Beiersdorf bleibt optimistisch
Beiersdorf wies am Donnerstag (16.1.) mit 4,1% ein organisches 2019er-Umsatzwachstum im Rahmen der eigenen Ziele aus. Von 3 bis 5% hatte Vorstandschef Stefan De Loecker
zuvor immer gesprochen.
„Wenn ein Unternehmen gut läuft, wird die Aktie letztendlich folgen.“
Beiersdorf wies am Donnerstag (16.1.) mit 4,1% ein organisches 2019er-Umsatzwachstum im Rahmen der eigenen Ziele aus. Von 3 bis 5% hatte Vorstandschef Stefan De Loecker
zuvor immer gesprochen.
Während Henkel am Donnerstag (12.12.) vorsichtig auf Jahr 2020 vorausschaute, erscheint uns Beiersdorf besser positioniert. Insbesondere vom guten Wachstum bei Kosmetika und der starken Marke Nivea kann der Konsumgütergigant profitieren.
Wie gestern Abend in unserem „Vorab-Service“ (eine Anmeldung dazu ist weiterhin jederzeit kostenlos möglich über eine formlose E-Mail an derivate@platow.de) angekündigt, haben wir heute Morgen weitere Veränderungen in unserem Musterdepot vorgenommen. Konkret ging es dabei diesmal um die Zusammensetzung der Aktien-Momentum-Strategie.
Heute Morgen war die Redaktion von PLATOW Derivate bereits sehr früh am Morgen gefordert. Neben den Umschichtungen in den beiden „DAX-wikifolios“ (siehe Seite 4) galt es auch im PLATOW Derivate-Depot gleich bei zwei Strategie-Bausteinen Veränderungen vorzunehmen. Wir hatten das ja bereits gestern Abend in unserem „Vorab-Service“ (eine Anmeldung dazu ist weiterhin jederzeit kostenlos möglich über eine formlose E-Mail an derivate@platow.de) angekündigt.
Nivea schlägt Tesa: Bei Beiersdorf liegt der Umsatz zum Hj. organisch um 4,8% über Vj., weil der Verkauf von Hautpflegemitteln (+5,3%) die Schwäche im Geschäft mit industriellen Klebstoffen (+2,4%) ausgleicht.
Unser Derivate-Depot hat in den vergangenen Tagen kräftig zulegen können. Unter dem Strich ging es im Vergleich zur Vorwoche um 9,4% nach oben. Die Gesamtperformance seit dem Jahreswechsel ist damit auf 20,8% gestiegen. Hauptverantwortlich dafür war ohne Zweifel der am Freitag eröffnete Trade bei unserer DAX-Turbo Long-Strategie (siehe Seite 2). Doch auch die Positionen bei der Aktien-Momentum-Strategie haben sich fast durchweg positiv entwickelt.
Der häufig familiengeführte Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Medien, Öffentlichkeit und Politik konzentrieren sich jedoch oft nur auf Großkonzerne wie die beliebten DAX-Unternehmen. Ein Ärgernis, das jüngst auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit seiner Strategie für nationale Champions zu Recht in die Kritik brachte. Wie wichtig der Mittelstand ist, verdeutlicht eine Studie der Stiftung Familienunternehmen: Von 2007 bis 2016 haben die 500 größten Familienkonzerne ihr Personal um 27% auf 2,54 Mio. Menschen erhöht. Bei den 27 DAX-Konzernen (ohne die familiengeführten Henkel, Beiersdorf und Merck) war es mit 1,55 Mio. Beschäftigten nur ein Zuwachs von 4%.
Innerhalb der Konsumgüterbranche gibt es Bereiche, die sich vom konjunkturellen Auf und Ab relativ unbeeindruckt zeigen. Das liegt am recht stabilen Käuferverhalten, wenn es um Waren des täglichen Bedarfs wie Zahnpasta, Duschgel und Pflegeprodukte geht. In Zeiten volatiler Börsen setzen daher v. a. institutionelle Anleger auf diese weniger zyklischen Branchenvertreter, deren vergleichsweise konstanten Umsätze und Gewinne stabile Aktienkurse nach sich ziehen sollten.
Fußballfans würden sich wundern, wenn ein Trainer nur Stürmer aufstellt. Genauso wäre es ein Fehler, nur auf eine einzelne Aktie, Branche oder Anlagestrategie zu setzen. Nach knapp zehn Jahren Hausse könnte angesichts der Risiken des Brexits, der kontroversen Haushaltspolitik Italiens und einer konjunkturellen Abschwächung der Wechsel von Wachstumstiteln zu Value-Titeln (vgl. PB v. 8.10.) und defensiveren Aktien etwas mehr Ruhe und Sicherheit in jedes Depot bringen.
„
Es klingt wie eine Drohung: „Bis zum Ende des Jahres werden wir eine konkrete Strategie zur Erschließung des Marktes in Europa auflegen“, kündigte Richard Liu, Chef von Chinas zweitgrößtem Online-Händler JD.com, kürzlich in einem Interview an.
