GEA – Besser als die Branche
Flaute im Maschinenbau? Nicht bei GEA! Der Auftragseingang der Düsseldorfer stieg im Q3 um 4,8% auf 1,25 Mrd. Euro, der Umsatz legte 3,9% auf 1,23 Mrd. Euro zu.
„Märkte können länger irrational bleiben, als Sie liquide bleiben können.“
Flaute im Maschinenbau? Nicht bei GEA! Der Auftragseingang der Düsseldorfer stieg im Q3 um 4,8% auf 1,25 Mrd. Euro, der Umsatz legte 3,9% auf 1,23 Mrd. Euro zu.
Die Wachstumsaussichten seien intakt, doch mit der Profitabilität ist GEA-Chef Stefan Kleber alles andere als zufrieden. Um sie zu erhöhen, sollen ab 2020 Synergien im Einkauf greifen und das globale Produktionsnetzwerk optimiert werden, so der CEO am Donnerstag (26.9.) auf einem Kapitalmarkttag.
Manch ein Börsianer wird sich beim Blick auf den Kurszettel in den vergangenen Tagen verwundert die Augen gerieben haben. Denn was Mitte August begann, setzt sich immer weiter fort: Die Auferstehung der tot geglaubten Zykliker.
Als Systemanbieter für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie gehört GEA zu den Maschinenbauern und damit zu einem Sektor, dessen Auftragseingang deutschlandweit in der ersten Jahreshälfte um 9% sank. Bei den Düsseldorfern belief sich der Rückgang lediglich auf 6,1%, wobei Konzernchef Stefan Klebert auch noch auf einen starken Vj.-Wert sowie kundenseitige verschobene Aufträge verweisen kann. Daher geht er von einer Belebung des Ordereingangs im 2. Hj. aus.
Der Konzernumbau der GEA Group geht rasant voran. Zu Wochenbeginn präsentierte der Maschinenbauer für die Lebensmittelindustrie eine neue Organisationsstruktur, die bereits zum 1.1.20 voll umgesetzt sein soll.
Der neue GEA-CEO Stefan Klebert, der nicht zuletzt auf Betreiben des aktivistischen Investors Paul Singer am 18.2. das Führungsruder vom langjährigen Konzernchef Jürg Oleas übernehmen wird, muss zahlreiche Probleme lösen. Die Profitabilität des Maschinenbauers lässt zu wünschen übrig, den Umbau der Konzernstrukturen soll er in einem schwächeren Konjunkturumfeld bewältigen und gleichzeitig auch noch einen neuen Finanzvorstand finden.
Bei GEA reißen die schlechten Nachrichten nicht ab. Der Maschinenbauer ist zum einen wegen der Konjunkturabkühlung und anhaltend hoher Personal- und Materialkosten wenig zuversichtlich für 2019.
Paul Singer verliert die Geduld. Der US-Investor, der mit seinem Hedgefonds Elliott die Beteiligung an Gea jüngst auf über 5% ausgebaut hat, wirft wesentlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats – einschließlich des Vorsitzenden – mangelnde Unabhängigkeit vor und fordert die Ablösung von Chefaufseher Helmut Perlet.
Führungswechsel bei GEA: Der langjährige Vorstandschef Jürg Oleas gab am Montag bekannt, seinen Ende 2019 auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Damit der Systemanbieter für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie zügig einen Generationenwechsel einleiten kann, erklärte sich Oleas bereit, seinen Hut bereits zur HV im April 2019 zu nehmen.
Noch hatten die beiden Großaktionäre, der Milliardär Albert Frère und der Elliott Fonds von Paul Singer, wenig Freude mit ihren Engagements bei der GEA Group (jeweils rd. 3%). Denn die Aktie (39,10 Euro; DE0006602006) notiert auf dem niedrigsten Niveau seit Oktober 2017. Hauptgrund für die Schwäche waren Gewinnwarnungen des Managements um Vorstandschef Jürg Oleas.
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Mit dem Milliardär Albert Frère und dem Elliott Fonds von Paul Singer hat GEA Großaktionäre, die jeweils rd. 3% der Aktien halten. Die jüngsten Prognosen von CEO Jürg Oleas dürften beiden aber nicht gefallen haben.
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Anfang Oktober hatten wir zum Einstieg beim Maschinenbauer GEA geraten, nachdem der belgische Milliardär Albert Frère rd. 3% der Anteile an den Düsseldorfern erworben hatte (vgl. PB v. 2.10.). Unsere Empfehlung ist wohl auch auf dem Tisch von Paul Singer gelandet, denn dessen Elliott Fonds hat mittlerweile ebenfalls 3,01% am MDAX-Konzern erworben.
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Mit zwei Gewinnwarnungen in kurzer Folge (Oktober 2016 und Juli 2017) verspielte die GEA Group viel Vertrauen am Kapitalmarkt. Im Bereich von 35 bis 38 Euro fand der Titel nun aber einen Boden. Dazu hat auch der Einstieg des belgischen Investors Albert Frère beigetragen, der nun rd. 3% hält.
