Martin Klingsporn

Freier Redakteur

Alle Artikel des Autors

Globale Finanzmärkte – Die Dollar-Waffe wird stumpf
6. November 2024 Zahlungssysteme

Globale Finanzmärkte – Die Dollar-Waffe wird stumpf

Zahlungssysteme sind im Zuge der US-Sanktionen zu einem geopolitischen Konfliktfeld geworden, erklärte kürzlich der Analyst Josh Lipsky von der Denkfabrik Atlantic Council. Das zeigt sich etwa an der Plattform mBridge, an deren Entwicklung die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) bis vor kurzem maßgeblich beteiligt war.

Kenia – Vorsichtiger Optimismus blüht auf
6. November 2024 Märkte

Kenia – Vorsichtiger Optimismus blüht auf

Die jüngste Überprüfung der laufenden (drei) IWF-Hilfsprogramme ist für Kenia glimpflich verlaufen: Der IWF stellt rund 606 Mio. US-Dollar zur Auszahlung bereit, zudem sinken die vom IWF berechneten Sollzinsen auf die ausstehenden Schulden.

Georgien – Jetzt droht der offene Machtkampf
30. Oktober 2024 Märkte

Georgien – Jetzt droht der offene Machtkampf

Die Auseinandersetzung um den Wahlbetrug der Regierungspartei Georgischer Traum (GD) droht nun sehr schnell zu einem offenen Machtkampf zwischen dem pro-russischen Lager um die Regierungspartei GD und der westlich orientierten Opposition zu werden. Die verschiedenen Wahlbeobachterdelegationen von der OSZE bis zum International Republican Institute der US-Republikaner waren sich einig, dass diese Wahl durch Gewalt und Schikanen sowie offenen Betrug seitens der Regierung entwertet wurde.

Südafrika – Überraschend gute Nachrichten
30. Oktober 2024 Märkte

Südafrika – Überraschend gute Nachrichten

Der jüngste globale IWF-Ausblick für Südafrika prognostiziert für 2024/25 ein enttäuschendes Wachstum von 1,1 % bzw. 1,5 % – das aber hat beste Chancen, im kommenden Jahr von der Realität überholt zu werden. Denn in der Kaprepublik hat sich eine eher stille Wende vollzogen.

Weltwirtschaft – Kleine Akzente in stetigem Bild
23. Oktober 2024 Märkte

Weltwirtschaft – Kleine Akzente in stetigem Bild

Der neue Weltwirtschaftsausblick des IWF unterscheidet sich kaum von der Projektion aus dem Frühjahr: 3,2% BIP-Wachstum für 2024/25, nur ein Zehntel mehr als in der Prognose für das kommende Jahr. Die Autoren sprechen von „stabilem, aber nicht überwältigendem Wachstum“.

Nigeria – Teure Beseitigung von Altlasten
23. Oktober 2024 Märkte

Nigeria – Teure Beseitigung von Altlasten

Die Daten zur aktuellen Lage Nigerias sind eher unerfreulich. Die Inflation ist erneut angestiegen und liegt weiterhin deutlich über 30%, während der jüngste Einkaufsmanagerindex mit 49,8 (Vormonat: 49,9) Punkten knapp unter der Expansionsschwelle verharrt. Auch die aktuellen Wachstumsprognosen ist auf den ersten Blick wenig berauschen.

Ungarn – Keine Korruptionswächter im Mafia-Staat
16. Oktober 2024 Märkte

Ungarn – Keine Korruptionswächter im Mafia-Staat

Die umstrittene ungarische „Souveränitätsbehörde“ hat die erwartete negative Einschätzung von Transparency International (TI) erhalten. Die von der US-gesteuerten Weltbank zur Durchsetzung strategischer Ziele der USA gegründete Organisation füge Ungarn mit ihren desinformierenden „Schattenberichten“ an die EU-Kommission „echten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Schaden“ zu, erklärte das Amt.

Aussichten für Mexiko verdüstern sich
16. Oktober 2024 Märkte

Aussichten für Mexiko verdüstern sich

Der IWF hat seine Wachstumsprognose für Mexiko für 2024/25 auf 1,5% bzw. 1,3% gesenkt (WEO-Update vom Juli: 2,2% bzw. 1,6%) und führt als Gründe Kapazitätsengpässe und die restriktive, nachfragedämpfende Geldpolitik an. Im Gegenzug soll die Inflation laut IWF-Projektion im kommenden Jahr auf 3,2% zurückgehen und sich damit dem geldpolitischen Ziel von 3% annähern.

28. August 2024 Märkte

Argentinien – „Währungswettbewerb“ statt Dollar

Der argentinische Präsident Javier Milei hat vor kurzem seine währungspolitischen Pläne im Hinblick auf die Schließung der Zentralbank, eines seiner wichtigsten Wahlversprechen, erläutert. Dabei änderte er seine Rhetorik: Statt von „Dollarisierung“ der Wirtschaft sprach Milei nun von „Währungswettbewerb“. Dieser Wandel hat einen praktischen Kern: Peso, US-Dollar und andere Währungen sollen parallel verwendet werden.