„
„
Wenn die Deutsche Börse in etwa einem Monat ihre Index-Familie neu ordnet, wird es im DAX einen großen Verlierer geben. Wie die Ranglisten per Ende Juli und ein Blick auf die ersten relevanten Handelstage des August zeigen, muss das Gründungsmitglied Commerzbank im September wohl seinen Stammplatz in der ersten Börsenliga räumen. Verdrängt wird der Leitindex-Dino dabei ausgerechnet von einem Zahlungsabwickler: Denn der Aschheimer Wirecard ist mit Platz 25 bei den entscheidenden Kriterien „streubesitzgewichtete Kapitalisierung““ und „Börsenumsatz““ der Sprung aus dem TecDAX nach ganz oben nicht mehr zu verwehren.
„
Bei der Aktie von Beiersdorf hatten wir Ende Juni zwar den richtigen Riecher, aber leider das falsche Kauflimit. Nach der Meldung über den anstehenden Abschied des Firmenchefs Stefan Heidenreich war der Aktienkurs kurzzeitig eingebrochen, hatte im Bereich der Unterstützung bei rund 93 Euro aber wieder nach oben gedreht. Wir hatten deshalb bei ca. 94,60 Euro ein Abstauberlimit für einen Long-Trade in den Markt gelegt, welches mit einem Stoppkurs bei 90 Euro kombiniert werden sollte.
Die Aktie von Beiersdorf hat sich von der Schwäche am Gesamtmarkt lange Zeit relativ unbeeindruckt gezeigt. Nach dem Rutsch zum Jahresstart ging es von März an deutlich nach oben. Dabei wurden die vorherigen Verluste fast komplett aufgeholt. Dann jedoch schockte das Unternehmen vor einer Woche den Markt mit der Meldung, dass der bislang sehr erfolgreiche Vorstandsvorsitzende Stefan F. Heidenreich spätestens Ende 2019 aus dem Unternehmen ausscheiden werde.
„
Die Ankündigung des Abgangs von CEO Stefan Heidenreich bei Beiersdorf ist den Aktionären übel aufgestoßen. Das Papier (95,98 Euro; DE0005200000) schoss in die Tiefe und verlor über 5%. Ganz nach dem Motto „Kaufen, wenn die Kanonen donnern““ (s. links „Unsere Meinung““) sehen wir die verschnupfte Reaktion der Anleger allerdings als Einstiegschance.
„
Mit einem organischen Umsatzplus von 6,5% auf 1,8 Mrd. Euro sind die Kaufleute von Beiersdorf sehr gut ins neue Geschäftsjahr gestartet. Allerdings fraß der stärkere Euro diesen Zugewinn beinahe vollständig wieder auf. Außerdem wurde das Zugpferd Nivea temporär von einer Umstellung in der wichtigen Kategorie Deo gebremst. Für Wachstum sorgen aber insbesondere die anderen Konsumsegmente Derma, Healthcare und die hochwertigen Pflegeprodukte von La Praiere.
Gerade in turbulenten Zeiten wie diesen schauen Anleger gerne darauf, welche Beträge börsennotierte Unternehmen ausschütten. Auch in Deutschland lohnt sich der Blick auf die anlaufende Dividendensaison.
Als wir in der jüngsten Ausgabe von PLATOW Derivate „stärkere Schwankungen“ in Aussicht gestellt haben, sind wir nicht davon ausgegangen, dass der DAX sich so schnell und vor allem in dieser Nachhaltigkeit daran halten wird. Der wahrscheinlich durch Schieflagen von Vola-Short-Strategien ausgelöste Kurzfrist-Crash an den Aktienmärkten hat zu Kursausschlägen geführt, die es so schon lange nicht mehr gegeben hat.
Obwohl Konsumtitel am Markt eher als „defensive” Werte eingestuft werden und im vergangenen Jahr vor allem die wachstumsstarken Technologiewerte gefragt waren, konnte Beiersdorf 2017 mit einem Plus von gut 20% überdurchschnittlich stark zulegen. Eine gute Performance zeigte die Aktie vor allem im ersten Halbjahr, als auch ein neues Allzeit-hoch bei rund 98,50 Euro markiert wurde.
Zu Wochenbeginn veröffentlichte Beiersdorf unerwartet gute vorläufige Umsatzzahlen: Die Erlöse sprangen 2017 um 5,7% auf eine Rekordwert von rd. 7,1 Mrd. Euro, der selbst die Unternehmenserwartung von 4 bis 5% übertrifft. Im Consumer-Geschäft lag der Zuwachs bei 4,7%.
„
Seit Mitte Oktober läuft die Berichtssaison deutscher Unternehmen zum dritten Quartal. Es ist für viele Konzerne ein guter Zeitpunkt, um rd. zwei Monate vor Jahresende zum letzten Mal die Prognosen anzupassen. Wer bislang seine Chancen eher zurückhaltend formuliert hat, nutzt noch einmal die Gunst der Stunde, um dem eigenen Aktienkurs auf die Sprünge zu helfen – wie bei Beiersdorf geschehen. Andere Konzerne müssen bereits zurückrudern, oder aber die Skepsis der Anleger gegenüber deren Zielerreichung nimmt zu.
„
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen