Outperformance weiter ausgebaut
Unser Dachwikifolio hat im Vergleich zur Vorwoche 2,5% an Wert eingebüßt, dabei aber erneut besser als der Gesamtmarkt abgeschnitten. Der DAX verlor trotz der heutigen Erholung 3,8% an Wert.
„Sei ängstlich, wenn andere gierig sind und sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“
Unser Dachwikifolio hat im Vergleich zur Vorwoche 2,5% an Wert eingebüßt, dabei aber erneut besser als der Gesamtmarkt abgeschnitten. Der DAX verlor trotz der heutigen Erholung 3,8% an Wert.
Die Großwetterlage für die Börse verdunkelte sich im Juli. Kaum ein Wirtschaftsindikator ist noch so, wie es sich eine exportorientierte Wirtschaft wie die deutsche wünscht. Auch viele Unternehmen sehen sich stärkerem Gegenwind ausgesetzt. Das böse R-Wort hören wir immer häufiger. In zyklischen Branchen scheinen Prognosesenkungen sogar die „neue Normalität“ zu sein.
Es ist fast zweieinhalb Jahre her, dass wir uns Yum! Brands zuletzt angeschaut hatten. Höchste Zeit also für ein Update, zumal die Mutter von Kentucky Fried Chicken (KFC), Pizza Hut und Taco Bell am Donnerstag (1.8.) ihre Hj.-Zahlen vorlegt. In der vergangenen Wochen bekam zudem Taco Bell mit Mark King den ehemaligen Nordamerika-Chef von Adidas als neuen CEO und in der kommenden Woche tritt Chris Turner als neuer Konzern-CFO seinen Dienst an. Er kommt von PespiCo.
Weltmeisterschaften und Olympische Spiele sind das Salz in der Suppe der globalen Sportartikelhersteller. Denn wenn bekannte Athleten Trikots und Schuhe werbewirksam in die Kameras halten, klingeln die Kassen der Ausrüster. Ein Erfolg war die gerade zu Ende gegangene Fußball-WM der Frauen: Mehr als eine Milliarde Menschen verfolgten das Turnier auf TV-Kanälen und Plattformen. Die Preisgelder der FIFA verdoppelten sich auf 30 Mio. US-Dollar, womit die Chancen steigen, dass bei der nächsten WM sogar 32 statt wie bisher 24 Teams um den Weltpokal spielen.
Seit einigen Tagen trübt sich die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten ein. In Deutschland sorgte zuletzt BASF mit einer deftigen Gewinnwarnung für Molltöne. Der DAX-Konzern ist nicht irgendein Unternehmen: Wegen seiner breiten Aufstellung und seiner Rolle als Zulieferer von Grundstoffen für viele Branchen gelten die Ludwigshafener als Leitbarometer für die Lage der Weltkonjunktur.
Die zehn Top-Werte unserer Aktien-Momentum-Strategie haben in den vergangenen Tagen wieder eindrucksvoll bewiesen, warum sie im Relative Stärke-Ranking ganz weit vorne liegen. Trotz der Korrektur am Gesamtmarkt zeigen sich unsere Depotwerte in der Summe nahezu unverändert. Die mit Abstand beste Performance konnte auf Wochensicht die Aktie von Zalando aufs Parkett zaubern. Das Kursplus von 8,2% bescherte dem Online-Modehändler in unserem Ranking denn auch einen gewaltigen Sprung von Platz 18 auf 7. Der drohende Abstieg aus den Top-20 und damit das Ende unseres Long-Trades konnten so eindrucksvoll verhindert werden.
Erreicht ein Aktienkurs ein Allzeithoch, ist dies nicht nur für investierte Anleger ein positives Signal. Auch für noch nicht engagierte Investoren kann ein Kauf aussichtsreich sein. Denn zum Höchstkurs ist die Nachfrage-Angebots-Struktur besonders vorteilhaft: Da es am Allzeithoch niemanden geben kann, der mit der Aktie (brutto) im Minus steht, haben deutlich weniger Anleger Interesse, Kompensationsverkäufe zu ihren Einstandskursen durchzuführen. Das ist mit ein Grund, warum einem Allzeithoch oft schnell weitere folgen.
Unser Derivate-Depot hat in den vergangenen Tagen kräftig zulegen können. Unter dem Strich ging es im Vergleich zur Vorwoche um 9,4% nach oben. Die Gesamtperformance seit dem Jahreswechsel ist damit auf 20,8% gestiegen. Hauptverantwortlich dafür war ohne Zweifel der am Freitag eröffnete Trade bei unserer DAX-Turbo Long-Strategie (siehe Seite 2). Doch auch die Positionen bei der Aktien-Momentum-Strategie haben sich fast durchweg positiv entwickelt.
Nachdem wir in den ersten beiden Juni-Wochen insgesamt neun Transaktionen (vier Verkäufe und fünf Käufe) bei unserer Aktien-Momentum-Strategie durchgeführt haben, verläuft die zweite Halbzeit des laufenden Monats komplett ruhig.
Hing der Börsenhimmel im April noch voller Geigen, war im Mai eher Katzenjammer angesagt. Erstmals überhaupt in diesem Jahr schlossen die vier wichtigsten DAX-Indizes einen Kalendermonat mit Minuszeichen ab. Der SDAX brach sogar regelrecht ein. Zwar hielt sich der DWS Concept Platow (LU1865032954, LU1865033176, LU1865032871) deutlich besser, rote Zahlen waren am Ende aber dennoch nicht zu vermeiden.
