
Furiose Neubewertung von Spezialwerten im Zuge der zweiten KI-Welle
Engpässe rund um die neuen KI-Rechenzentren treiben Europas Halbleiterzulieferer kräftig an. Nach zum Teil sehr starken Kursanstiegen zählt jetzt die richtige Auswahl.
„Nichts ist so permanent wie ein temporäres Regierungsprogramm.“

Engpässe rund um die neuen KI-Rechenzentren treiben Europas Halbleiterzulieferer kräftig an. Nach zum Teil sehr starken Kursanstiegen zählt jetzt die richtige Auswahl.
Aus einem einzigen Satz bestand am Dienstag (24.9.) die Ad-hoc-Nachricht, mit der AT&S den Abschied von CEO Andreas Gerstenmayer zum Monatsende ankündigte. Tags zuvor hatten die Österreicher deutlich umfangreicher den Verkauf der Südkorea-Geschäfte verkündet.
Große Hoffnungen treffen bei AT&S weiter auf eine ernüchternde Realität. Vor drei Monaten hatte der Konzern nach einem Auftrag des Chip-Giganten AMD seine Bedeutung als Technologielieferant für KI-Lösungen betont.
In dieser Ausgabe kümmern wir uns um Puma, Walmart, AT&S und Porr.
Am Mittwoch (24.1.) eröffnet AT&S offiziell sein neues Werk in Malaysia. Dort werden IC-Substrate (Verbindungsplattformen zwischen Halbleiter und Leiterplatten) hergestellt, die bei modernen Mikrochips für High-Performance-Computing, Rechenzentren und KI-Anwendungen verwendet werden.
In dieser Ausgabe kümmern wir uns um Allianz, Porsche SE, Cewe und AT&S.
AT&S hat am Donnerstag (2.11.) von einem 20%-Rückgang bei Umsatz und EBITDA im Q2 berichtet. Für das 2. Hj. des Gj. 2023/24 (per Ende März) rechnet der Vorstand mit einem „herausfordernden Marktumfeld mit anhaltendem Preisdruck“.
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Jetzt anmeldenSeit Juni ist die Aktie von AT&S (26,06 Euro; AT0000969985) um gut 10% gefallen.
Die Vorbereitungen auf eine perspektivisch hohe Nachfrage laufen bei AT&S nach Plan. Mit dem Bau weiterer Produktionsstätten und der Verbreiterung des Kundenportfolios sieht sich der Spezialist für Leiterplatten und IC-Substrate für die Zukunft gut gerüstet. In der Gegenwart aber macht die schwache PC-Nachfrage in Kombination mit Überkapazitäten in der Lieferkette für IC-Substrate große Probleme.
Es hatte sich abgezeichnet. Nach schwachen Zahlen des Hauptkunden Intel, einem starken Anstieg der Short-Positionen und pessimistischen Analystenstimmen hat AT&S am Mittwoch (1.2.) die Ziele für das Gj. 2022/23 (per 31.3.) erneut revidiert.
Entgegen unserer Erwartungen hat AT&S seine Jahresprognose nicht vollkommen bestätigt.

Die Aktie von AT&S hat sich dem negativen Börsentrend der vergangenen Monate leider nicht entziehen können. Ganz im Gegenteil: Seit dem Rekordhoch im Mai hat sich der Kurs des weltweit führenden Leiterplattenherstellers nahezu halbiert. Im Zuge dieses Einbruchs wurde bei 35,00 Euro auch unsere spekulative Kaufempfehlung für risikofreudige Langfristinvestoren ausgestoppt. Das jüngst erreichte Korrekturtief der Aktie (31,70 Euro; AT0000969985) lag mit 30,00 Euro noch mal gut 14% tiefer. Damit haben die Österreicher ca. 60% der im Frühjahr 2020 gestarteten Rallye (von 9,20 auf 57,50 Euro) korrigiert. Wir nehmen das zum Anlass, um die Aktie im Vorfeld der Halbjahreszahlen am Donnerstag (3.11). bewertungstechnisch noch einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
AT&S hat mit einem Q1-Rekordergebnis die kürzlich angehobenen Prognosen eindrucksvoll untermauert. Bei einem Umsatzplus von 58% hat sich das EBITDA fast verdreifacht (+196%).
Bei AT&S hat sich der zuletzt sehr positive Trend auch in den ersten Monaten des Gj. 2022/23 (per Ende März) fortgesetzt. V. a. aus China kommen gute Nachrichten.
Seit Mitte 1999 ist die Aktie von AT&S an der Börse gelistet. Damals war der Chip-Spezialist am Neuen Markt notiert. Anders als viele der zunächst euphorisch gefeierten und später im Niemandsland verschwundenen Mitglieder dieses Marktsegments sind die Österreicher auch heute noch aktiv. Und erfolgreich, wie die am Dienstag (17.5.) vorgelegten Zahlen für das Geschäftsjahr 2021/22 (per 31.3.) belegen.
Mit einem kleinen Wochenplus von 0,2% hat unser Dachwikifolio PLATOW Best Trader Selection die ebenfalls nur geringen Verluste der vorherigen Wochenperiode wieder ausgleichen können. Unter dem Strich liegen wir seit dem Jahreswechsel mit 4,0% im Minus, während der DAX 10% an Wert eingebüßt hat. Die Outperformance seit dem Start des Dachwikifolios im November 2015 beträgt 16,6 Prozentpunkte.
Die Aktie der österreichischen AT&S war Ende 2017 einer der Stars am europäischen Börsenhimmel. Insgesamt stieg das Papier im vergangenen Jahr um 153%.
Wer seine Werkstoffe vor allem in den USA und Asien einkauft, dem tut der schwache Euro besonders weh. Das spürte auch Schweizer Electronic im vergangenen Jahr. Der Leiterplattenhersteller konnte seine Erlöse zwar um knapp 5% auf 115,5 Mio. Euro steigern, gleichzeitig ging das Nettoergebnis aber um 2,6% auf 5,5 Mio. Euro zurück. Neben den Währungseffekten wirkten sich einmalige Personalaufwendungen negativ aus, weshalb die EBIT-Marge von 9,1 auf 7,4% rutschte.
Mozartkugeln, Sissi und Kaiserschmarrn – das verbinden viele Deutsche gemeinhin mit Österreich. Dabei hatte der Alpenstaat jahrelang auch für Anleger viel zu bieten: Vor allem in den Jahren 2003 bis 2007 waren die Aktienkurse vieler österreichischer Unternehmen wie im Rausch. Der ATX Austrian Traded Index, der 20 der größten Aktiengesellschaften Österreichs enthält, schoss von knapp 1 000 Punkten Ende 2002 auf über 5 000 Zähler empor.
Nach der Prognoseanhebung im Juli wird AT&S noch einmal mutiger. Statt Erlösen von 725 Mio. Euro erwartet der Leiterplattenhersteller jetzt 740 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge soll unverändert „über 19%“ und damit im Kerngeschäft auf Vorjahresniveau liegen.
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