
Die KI-Flut hebt nicht mehr alle Boote
Erst die Kursexplosion in der zweiten Reihe, dann die Warnschüsse von Broadcom und Oracle: Am Tag des SpaceX-Börsengangs analysieren wir, worauf es in der KI-Branche in den nächsten Monaten ankommt.
„Sei ängstlich, wenn andere gierig sind und sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“

Erst die Kursexplosion in der zweiten Reihe, dann die Warnschüsse von Broadcom und Oracle: Am Tag des SpaceX-Börsengangs analysieren wir, worauf es in der KI-Branche in den nächsten Monaten ankommt.
Der Markt für künstliche Intelligenz (KI) steht vor einem gigantischen Wachstumsschub. Denn die rasante Entwicklung von KI – bislang vor allem eine Erfolgsgeschichte von Chipherstellern wie Nvidia, AMD, Intel und TSMC – geht inzwischen weit über leistungsfähigere Maschinen oder Roboter hinaus, die Arbeitsplätze übernehmen. Die nächste Welle wird Bereiche erfassen, an die viele Investoren heute noch gar nicht denken.
Die Super-Rally der sechs Tech-Giganten stockt. Alphabet erfüllte am Dienstagabend (23.7.) zwar die Analystenerwartungen, doch der seit Mitte Juli anhaltende Abverkauf setzte sich bei der Google-Mutter ebenso wie bei Apple, Amazon, Meta, Microsoft und Nvidia gnadenlos fort.
Große Hoffnungen treffen bei AT&S weiter auf eine ernüchternde Realität. Vor drei Monaten hatte der Konzern nach einem Auftrag des Chip-Giganten AMD seine Bedeutung als Technologielieferant für KI-Lösungen betont.

Wer als Anleger alles auf die Karte Nvidia gesetzt hat, braucht derzeit gute Nerven. Nach zwei Verlusttagen mit einem Rückgang von 13%, der 430 Mio. US-Dollar an Marktkapitalisierung vernichtet hat, nutzen Investoren am Dienstag (25.6.) den Rückschlag zum Einstieg.

Seit Monaten dominiert Nvidia das Geschehen auf dem Börsenparkett. Ist der Hype berechtigt oder lohnt sich für Anleger womöglich der Blick in die zweite Reihe auf Advanced Micro Devices (AMD)?
Zuletzt war der S&P 500 ein Paradies für Anleger. Vor allem wegen der hohen Gewichtung der „Glorreichen Sieben“ kletterte der US-Leitindex in den vergangenen zwölf Monaten um 21%.
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Jetzt anmeldenDie US-Bilanzsaison hat einen ersten Höhepunkt erreicht. Mehr als 100 Unternehmen aus dem S&P 500 öffneten diese Woche ihre Bücher.
Nvidia ist wie der Alleskönner in der Schule – jeder kennt einen, und sie überragen uns alle. Die Unternehmenshistorie von Nvidia ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Was vor über 20 Jahren mit der GeForce, dem ersten Grafikkartenprozessor der Welt, begann und die PC-Spiele-Industrie umkrempelte, ist jetzt dabei, die KI-Bühne zu erobern.
Als der weltgrößte Auftragsfertiger für Speicherchips, der u. a. Apple, AMD und Nvidia beliefert, gilt Taiwan Semiconductor (TSMC) als sehr zyklisch. Dies zeigt sich auch am Investitionsverhalten. Die Tatsache, dass das Unternehmen in dieser Woche sein entsprechendes Volumen reduziert hat, deutet daher darauf hin, dass wohl in der Chipindustrie inzwischen erste Indikatoren auf eine Abkühlung hindeuten.
Dem Technologietitel Samsung schmeckt das aktuelle Marktumfeld steigender Zinsen genauso wenig wie den Wettbewerbern. Insbesondere im Halbleitergeschäft agierende Konkurrenten wie Nvidia oder AMD bekamen das ebenso durch Kursverluste deutlich zu spüren. Völlig gegensätzlich fiel allerdings die operative Entwicklung aus:

