Drägerwerk – Der Trend stimmt
Aller guten Dinge sind drei. Zum dritten Mal in Folge übertrafen die am Montag (16.10.) überraschend vorgelegten Eckdaten von Drägerwerk zu einem Quartal die Erwartungen.
„Erfolgreiches Investieren besteht darin, die Erwartungen anderer zu antizipieren.“
Aller guten Dinge sind drei. Zum dritten Mal in Folge übertrafen die am Montag (16.10.) überraschend vorgelegten Eckdaten von Drägerwerk zu einem Quartal die Erwartungen.
Für ein Kursfeuerwerk wie nach dem Auftaktquartal reichten die Q2-Eckdaten nicht, die Drägerwerk am Freitag (14.7.) nach Börsenschluss veröffentlichte.
Für gewöhnlich läuft das Jahr bei Drägerwerk verhalten an. Dieses Mal war es anders, wie die per adhoc am Montagabend (17.4.) gemeldeten Q1-Zahlen zeigen: Umsatz +18% auf 761 Mio. Euro, EBIT bei rd. 29 Mio. (Vj.: Verlust von 35 Mio.) Euro. Es ist nach dem Q4 (EBIT: 61 Mio. Euro) der zweite Quartalsgewinn in Folge, auch wenn die Marge im Q1 mit 3,8% (Q4: 6,1%) schwächer ausfiel. Dabei ist aber nicht alles Gold, weshalb CEO Stefan Dräger die Guidance (Umsatz: wb. +7 bis +11%; EBIT-Marge: 0 bis 3%) unverändert lässt.
Die Fünf-Jahres-Historie beim Medizintechniker Drägerwerk, bekannt für seine Beatmungsgeräte und die bei Feuerwehr und im Bergbau eingesetzte Sicherheitsausrüstung, liest sich wie eine einzige Erfolgsstory. Der Umsatz wurde in den vergangenen fünf Jahren um knapp 7% p. a. ausgebaut, die EBIT-Marge erreichte dabei im Schnitt rund 6%, der ROCE sogar 14% und die Verschuldung ist bei den Lübeckern kein Thema. Nach Corona-bedingter Sonderkonjunktur erfolgte 2021 aber ein Knick, der im vergangenen Jahr durch Lieferketten- und Kostendruck anhielt (vgl. PB v. 24.10.22). Jetzt hat das Unternehmen Eckdaten für 2022 und einen ersten Blick auf 2023 veröffentlicht. Ist die Trendwende in Sicht?
Bei Drägerwerk sind weiterhin die Ketten zu den Zulieferern und die Kosten für die Beschaffung notwendiger Vorprodukte die beiden drängenden Probleme, auch wenn das Q3 nach vorläufigen Zahlen (finale Daten: 27.10.) besser ausfiel als erwartet. Der Umsatz sank um 5,8% auf 725 Mio. Euro, nachdem er im Q1 und Q2 jeweils um rd. ein Fünftel eingebrochen war.
Jede Nachricht lässt sich irgendwie positiv darstellen. Drägerwerk verwies am Mittwochabend (13.4.) darauf, dass der Vorstand trotz schwacher Q1-Bilanz an der im November aufgestellten Prognose (Umsatz: -5,0 bis -9,0%; EBIT-Marge: 1,0 bis 4,0%) festhält.
Im Q3 hat Drägerwerk wie befürchtet einen Rückgang ggü. dem Corona-befeuerten Vj.-Ergebnis hinnehmen müssen. Der Umsatz sank währungsbereinigt (wb.) um 11,8% auf rd. 770 Mio. Euro, das EBIT brach um 62% auf rd. 48 Mio. Euro ein. V. a. dank des starken Q1 stehen nach neun Monaten ein Umsatzanstieg um wb. 6,3% auf 2,4 Mrd. und beim EBIT ein Plus von 12,6% auf 257 Mio. Euro in den Büchern. Die Marge liegt damit bei erfreulichen 10,7% (Vj.: 10,0%).
Aus ca. 6 000 börsennotierten Konzernen weltweit filtert die Ratingagentur ISS ESG diejenigen Unternehmen heraus, die mit Blick auf ESG-Aspekte besonders nachhaltig agieren (s. a. „Unsere Meinung“ auf S. 1).