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Schon im Oktober musste GEA eine Gewinnwarnung aussprechen. Mit der Vorlage der Hj.-Zahlen wiederholte nun Vorstandschef Jürg Oleas dieses negative Ereignis. Denn der Konzern senkte die Zielrange für das EBITDA im Gesamtjahr von 620 Mio. bis 670 Mio. Euro auf nur noch 600 Mio. bis 640 Mio. Euro. Beim Umsatz wollen die Düsseldorfer hingegen weiterhin eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahreswert von 4,5 Mrd. Euro erreichen.
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Schon im vergangenen Oktober musste die GEA Group eine Gewinn- und Umsatzwarnung aussprechen. Und auch jetzt sieht die Lage beim Maschinenbauer nicht sonderlich positiv aus.
Unser Dachwikifolio PLATOW Best Trader Selection ist im Wochenverlauf schon wieder auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Aktuell befinden wir uns bei einem Stand von rund 107 Indexpunkten. Das dazugehörige Indexzertifikat kommt trotz der bislang extrem geringen Schwankungen seit Auflegung Ende Februar 2016 auf ein beachtliches Plus von 11,8%. Mit der Zusammensetzung unseres Portfolios sind wir daher aktuell sehr zufrieden. Von den insgesamt 18 Depotwerten haben gleich zwölf wikifolios in den vergangenen Tagen (zum Teil sogar heute noch) neue Allzeithochs erreicht. Die anderen sechs Kandidaten hinken zwar etwas hinterher, notieren aber auch nur wenige Prozentpunkte unter ihren bisherigen Hochs.
Im Oktober schockte GEA seine Anteilseigner mit einer Gewinnwarnung. Nun liegen die 2016er-Zahlen auf dem Tisch: Tatsächlich sank der Umsatz um 2,3% auf 4,49 Mrd. Euro. Das operative EBITDA reduzierte sich um 8,8% auf 566,3 Mio. Euro. Damit erreichte der Maschinenbauer immerhin die revidierten Ziele. Allerdings ist der Ausblick erneut von Zurückhaltung geprägt: Die Düsseldorfer streben ein moderates Umsatzwachstum und ein operatives EBITDA zwischen 620 Mio. und 670 Mio. Euro an.
Mehr als 20% verlor die GEA-Aktie Mitte Oktober, nachdem der Konzern eine Gewinn- und Umsatzwarnung aussprach. Dabei gab der Titel alle seit Jahresbeginn aufgelaufenen Kursgewinne an einem Tag wieder ab. Gleichzeitig unterschritt das Papier unsere Stopp-Marke bei 34,23 Euro (vgl. PB v. 13.7.). Die Kursreaktion fiel deshalb so heftig aus, weil die Warnung überraschend kam. Zwei Wochen vorher hatte das Management auf einer Kapitalmarktkonferenz keinerlei Andeutungen gemacht und noch im Sommer von einem anziehenden Geschäft mit Maschinen für die Nahrungsmittelindustrie berichtet. Hier traten nun Verzögerungen bei Projekten auf. Zudem wurden geplante Kostengrenzen bei Großprojekten überschritten.
Obwohl wir bei unserem Dachwikifolio PLATOW Best Trader Selection keinen generellen Strategiewechsel vornehmen wollen, haben wir gestern einige Umschichtungen vollzogen. Das liegt zum einen daran, dass wir mehrere interessante Kandidaten auf unserer Watchlist führen, die eine Aufnahme verdient haben. Zum anderen sind wir mit der Bilanz und der Herangehensweise des einen oder anderen Traders in unserem Portfolio zuletzt nicht ganz so glücklich gewesen.
Vor mittlerweile 5 ½ Monate haben wir bei Gea eine Long-Spekulation eröffnet.Damals notierte die Aktie bei 37,50 Euro. Heute steht sie knapp unter 47 Euro und damit 25% höher. Der MDAX hat in diesem Zeitraum nur rund 19% zulegen können, der DAX weniger als 17%. Bei dem damals empfohlenen Unlimited Turbo Bull der Commerzbank hat das trotz der in diesem Zeitraum zwangsläufig angefallenen Finanzierungskosten zu einer Kursverdoppelung geführt. Nachdem der Korrektur-Abwärtstrend (grün) in den vergangenen Tagen gebrochen wurde, hat die Aktie nun fast ihr nächstes Kursziel in Form des Vorjahreshochs bei knapp 47,50 Euro erreicht. Uns reicht das an dieser Stelle, weshalb wir nach dem vor gut zwei Wochen erfolgten Teilverkauf heute Morgen auch den Restbestand veräußert und den Trade so mit einem schönen Plus beendet haben. Unter dem Strich hat uns die Position einen Depotbeitrag von 1,88% beschert.
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