BMW mit klarem Kaufsignal
Die Autoaktien zählten in den vergangenen Wochen zu den absoluten Top-Performern im DAX. Und das, obwohl die Währungsentwicklung durch den anhaltend starken Euro alles andere als günstig ist.
„Erfolgreiches Investieren besteht darin, die Erwartungen anderer zu antizipieren.“
Die Autoaktien zählten in den vergangenen Wochen zu den absoluten Top-Performern im DAX. Und das, obwohl die Währungsentwicklung durch den anhaltend starken Euro alles andere als günstig ist.
Der Nebenwerteindex SDAX konnte im abgelaufenen Jahr mit einem Plus von rund 25% überdurchschnittlich stark zulegen. Mit dazu beigetragen hat die Aktie von SGL Carbon, die sogar um gut 36% gestiegen ist. Im Jahresverlauf sah es allerdings noch deutlich besser aus. Beim Mitte September markierten Hoch war das Kursplus mehr als doppelt so hoch. Trotz der anschließenden Korrektur ist der Aktie des Kohlefaserspezialisten 2017 wahrscheinlich die langfristige Bodenbildung gelungen.
Die Zustimmung des US-Senats zur Steuerreform hat Präsident Donald Trump kurz vor Weihnachten einen wichtigen innenpolitischen Sieg beschert.
Dem DAX hat der Jahreswechsel nicht gutgetan. Am Dienstagnachmittag steht kurz vor Redaktionsschluss ein kleines Minus zu Buche. Das ist eher ungewöhnlich, denn historisch gesehen legt der deutsche Leitindex am ersten Handelstag eines Jahres zumeist zu. Anleger sollten daraus aber kein schlechtes Omen für das Gesamtjahr ableiten. Noch sind die Handelsumsätze einfach zu dünn, um eine Tagesschwankung zur Tendenz erklären zu können.
Frohe Kunde aus München: BMW liefert 2017 eigenen Angaben zufolge wie angekündigt mehr als 100 000 elektrifizierte Autos aus.
Bei SGL Carbon wurde uns der zur Sicherung zwischenzeitlicher Gewinne hochgezogene Stopp am Freitag zum Verhängnis: Die Aktie (11,02 Euro; DE0007235301) fiel nach einer schwachen zweiten Novemberhälfte am Freitag unter unseren Stopp bei 11,00 Euro, wodurch wir bei unserem Musterdepotwert mit einem Verlust von 14,7% ausgestoppt wurden. Seit unserer Erstempfehlung für das Papier (s. a. PB v. 24.3.) blieb Anlegern aber immerhin noch ein Gewinn von 31,4%.
Jetzt steht also auch BMW im Fokus. Die Münchner hatten im Diesel-Skandal bislang erfolgreich ihr Saubermann-Image gepflegt. Jüngste Tests der Deutschen Umwelthilfe (DUH) an einem BMW mit Euro-6-Norm lassen nun Zweifel daran aufkommen.
Als der ehemalige Bundesfinanzminister Hans Eichel zu Beginn des Jahrtausends UMTS-Lizenzen versteigerte, wurde das mobile Internet greifbar. Und mit ihm völlig neue Möglichkeiten der Werbung. Einer der ersten, der dies erkannte, war Dirk Kraus. Im Jahr 2001 gründete er die YOC AG. Das Problem: Bis das Internet tatsächlich mobil wurde, dauerte es noch weitere fünf Jahre. Erst mit Einführung des iPhones war es ab 2007 problemlos für eine größere Masse nutzbar. Bis dahin spezialisierte sich YOC auf SMS-basierte Werbeprojekte. Als das Ergebnis 2011 einbrach, musste Kraus seinen Hut nehmen. 2013 kehrte der Gründer jedoch an die Unternehmensspitze zurück und baute YOC vom reinen Vermarkter für Werbung zum Anbieter selbst entwickelter Technologien aus.
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Die große Frage, die den Automobilsektor derzeit bewegt, ist die nach dem Antrieb der Zukunft. Der Lithium-Ionen-Akku gilt als Übergangstechnologie. Und dann? Kommt die Feststoffbatterie? Oder doch noch die Brennstoffzelle? Zumindest eines scheint festzustehen: Der Verbrennungsmotor befindet sich noch nicht auf dem absteigenden Ast.
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In Sachen E-Mobilität hat sich BMW einiges vorgenommen: Bis 2025 wollen die Münchner über alle Marken hinweg 25 Modelle mit Batterie- oder Hybrid-Antrieb und Elektro-Reichweiten von 700 bzw. 100 km anbieten.
