Stabile Deutsche Telekom
Dass der magentafarbene Riese Deutsche Telekom operativ in sehr ruhigem Fahrwasser schwimmt, wird vom Kapitalmarkt nicht honoriert.
„Märkte können länger irrational bleiben, als Sie liquide bleiben können.“
Dass der magentafarbene Riese Deutsche Telekom operativ in sehr ruhigem Fahrwasser schwimmt, wird vom Kapitalmarkt nicht honoriert.
Christoph Vilanek hat sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Der Vorstandschef von Freenet ist mit 9,1% beim Handelskonzern Ceconomy eingestiegen. Auch wenn der Schritt strategisch mit neuen Angebotskombinationen und Mitspracherechten im Vertrieb Sinn ergibt, überrascht der hohe Kaufpreis von 277 Mio. Euro. Denn pro Aktie zahlen die Büdelsdorfer mit 8,50 Euro einen Aufschlag von stolzen 18% auf den Vortagesschlusskurs von 7,23 Euro.
Ende vergangener Woche zog United Internet-CEO Ralph Dommermuth mit einem Statement zur Anpassung des EU-Telekommunikationsrechts unsere Aufmerksamkeit auf sich. So habe die EU nun den Weg für Nationales Roaming freigeräumt, ohne welches – und hier der interessante Part – kein vierter Netzbetreiber entstehen könne. Wird also das von Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica dominierte Netz-Spielfeld, wie schon länger diskutiert wurde, jetzt tatsächlich bald aufgemischt?
Im Oktober 2017 hatten wir den ungarischen Telekommunikationskonzern Magyar Telkom vorgestellt und die Aktie (1,41 Euro, A0B8TQ, HU0000073507) bei einem Niveau von 1,52 Euro zum Kauf empfohlen. Inzwischen kostet das Papier des Konzerns rd. 8,5% weniger. Damit entwickelte sich die Aktie immerhin etwas besser als ihr Mutterkonzern, die Deutsche Telekom, die weiterhin 59,2% der Anteile hält. Die schwache Performance ist auf der einen Seite zweifelsfrei dem eher negativen Marktumfeld der globalen Telekom-Branche geschuldet.
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Bei Drillisch wurden wir am Donnerstag nach einem enttäuschenden Ausblick ausgestoppt, wobei uns bei der Aktie (55,25 Euro; DE0005545503) durch unser aktives Stopp-Management ein Plus von 1% verblieb. Die 2017er-Geschäftszahlen fielen mit einem Umsatz von 2,8 Mrd. Euro und einem bereinigten EBITDA von 532 Mio. Euro noch im Rahmen unserer positiven Erwartungen aus.
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Die Deutsche Telekom befindet sich dank hoher Investitionen auf solidem Wachstumskurs. Profitieren sollen davon auch die Aktionäre: Denn Finanzvorstand Thomas Dannenfeld hält sowohl für 2017 als auch für 2018 eine Verbesserung des Free Cashflow und der Dividende von jeweils 10% für realistisch.
Bei Freenet läuft es gut: Vor allem die starke Entwicklung im Bereich Freenet TV hat im Q3 für ein Umsatzplus von 1,5% auf 880,1 Mio. Euro und einen Anstieg beim EBITDA von 80,9% auf 213,7 Mio. Euro gesorgt. Dazu verhalf auch ein Sonderertrag aus Anteilsverkäufen von rd. 103 Mio. Euro von einer schweizerischen Beteiligung.
Unser Musterdepotwert Drillisch macht uns seit Vorlage der jüngsten Quartalszahlen Mitte November Freude. Die Aktie (67,51 Euro; DE0005545503) notiert nur wenig unter ihrem Allzeithoch, weil der Zusammenschluss mit United Internet (UI) für Kundenwachstum und eine bessere Auslastung der von Telefónica angemieteten Netzkapazitäten sorgt.
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Die Q3-Zahlen, die Drillisch am Dienstag vorlegte, standen ganz im Zeichen der Übernahme von 1&1 (vgl. PB v. 13.9.). Denn der Anstieg des Kundenbestands um fast 50% ist nur so zu erklären. Entsprechend war das Konzernwachstum in den ersten neun Monaten vom Vertragskundengeschäft der beiden Segmente Online und Offline getrieben.
