEO Jürg Oleas dürften beiden aber nicht gefallen haben.
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Anfang Oktober hatten wir zum Einstieg beim Maschinenbauer GEA geraten, nachdem der belgische Milliardär Albert Frère rd. 3% der Anteile an den Düsseldorfern erworben hatte (vgl. PB v. 2.10.). Unsere Empfehlung ist wohl auch auf dem Tisch von Paul Singer gelandet, denn dessen Elliott Fonds hat mittlerweile ebenfalls 3,01% am MDAX-Konzern erworben.
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Mit zwei Gewinnwarnungen in kurzer Folge (Oktober 2016 und Juli 2017) verspielte die GEA Group viel Vertrauen am Kapitalmarkt. Im Bereich von 35 bis 38 Euro fand der Titel nun aber einen Boden. Dazu hat auch der Einstieg des belgischen Investors Albert Frère beigetragen, der nun rd. 3% hält.
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Schon im Oktober musste GEA eine Gewinnwarnung aussprechen. Mit der Vorlage der Hj.-Zahlen wiederholte nun Vorstandschef Jürg Oleas dieses negative Ereignis. Denn der Konzern senkte die Zielrange für das EBITDA im Gesamtjahr von 620 Mio. bis 670 Mio. Euro auf nur noch 600 Mio. bis 640 Mio. Euro. Beim Umsatz wollen die Düsseldorfer hingegen weiterhin eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahreswert von 4,5 Mrd. Euro erreichen.
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