Mit dieser Prognoseanhebung hatten wir bereits nach den Q1-Zahlen von Mitte April gerechnet (vgl. PB v. 16.4.):
Drägerwerk profitiert von einer coronabedingt anhaltend hohen Nachfrage nach seinen Beatmungsgeräten und FFP-Masken.
„Dräger ist kein Schaumschläger“, hatten wir in PB v. 15.1. geschrieben und damit sowohl Drägerwerk als auch CEO Stefan Dräger gemeint. Die vorläufigen Q1-Eckdaten, die der Medizintechniker am Mittwochabend (14.4.) veröffentlichte, bestätigen das Bild des norddeutsch-kühlen Hanseaten, der nur verspricht, was er wirklich halten kann.
Überbordender Optimismus ist nicht das Ding von Stefan Dräger. Der Drägerwerk-Vorstandschef ist dafür bekannt, die Aussichten des Medizintechnikers eher norddeutsch-kühl zu kalkulieren.
Die hohe Nachfrage in der Coronakrise sorgt beim Beatmungsgerätehersteller Drägerwerk für einen sprunghaften Anstieg bei Umsatz und Ergebnis. Nach vorläufigen Zahlen kletterten die Erlöse im Q3 um 35,7% auf 862,5 Mio. Euro.
An der Börse wurde es Drägerwerk übel genommen, dass der Medizintechniker Deutschland statt der ursprünglich vereinbarten 10 000 nur die bislang übergebenen 1 557 Beatmungsgeräte liefert. Die Vz.-Aktie (65,60 Euro; DE0005550636) verliert gut 3%.
Das Auf und Ab an den Aktienmärkten (s. a. „Unsere Meinung auf S. 1) machte gerade auch vor Corona-Gewinnern nicht Halt. Bei Drägerwerk wurden wir am Freitag (12.6.) bei 63,00 Euro mit einem satten Gewinn von 38,8% seit Erstempfehlung in PB v. 14.10.19 ausgestoppt.
Seit wir im vergangenen Oktober Drägerwerk zum Kauf empfohlen haben, hat sich die Welt grundsätzlich geändert – nicht nur, aber besonders für den Hersteller von Sicherheits- und Medizintechnik.
„America First“ – Der Slogan von US-Präsident Donald Trump hat in der Corona-Krise eine unerwartet dramatische Wendung genommen (s. S. 1 „Unsere Meinung“). Die USA weisen die meisten Krankheitsfälle und eine dramatisch steigende Sterblichkeitsrate bei der weltweiten Pandemie auf.
Auch in dieser grausigen Börsenwoche (s. a. „Unsere Meinung“ auf S. 1) gibt es Gewinner, selbst wenn diese an einer Hand abzuzählen sind. Drägerwerk gehört zu dieser seltenen Spezies, denn die Lübecker stellen u. a. Atemschutzmasken her, die stark nachgefragt sind, weil sich das Coronavirus zu einer Pandemie entwickelt.
Der Sicherheitstechniker Drägerwerk hat seine im Oktober angehobenen Jahresziele für 2019 erreicht. Der Umsatz kletterte währungsbereinigt um rd. 6% auf 2,78 Mrd. Euro und erreichte damit das obere Ende der auf 4 bis 6% erhöhten Spanne.
Nur wenige schaffen es, mit ihren Produkten dem Markt einen Stempel aufzudrücken. Drägerwerk gehört dazu: Noch heute werden in den USA Mitarbeiter des Rettungswesens im Bergbau auf Grund der Atemschutzgeräte der Drägerwerke als „Drägermen“ bezeichnet.
Bei Drägerwerk hatten Anleger zuletzt auf eine Trendwende gesetzt. Die im SDAX notierten Vorzüge (50,80 Euro; DE0005550636) legten seit dem Tief am 29.3. in der Spitze um bis zu 37% zu, ehe zuletzt wieder ein Rücksetzer erfolgte. Wir waren bei dem Medizintechniker vorsichtiger (vgl. PB v. 23.1.), was durch die jetzt vorgelegten vorläufigen Q2-Zahlen auch bestätigt wurde.
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