Unser Relative-Stärke-Ranking ist in den vergangenen Tagen ordentlich durcheinander gewirbelt worden. Dabei sind mit Dialog Semiconductor (von Platz 17 auf 42) und Nemetschek (von 13 auf 34) zwei unserer Depotwerte aus den Top-20 gefallen. Die beiden Long-Trades wurden heute Morgen folgerichtig aufgelöst. Bei beiden Positionen konnten wir einen kleinen Gewinn einfahren. Der Turbo Long auf Dialog Semiconductor bescherte uns einen Depotbeitrag von 0,57%. Bei dem Wave Call auf Nemetschek waren es 0,23%.
Es war kein perfekter Jahresstart für Adidas. Denn im Q1 schaffte der Sportartikelhersteller nur ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 4% auf 5,9 Mrd. Euro. Das Unternehmen wurde von nichtwiederholbaren Erlösen aus dem vorjährigen Fußball-WM-Geschäft sowie Produktionsengpässen im Segment Bekleidung gebremst.
In den USA ist der private Konsum mit rd. 70% die wichtigste BIP-Stütze. Börsianer haben diese Größe fest im Blick. In Deutschland dominiert hingegen der Export, aber auch hier wird ca. die Hälfte des BIPs „verkonsumiert“. Gerade in einem konjunkturell schwächeren Jahr wie 2019 dürfte die private Nachfrage daher die hiesige Wirtschaft absichern.
Er läuft und läuft und läuft… Der Werbeslogan, der untrennbar mit dem VW Käfer verbunden ist, passt auch gut zum aktuellen Aufschwung an den Börsen. Seit Weihnachten 2018, als die Märkte abrupt ihre Richtung änderten, läuft die Hausse nun schon. Der DAX und der mit dem DWS Concept Platow besser vergleichbare SDAX haben damit einen Großteil der seit Sommer 2018 erlittenen Verluste wieder wettgemacht.
Die neue Partnerschaft mit dem US-Popstar Beyoncé Knowles dürfte bei Adidas für frischen Wind sorgen. Denn die beliebte Sängerin soll Schuhe und Mode entwerfen und die Nachfrage ankurbeln. Immerhin hat Beyoncé mit mehr als 126 Mio. Instagram-Followern eine riesige Fangemeinde. Wie klein die Sport- und Medienwelt ist, zeigt sich daran, dass auch unser Depotwert Puma auf Markenbotschafter setzt. So hat der kleinere Stadtrivale für seinen Einstieg beim Basketball den Musiker Jay Z als Kreativdirektor verpflichtet. Er ist zugleich der Ehemann von Beyoncé.
„Warum hat der Platow-Fonds nur noch vier Morningstar-Sterne?“ Diese Frage bekam pfp Advisory zuletzt einige Male gestellt, auch während der Verleihung der Morningstar-Awards vor wenigen Tagen. Nun, zuallererst ist am Verlust des fünften Sterns unser schwaches Abschneiden im 2. Hj. 2018 schuld.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Morningstar der (risikoadjustierten) Zehnjahresrendite und der Fünfjahresrendite mit 80% hohes Gewicht beimisst, längere Zeiträume indes nicht berücksichtigt. Daher spielte der DWS Concept Platow zuletzt mit „doppeltem Handicap“. Denn 2013 und 2008 gehörten nicht nur gemessen an SDAX und DAX zu den Jahren mit der höchsten Outperformance, sondern auch im Vergleich zu vielen anderen Fonds. Exakt diese beiden Zeiträume fielen aber zuletzt Monat für Monat aus der Wertung über zehn (2008) bzw. fünf Jahre (2013).
Die Messlatte lag hoch, nachdem die Adidas-Aktie erst vor wenigen Tagen bei 219,80 Euro ein Rekordhoch markierte hatte. Doch der Sportartikelhersteller hat geliefert: Dank guter Geschäfte im Zuge der Fußball-WM sowie in Nordamerika und China stieg der 2018er-Umsatz um 3% auf 21,9 Mrd. Euro (währungsbereinigt sogar +8%). Das Betriebsergebnis kletterte um 14% auf 2,4 Mrd. Euro, was einer von 9,8 auf 10,8% verbesserten operativen Marge entspricht.
Unser junger Depotwert Puma geriet vergangene Woche durch die Unterschrift unter einen langfristigen Ausrüstervertrag mit dem amtierenden englischen Meister Manchester City ins Rampenlicht. Je nach Erfolg muss der Sportartikelhersteller über die zehnjährige Laufzeit hinweg wohl bis zu 750 Mio. Euro berappen.
Die Bilanz-PK von Puma am Donnerstag (14.2.) bestätigte den sehr guten Eindruck, den wir von den Herzogenaurachern haben. Die mehrjährige Reorganisation, bessere Einkaufsprozesse und zahlreiche Produktneuheiten machen sich immer mehr bezahlt.
Als selbstbewusster Herausforderer hatte sich Under Armour einst im Sportartikelmarkt präsentiert. Mittlerweile dürften sich jedoch die Platzhirsche Nike, Adidas und Puma kaum vor den restrukturierungsbedürftigen US-Amerikanern fürchten.
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