Fresenius gerät in den Abwärtssog der Tochter
Unter den Problemen von FMC sowie der Töchter Kabi und Helios leidet auch die Konzernmutter Fresenius.
Unter den Problemen von FMC sowie der Töchter Kabi und Helios leidet auch die Konzernmutter Fresenius.
Lange schwebte die Aufkündigung der Übernahmevereinbarung von Akorn wie ein Damoklesschwert über Fresenius. Denn der US-Generikahersteller, dem der DAX-Konzern vorwirft, schwerwiegend gegen FDA-Vorgaben zur Datenintegrität verstoßen zu haben, klagte dagegen (vgl. PB v. 25.4.). Am Montag (1.10.) teilten die Bad Homburger mit, dass ein US-Gericht die Klage abgewiesen hat.
Der gegenüber US-Dollar und chinesischem Yuan starke Euro machte Fresenius im 1. Hj. zu schaffen. Beim Umsatz hatten die Wechselkurseffekte einen negativen Einfluss von 7%. Währungsbereinigt kletterten die Erlöse um 6% auf 16,5 Mrd. Euro und das Konzernergebnis um 7% auf 922 Mio. Euro.
Am vergangenen Sonntag teilte Fresenius mit, die Übernahmevereinbarung mit Akorn gekündigt zu haben. Das will der Generika-Hersteller aus den USA nicht hinnehmen und kündigte jetzt rechtliche Schritte an. Auf PLATOW-Nachfrage zeigen sich die Bad Homburger aber gelassen: Das Management habe dies zur Kenntnis genommen, aber es ändere nichts an den Verstößen von Akorn, so ein Sprecher des DAX-Konzerns. Er machte zudem deutlich, dass auch eine künftige Übernahme nicht in Frage komme. Der Fall sei erledigt.
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Für Fresenius war 2017 bereits das 14. Rekordjahr in Folge. Der DAX-Konzern steigerte den Umsatz um 15% auf 33,9 Mrd. Euro und das EBIT um 14% auf knapp 4,9 Mrd. Euro. Von einem „herausragenden Jahr“ sprach CEO Stephan Sturm daher auf der Bilanz-PK in Bad Homburg und stellte weiteres kräftiges Wachstum in Aussicht.
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Etwas geringer als bei den Auto-Riesen fällt der Neubewertungseffekt latenter Steuerverbindlichkeiten in Bad Homburg aus.
Für Fresenius-Aktionäre war das Jahr 2017 geprägt von Höhen und Tiefen: Nachdem das Papier (64,41 Euro; DE0005785604) Ende Juni sein Allzeithoch bei 80,07 Euro erreichte, ging es anschließend abwärts. Rund ein Viertel ihres Wertes verlor die Aktie binnen fünf Monaten. Nur mit Gewinnmitnahmen ist dieser Kursverfall nicht zu erklären. Probleme im US-Geschäft und Sorgen um die Aussichten bei der Tochter Kabi kamen hinzu. Während es jenseits des Atlantiks auch dank der dort anstehenden Steuerreform wieder aufwärts gehen sollte, bleibt Kabi unter Druck. Denn neben wachsender Konkurrenz wurden auf Grund zahlreicher Zusammenschlüsse in den vergangenen Jahren auch die Abnehmer der Produkte weniger.
Fresenius steigerte im 1. Hj. den Umsatz auf 16,9 Mrd. Euro (+17%). Das EBIT entwickelte sich mit einem Zuwachs von 20% noch besser und erreichte 2,4 Mrd. Euro.
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Wie von uns erwartet (vgl. PB v. 12.04.), verstärkt sich der im DAX notierende Gesundheitskonzern mit Zukäufen. So wird Fresenius Kabi den amerikanischen Generika-Hersteller Akorn integrieren.
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Fresenius ist auf Einkaufstour und Akorn steht ganz oben auf dem Zettel.
Nach US-Definition werden in den erlauchten Kreis der Dividenden-Aristokraten solche Unternehmen aufgenommen, die über 25 Jahre kontinuierlich die Dividende erhöht haben. Zählt man die erste Ausschüttung 1993 dazu, ist dies nun als erstem deutschen Unternehmen Fresenius gelungen.
Kurz vor Heiligabend hat Stephan Sturm, Vorstandschef von Fresenius SE, ein Weihnachtsgeschenk erhalten, über das er sich besonders gefreut haben dürfte: Das spanische Kartellamt habe die Genehmigung für die Übernahme des Klinik-Riesen Quirónsalud ohne Auflagen erteilt, verkündete der DAX-Konzern. Es ist der größte Deal von Fresenius, den Sturm, der erst seit Juli im Amt ist, da an Land gezogen hat. 6 Mrd. Euro dürfte er für Spaniens größte Krankenhauskette auf den Tisch legen. Am 31.1. wird die Transaktion abgeschlossen und Quirónsalud am 1.2. konsolidiert.
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Im September setzte Stephan Sturm als neuer CEO des Gesundheitskonzern Fresenius sein erstes Ausrufezeichen. Mit dem Kauf des spanischen Krankenhauskonzerns Quirónsalud für 5,76 Mrd. Euro gab er die größte Übernahme der Firmengeschichte bekannt. Nachdem Fresenius im zweiten Quartal zum 50. Mal in Folge das Ergebnis des Vorjahreszeitraums übertreffen konnte, hob Sturm die Prognose für den Anstieg des bereinigten Gewinns vor Sondereinflüssen auf 11% bis 14% an. Die Aktie (71,21 Euro; DE0005785604) wurde am 8.2. bei 53 Euro ausgestoppt und steigt seither wieder an (+34,6%). Anleger machen sich trotz des ambitionierten 2017er-KGV von 24 den Aufwärtstrend zu Nutze. Kaufen bis 74,90, Stopp bei 57,10 Euro.
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Am Dienstag sprengten die Bullen bei der Fresenius-Aktie endlich den Deckel bei 67 Euro weg. Mit dem neuen Allzeithoch generierte das Papier ein technisches Kaufsignal und unterstrich wieder einmal seine Ausnahmestellung im DAX. Kein anderer Titel aus dem deutschen Leitindex stieg in den vergangenen zehn Jahren stärker im Wert als die Aktie des Gesundheitskonzerns, selbst die oft gerühmte Bayer nicht.
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Auf der Suche nach sicheren Zufluchtsorten in Krisenzeiten landen Aktien-Fans regelmäßig bei Fresenius. Der Bad Homburger Gesundheitskonzern offeriert Produkte und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante medizinische Versorgung und ist daher von konjunkturellen Schwankungen vergleichsweise wenig betroffen.
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Kursverluste von 10% und mehr waren in den vergangenen Tagen keine Seltenheit. Minus 67% bei Fresenius, wie auf mancher Kursinformationsseite am Montag angezeigt, sind allerdings auch in diesen Zeiten keine Alltäglichkeit. Doch keine Panik: Es handelt sich nur um einen 1:3-Aktiensplit.
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Lange Zeit sah es so aus, als würden die erfolgsverwöhnten Aktionäre von Fresenius 2013 eine mittlere Enttäuschung erleben. Noch Anfang Dezember lag die Aktie des Gesundheitskonzerns hinter dem DAX, mutierte erst auf den letzten Metern zum Outperformer.
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Trickreiche Transaktionen benötigen Zeit: Erst kurz vor 1 Uhr am Freitag erreichte den Kapitalmarkt die Meldung, dass Fresenius nun doch Rhön-Klinikum übernimmt – zumindest größtenteils. Mit einem geschickten Schachzug umgeht der Gesundheitskonzern die Blockade von Asklepios und B. Braun und kauft 43 der 54 Rhön-Kliniken sowie 15 medizinische Versorgungszentren, die für 2 Mrd. Euro Umsatz stehen.
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Im Dezember angekündigt, im Juni vollzogen: Fresenius hat sein Biotechnologiegeschäft verkauft. Damit konzentriert sich der Bad Homburger Konzern künftig auf seine Unternehmensbereiche Kabi (pharmazeutische und medizintechnische Produkte), Helios (Krankenhäuser), Vamed (Projekt- und Managementgeschäft) und den ebenfalls im Deutschen Aktienindex gelisteten Dialysedienstleister Fresenius Medical Care.
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Das erfolgreiche Jubiläumsjahr 2012 werde „eine würdige Fortsetzung in 2013“ finden, verspricht Fresenius-Vorstandschef Ulf Schneider während der Pressekonferenz in Bad Homburg. Der „anspruchsvolle Ausblick“, mit dem das „zweite Jahrhundert der Unternehmensgeschichte“ beginne, beinhalte währungsbereinigte Zuwächse von bis zu 10% beim Konzernumsatz und maximal 12% beim Jahresüberschuss.
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