Im September gaben wir den „Startschuss zur Jahresend-Rally“ (vgl. PB v. 29.9.), die den DAX in den kommenden Monaten bis in einen Bereich von 13 500 Punkten tragen sollte. Nun ist Weihnachten noch sechs Wochen hin, doch der Leitindex hat auch dank der aktienfreundlichen EZB-Geldpolitik unser prognostiziertes Ziel bereits erreicht.
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Zum Glück gibt es BMW, wird sich Susanne Klatten dieser Tage denken. Denn der Autobauer gehört zu den lukrativeren Beteiligungen der Milliardärin. Andere, wie unser Musterdepotwert SGL Carbon, der seine lange Talfahrt kurz vor unserem Einstieg erst beendet hat, oder Nordex, liefen in den vergangenen Jahren weniger gut.
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Eine Legende ist zurück an der Börse. Zur Wochenmitte feierte der italienische Reifenkonzern Pirelli nach knapp zwei Jahren Abstinenz seine Rückkehr aufs Mailänder Börsenparkett. Von Feiern kann allerdings nur bedingt die Rede sein. Der Emissionspreis lag mit 6,50 Euro nur am unteren Ende der ursprünglichen Zeichnungsspanne von 6,30 bis 8,30 Euro. Zudem fiel die Aktie am ersten Handelstag zeitweise um bis zu 3,4%, konnte sich zum Ende ihres ersten Börsentages aber immerhin wieder fast an den Ausgabepreis heranarbeiten.
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Nachdem wir in den vergangenen beiden Ausgaben BMW und Daimler im Zuge der IAA näher betrachtet haben, darf auch der Branchenprimus nicht fehlen. Ziemlich genau zwei Jahre nach dem Beginn des Diesel-Skandals scheint Volkswagen aus den Fehlern gelernt zu haben.
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Elektromobilität genießt bei BMW ab sofort oberste Priorität: Ohnehin sind die Münchner in diesem Bereich deutlich ambitionierter aufgestellt als die deutsche Konkurrenz. Bis Jahresende sollen 100 000 elektrifizierte Fahrzeuge abgesetzt werden.
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Während die (Diesel-)Autofahrer den Schaden haben, kommen die deutschen Autobauer bei den Aufräumarbeiten der Dieselmanipulationen bislang recht gut weg (s. a. PLATOW Börse v. 6.9.). Für die Aktien von BMW, Daimler und Volkswagen ist das derzeit ein Punkt auf der Habenseite. Seit Ende Juli sind die Papiere der deutschen Hersteller durchschnittlich mit 6,2% im Plus. Erste Analysten wie z. B. Goldman Sachs bezeichnen den globalen Autosektor lt. einer Analyse nach Jahren der Abstrafung wieder als attraktiv.
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Der Trend ist eindeutig. Im August wurden zwar insgesamt 4% mehr Pkw auf dem deutschen Markt abgesetzt, doch der Anteil der Dieselmotoren sinkt kontinuierlich. Die Zahl der Pkw mit Selbstzünder ging um satte 14% zurück, der Anteil der Dieselfahrzeuge unter den neu zugelassenen Autos betrug nur noch 37,7%.
Der Kleinwagen- und Motorradhersteller Suzuki ist hervorragend in das im April begonnene Geschäftsjahr gestartet. 70% der Automobilproduktion liegt dabei außerhalb Japans. Die Produktion wurde in den ersten drei Monaten auf 782 000 Fahrzeuge (+11%) ausgebaut. Gleichzeitig wurden 381 000 Motorräder (+14,9%) hergestellt.
Es war eine bewegte Woche bei der SGL Group. Zuerst kündigte Vorstandschef Jürgen Köhler in einem Interview an, dass der SDAX-Konzern sein Gemeinschaftsunternehmen mit BMW komplett übernehmen könnte. Dann erfolgte der Verkauf des letzten Teils der Performance Products-Sparte (PP) an Triton. Zuletzt kamen gute Q2-Zahlen. Die Aktie (10,72 Euro; DE0007235301) verliert aber im Wochenverlauf gut 2,5%.
Der DAX hatte im Juli keinen leichten Stand. Hoch gewichtete Titel wie Bayer, SAP und Siemens zogen den Aktienindex in die Tiefe, dazu hinterließ der Kartellverdacht bei den Autoaktien BMW, Daimler und VW hässliche Bremsspuren.
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