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Wenn Politiker über die Regierungsbildung verhandeln, werden gerne einmal heilige Kühe aufs Eis gezerrt. Das geschieht derzeit auch in Berlin. Um den Breitbandausbau mit dem gewünschten zweistelligen Milliardenbetrag voranzutreiben, könnte der Bund ja z. B. seinen milliardenschweren Anteil an der Deutschen Telekom verkaufen, schlägt Christian Lindner (FDP) bei den Sondierungsgesprächen vor. In der Praxis gibt es da einige Schwierigkeiten, aber ein Blick auf die drei DAX-Unternehmen mit Staatsanteilen lohnt sich allemal.
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In Ungarn begann auch die wirtschaftliche Wende nach dem Fall des Eisernen Vorgangs bekanntlich sehr schnell. Schon Ende 1989 trennte dabei der Staat die Ungarische Post in drei eigenständige Unternehmen, wovon letztendlich auch die heutige Magyar Telkom, der führende Telekommunikationskonzern des Landes entstand. Im Zuge der nachfolgenden Privatisierung, die das Unternehmen schon 1997 an die Budapester Börse brachte, erwarben zunächst mehrere internationale Telekom-Konzerne Anteile, letztendlich landeten dann im Jahr 2000 rd. 59% bei der Deutschen Telekom, die auch heute noch mit diesem Anteil der Mehrheitsaktionär ist. Die Verbindung zu den Deutschen wird im Firmenlogo und der Firmenfarbe (Magenta) schnell sichtbar. Und auch die Angebotspalette ähnelt, denn Magyar ist ebenfalls ein Konzern, der alle Telco-Dienstleistungen anbietet.
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Bei Drillisch nimmt die faktische Übernahme durch United Internet (UI) konkrete Formen an. UI-Chef Ralph Dommermuth zieht nach dem Vollzug der 1&1-Eingliederung bei Drillisch zum 1.1.18 in den Vorstand ein, zudem ist seit Anfang Oktober 1&1 Telecommunication-Chef Martin Witt neues Vorstandsmitglied bei den Maintalern.
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Bis Ende des Jahres hatte sich Drillisch eigentlich Zeit gegeben – jetzt ist die Übernahme der United Internet-Tochter 1&1 schon Anfang September unter Dach und Fach. Durch die Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlage erhöht sich der Anteil der von Ralph Dommermuth geführten United Internet an den Maintalern auf rd. 73%.
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Unser Depotwert Drillisch ist im 1. Hj. trotz hoher Investitionen in die Kundengewinnung rasant gewachsen.
Am Ende war es eindeutig. Auf der ao. HV von Drillisch stimmten fast 98% des anwesenden Kapitals für die angestrebte Kapitalerhöhung. Damit kann Drillisch ca. 108 Mio. neue Aktien an United Internet (UI) weiterreichen und sich dafür die UI-Tochter 1&1 einverleiben.
Bei einer ao. HV am 25.7. muss Drillisch 75% der Aktionäre dazu bringen, einer Kapitalerhöhung zuzustimmen, mit der sich die Zahl der Aktien fast verdreifacht. Die neuen Aktien werden gebraucht, um United Internet die restlichen Anteile an 1&1 abzukaufen.
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Bei unserem neuen Depotwert Drillisch (55,08 Euro; DE0005545503) haben weitere Aktionäre das Übernahmeangebot von United Internet angenommen.
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Am Freitag haben wir den Telekommunikationsanbieter Drillisch neu ins Depot aufgenommen, weil uns die industrielle Logik hinter der geplanten Einverleibung von 1&1 gefällt. Den Zeitpunkt für den Kauf von 400 Aktien zum Preis von 54,45 Euro halten wir für günstig, weil auf dem Kurs derzeit noch die Sorge lastet, der geplante Deal könnte auf der ao. HV am 25.7. nicht die notwendige Zustimmung von 75% des anwesenden Kapitals erhalten. Wir teilen diese Befürchtung aber nicht und halten auch die Angst vor der Übermacht des neuen Mehrheitsaktionärs United Internet mit seinem starken CEO Ralph Dommermuth für ungerechtfertigt.
Bei Drillisch müssen sich die Aktionäre bis zum 17.7. für die ao. HV am 25.7. anmelden. Dort sollten die Aktionäre der Ausgabe von 107,9 Mio. neuer Aktien zustimmen, mit denen Drillisch die United Internet-Tochter 1&1 kauft und UI damit mit mehr als 72% zum Haupteigentümer macht.
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Bis auf 32,37 Euro war Freenet Anfang Juni in die Höhe gestürmt. Vor allem die Euphorie über einen großen Kundenzuwachs im Zuge der Umstellung auf den Übertragungsstandard DVB-T2 HD und dem damit verbundenen Abo-Angebot trieben die Aktie.
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