Thailand – Thaksin in der Klemme
28. August 2024 Märkte

Thailand – Thaksin in der Klemme

Die politischen Kräfteverhältnisse in Thailand haben sich seit Jahresbeginn rapide zu Ungunsten des ehemaligen Regierungschefs Thaksin Shinawatra und seiner Partei Pheu Thai verschoben.

3. April 2024 Märkte

Asiens Wirtschaft verfehlt das eigene Potenzial

Den asiatischen Volkswirtschaften geht es nicht so gut wie es sein könnte. Das Wachstum in der Region wird sich nach rund 5,1% im Jahr 2023 auf 4,5% in diesem und 4,3% im nächsten Jahr verlangsamen, prognostiziert die Weltbank in einem aktuellen Bericht und lässt damit ihre Prognose für das laufende Jahr unverändert.

3. April 2024 Märkte

BiH kann von engerer EU-Anbindung profitieren

Die Wirtschaft des Balkanstaates Bosnien und Herzegowina (BiH) erweist sich in einem schwierigen Umfeld als überraschend widerstandsfähig. Nachdem sich das Wachstum 2023 auf 1,75% verlangsamt hatte, dürfte es 2024 wieder auf rund 2,5% anziehen, schätzt der IWF in einer Vorabmeldung zum anstehenden Artikel-IV-Bericht.

27. März 2024 Märkte

Ungarn – Ende der Romanze mit „Orbáns Oligarchen“

Die Begeisterung der Wirtschaft für das Regime Viktor Orbán in Ungarn lässt spürbar nach. Die demonstrative Missachtung ordentlicher Verfahren und rechtsstaatlicher Prinzipien gilt kaum noch als Ausweis von Tatkraft und Entscheidungsstärke, sondern als Symptom einer Mafia-Ökonomie.

28. Februar 2024 Märkte

Mexiko – Das Bild verdüstert sich

Mexikos noch amtierender Präsident Andrés Manuel López Obrador hat lange gegen Korruption gewettert und den Kampf in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes 2018 gestellt. Doch seit einigen Tagen sieht er sich mit Berichten konfrontiert, dass sein Wahlkampfteam bereits 2006 zwei Mio. Dollar von Drogenbanden für Gefälligkeiten angenommen haben soll.

28. Februar 2024 Märkte

Ägypten – Schwäche ist al-Sisis stärkste Waffe

Die Lage Ägyptens hat sich in den zehn Jahren, die „Präsident“ Abdel-Fattah al-Sisi an der Macht ist, kaum verändert: Das Land steht nach wie vor am Abgrund. Der starke Anstieg der Lebensmittelpreise infolge des Krieges in der Ukraine hat es hart getroffen.

14. Februar 2024 märkte

Korruption – Kapital versickert im Sumpf Moldaus

Korruption kostet Wohlfahrt und Wachstum. Die gelegentlich vertretene „romantische“ These, Korruption könne zumindest teilweise als eine Art marktwirtschaftliche Umgehung ineffizienter Regulierung angesehen werden, wird durch empirische Daten nicht gestützt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des IWF zur Entwicklung Moldaus, die Westintegration zu erreichen und in diesem Rahmen die Korruption einzudämmen.

14. Februar 2024 märkte

Philippinen – Politische Risiken wachsen

Auch wenn sich das Wachstum der Philippinen von 7,6% im Jahr 2022 auf vom IWF geschätzte 5,3% (ADB: 5,7%, endgültige Zahlen stehen noch aus) im letzten Jahr abgeschwächt hat, bleiben die Aussichten beachtlich.

7. Februar 2024 märkte

Tschechien – Silberstreif am Horizont

Die Tschechische Republik dürfte vor einer Erholung stehen, mit einem überschaubaren, aber doch klar positiven Wachstum um 1,2% im laufenden Jahr, so die Projektion des IWF in seinem aktuellen Artikel-IV-Bericht. 2023 hatte unter dem Strich noch einen BIP-Rückgang um 0,4% gebracht.

7. Februar 2024 märkte

Südafrika – ANC verliert absolute Mehrheit…

Wenn nichts Unvorhergesehenes eintritt, sind die Kräfteverhältnisse in Südafrikas Parlament nach den Wahlen im kommenden Mai bereits jetzt ziemlich klar. Erkennbar ist ein stark angeschlagener ANC, der mit 39% der Stimmen weit unter die 50%-Marke fällt. Der Niedergang der bislang unangefochten regierenden Partei scheint unaufhaltsam, ohne dass sich ein offensichtlicher Nachfolger herauskristallisiert.

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