Grafikkarten und Prozessoren befinden sich dank Homeoffice-Offensiven, Gaming-Boom und strukturellem Wachstum im Cloudgeschäft zweifelsohne inmitten eines Superzyklus. Von diesem Trend profitierte zuletzt auch Advanced Micro Devices (AMD).
Fast schon inflationär verwendet Nvidia in der Presseerklärung zu den Q3-Zahlen den Begriff „Rekord“: Dank einer starken Nachfrage nach Chips wuchs der Umsatz zwischen Juli und September um satte 50% auf 7,1 Mrd. US-Dollar, womit der Chipgigant nicht nur die Schätzungen der Analysten (6,8 Mrd. Dollar) überboten hatte. Es war auch der sechste quartalsübergreifende Rekorderlös, den der US-Konzern einfuhr.
Aus ca. 6 000 börsennotierten Konzernen weltweit filtert die Ratingagentur ISS ESG diejenigen Unternehmen heraus, die mit Blick auf ESG-Aspekte besonders nachhaltig agieren (s. a. „Unsere Meinung“ auf S. 1).
Unsere Sorgen aus PEM v. 28.6., wonach Apple beim taiwanesischen Halbleiterhersteller TSMC weitere Bestellungen zurückfahren wolle, scheinen sich in Luft aufgelöst zu haben. Der US-Gigant ist mit der Leistung der Taiwanesen mehr als zufrieden. Und solange das Unternehmen weiterhin technologische Fortschritte bei der Chip-Produktion aufweist, sieht Apple keinen Grund zu wechseln. Aber nicht nur das bereitet TSMC Freude.
Auch der US-Chiphersteller AMD will von der Expertise der Taiwanesen profitieren. Die neue Produktion der 7-nm Chips wird künftig von TSMC und nicht mehr vom langjährigen Partner Global Foundries übernommen. Kein Wunder also, dass die Aktie (43,56 US-Dollar; 909800; US8740391003) seit unserer vergangenen Besprechung fast 20% zulegen konnte. Bleiben Sie bei TSMC daher weiterhin mit Stopp bei 33 Dollar investiert.
Sowohl personelle als auch operative Neuigkeiten brachten den Chipgiganten Intel jüngst wieder ins Rampenlicht. Denn vor knapp zwei Wochen musste der bisherige Unternehmenschef Brian Krzanich seinen Posten räumen. Er stolperte über eine frühere Büroaffäre und den einhergehenden Verstoß gegen einen Verhaltenskodex. Überraschend schnell könnte es mit der Nachfolge klappen, denn an geeigneten internen Kandidaten mangelt es nicht.
Als erste Tech-Riesen des Silicon Valley legten Ebay und Microsoft in der vergangenen Wochen ihre Quartalszahlen vor. Während die Auktionsplattform im Q2 einen Gewinneinbruch hinnehmen musste (-94% auf 27 Mio. US-Dollar), sorgte beim Softwarepionier v. a. das Cloud-Geschäft für Wachstum (s. PLATOW Brief v. 24.7.).
Unser Dachwikifolio PLATOW Best Trader Selection hat die jüngste Korrektur an den Aktienmärkten gut überstanden. Während der DAX von seinem Hoch vor vier Wochen in der Spitze fast 5% verlor, hielt sich unser Minus mit nur 2,3% wieder in Grenzen.
Bekannt geworden ist Nvidia durch die Herstellung von Grafikkarten. So hat das Segment Gaming mit über 50% noch immer den größten Anteil am Umsatz. Dieser stieg im ersten Quartal des Gj. 2018 (per 30.4.) um 48% auf 1,9 Mrd. US-Dollar. Mit Konkurrent AMD (vgl. PB v. 7.7.) liefert sich der Konzern dabei einen harten Kampf um die Markthoheit.
Der Technologiekonzern Advanced Micro Devices (AMD) gilt neben dem großen Rivalen Intel als größter Produzent von Microprozessoren und Grafikkarten.Diese kommen nicht nur bei Desktop-PCs, sondern u. a. auch bei Laptops, Servern oder Spielekonsolen zum Einsatz.
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