Retro-Trend beflügelt Adidas
Der Sportartikelhersteller Adidas erhöhte am Dienstagabend (16.4.) nach einem besser als erwarteten Q1 (wb. Umsatz: +8%; EBIT: 336 Mio. nach 60 Mio. im Vj.) die 2024er-Prognose.
„Der Preis ist das, was du bezahlst. Der Wert ist das, was du erhältst.“
Der Sportartikelhersteller Adidas erhöhte am Dienstagabend (16.4.) nach einem besser als erwarteten Q1 (wb. Umsatz: +8%; EBIT: 336 Mio. nach 60 Mio. im Vj.) die 2024er-Prognose.
Die Sportartikelindustrie hat aufgrund der geopolitischen Spannungen und der eingetrübten Konsumlaune 2023 gemischte Ergebnisse abgeliefert. Anta Sports konnte sich in vielerlei Hinsicht positiv vom Markttrend abheben, wie uns der am Mittwoch (10.4.) vorgelegte Geschäftsbericht zeigt.
Nike ist am Donnerstag (21.3.) ein Coup gelungen. Ab 2027 und für zunächst 8 Jahre wird die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit den Trikots des US-Sportartikelherstellers ausgestattet.
Die Rekordjagd des DAX reißt nicht ab: Mit einem Anstieg von 4,1% lief es im Februar so gut wie seit 2015 (+6,6%) im zweiten Börsenmonat eines Jahres nicht mehr.
Ein schwacher Ausblick für 2024 sorgte bei Adidas am Mittwoch (31.1.) für lange Gesichter.
Als Björn Gulden vor knapp einem Jahr zu Adidas wechselte, war das ein Paukenschlag, denn zuvor hatte Gulden neun Jahre lang den Lokalrivalen Puma zum weltweit drittgrößten Sportartikelhersteller aufgebaut.
Small und Mid Caps hatten bisher ein eher zähes Jahr 2023. MDAX (+0%) und SDAX (+6%) kämpften um jeden Punkt und ständen ohne die durch schwache US-Arbeitsmarktdaten angetriebene Rally Anfang November im Minus.
Unser Musterdepotwert Puma hat im Q3 die Analystenerwartungen geschlagen, wie CEO Arne Freundt am Dienstag (24.10.) in der Telefonkonferenz erklärte. In einer ersten Reaktion legte die MDAX-Aktie (53,02 Euro; DE0006969603) rd. 4% zu.
Eine Woche früher als angekündigt hat Adidas am Dienstag (17.10.) Eckdaten zur Q3-Bilanz veröffentlicht. Nach der zweiten Online-Verkaufsaktion der Yeezy-Sneaker hob CEO Björn Gulden die EBIT-Prognose an. In der Spitze legte die DAX-Aktie (175,38 Euro; DE000A1EWWW0) 6% zu.
Mit einem Plus von rd. 4% hat sich die Puma-Aktie seit Jahresanfang etwas besser als ihr Vergleichsindex (MDAX: +3%) entwickelt.
Sport- und Yogabekleidung sind begehrt wie eh und je. Das signalisieren die Q2-Zahlen (per 30.7.) von Lululemon am Donnerstag (31.8.) sehr eindrücklich. Der Umsatz stieg wb. um 20% auf 2,2 Mrd. US-Dollar und das EPS um rd. 19% auf 2,68 Dollar. Die Gewinnschätzungen konnten v. a. dank starker Zuwächse im internationalen Geschäft (+52%; Umsatzanteil: 16%) um rd. 5% geschlagen werden.
Puma hat am 26.7. starke Q2-Zahlen vorgelegt und eine Prognoseanhebung in Aussicht gestellt, falls sich die Dynamik im Q3 fortsetzt. Im Q2 stieg der wb. Umsatz um rd. 11% (Konsens: rd. +6%) auf 2,1 Mrd. Euro.
Nachdem Adidas (186,30 Euro; DE000A1EWWW0) den ersten Schwall der „Yeezy“-Restbestände verkauft hat, wird der Sportartikelhersteller für 2023 optimistischer. Das Unternehmen teilte am Montagabend (24.7.) mit, dass nunmehr ein wb. Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich (zuvor: Rückgang im hohen einstelligen Prozentbereich) erwartet wird.
Bei Adidas hing die Messlatte im Vorfeld der Q1-Zahlen (5.5.) denkbar tief. Dennoch verfehlte der ausgewiesene Verlust je Aktie von 0,18 Euro den Konsens (-0,11 Euro) noch einmal deutlich. Im Vj. standen unterm Strich noch 1,60 Euro je Aktie.
Für den Sportartikelhersteller Puma waren die vergangenen Monate alles andere als einfach: Lieferkettenengpässe, hohe Lagerbestände und Lockdowns in China haben die MDAX-Aktie mächtig unter Druck gesetzt. Vom Allzeithoch Ende 2021 bei 114,70 Euro ist die Aktie (56,82 Euro; DE0006969603) meilenweit entfernt. Seit Jahresbeginn liegt der Titel leicht im Minus. Wir sehen nun vieles im Kurs eingepreist. Die Bewertung ist so attraktiv wie lange nicht mehr.
Für Sportartikelhersteller wie Puma waren die vergangenen Monate alles andere als einfach: Lieferkettenengpässe, hohe Lagerbestände und Lockdowns in China haben die Aktie mächtig unter Druck gesetzt. Wir sehen nun vieles im Kurs eingepreist. Die Bewertung ist so attraktiv wie lange nicht mehr.
Der Blick in den Rückspiegel zeigt, dass 2022 für die meisten Unternehmen besser lief als gedacht. Die erfreuliche operative Entwicklung im Q4 ist einer der Gründe dafür, warum die Börse im Q1 so gut abschnitt (DAX: +12%; MDAX und SDAX: jeweils +10%). Denn die 40 Titel im Auswahlindex schafften nach unserer Auswertung im Gj. 2022 eine Umsatzausweitung von 15% und steigerten das EBIT um 11%; beim MDAX waren es 17% bzw. 14%, bei den 70 SDAX-Werten 19% bzw. 3%. Auffällig ist, dass die kleineren Werte offenbar größere Schwierigkeiten hatten, die gestiegenen Kosten weiterzugeben. Die Blue Chips hielten die Margen dagegen relativ stabil.
Die Berichtssaison zum abgelaufenen Jahr hat ihren Höhepunkt längst überschritten. Das schwierige Jahr 2022 haben europäische und deutsche Unternehmen nach einer Analyse der Deutschen Bank mit einer Gewinnausweitung von 25% im Q4 besser als ihre US-Pendants (-3%) überstanden.
Es war nicht leicht für Firmenlenker, ihre Unternehmen durch das Jahr 2022 zu manövrieren. Der Dienstleister EQS registrierte im Vorjahr bei den 299 Unternehmen des Prime Standards insgesamt 163 Meldungen zu Prognoseanpassungen. Der Ukraine-Krieg, die instabilen Lieferketten sowie der Lockdown in China haben besonders die Vorhersagen bei den großen und international agierenden Konzernen im deutschen Leitindex eingetrübt: Elf DAX-Unternehmen revidierten demnach 2022 den Ausblick nach unten.
Der Sportartikelhersteller Adidas schockte zum Wochenausklang mit einem schwachen 2023er-Ausblick. Die vorl. Zahlen von 2022 (Umsatz: +6% auf 22,5 Mrd. Euro; EBIT: -66% auf 669 Mio. Euro) waren dabei nur eine Randnotiz. Viel wichtiger ist, dass nun die Belastungen aus der geplatzten Zusammenarbeit mit dem US-Rapper Kanye West beziffert sind. Es werden zwar noch Optionen geprüft, aber ohne Verkauf der Yeezy-Produkte wird ein Rückgang der währungsadjustierten Erlöse im hohen einstelligen Prozentbereich (Konsens: +4%) und ein EBIT von 0 (Konsens: 1,0 Mrd.) Euro erwartet. Noch wahrscheinlicher ist wohl sogar ein Betriebsverlust von 700 Mio. Euro, wenn der Yeezy-Bestand ganz abgeschrieben werden müsste (-500 Mio. Euro) und eine begonnene strategische Optimierung (-200 Mio. Euro) zum Tragen kommt.
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