Debeka - Neuer CEO hat Jens Spahn wieder lieb

Im Sommer 2018 hat Thomas Brahm den CEO-Posten nach über 16 Jahren von Uwe Laue übernommen. Im Sommer 2018 hat Thomas Brahm den CEO-Posten nach über 16 Jahren von Uwe Laue übernommen.
© Debeka
(20.02.2019)

Der neue Debeka-Vorstandsvorsitzende Thomas Brahm, der im vergangenen Sommer Uwe Laue nach 16 Jahren auf diesem Posten ablöste, hat seinen ersten Belastungstest bestanden. 2018 konnte Deutschlands größter privater Krankenversicherer an die gute Vj.-Bilanz anknüpfen. Die Beitragseinnahmen der Debeka-Versicherungsgruppe stiegen im abgelaufenen Gj. um 2,4 (Branche: 2,1)% auf 10,7 Mrd. Euro. In der Krankenversicherung haben die Prämieneinnahmen erstmals die Marke von 6 Mrd. Euro überschritten.

Damit ist der Branchenprimus um 1,1% gewachsen. Das ist zwar weniger als die Branche, die eine Steigerung um 1,7% verzeichnete. Das Wachstum der Koblenzer beruht aber ausschließlich auf dem hohen Neuzugang, wie Debeka-Lenker Brahm auf seiner ersten Jahres-PK betonte. Die Debeka hat im Gegensatz zu anderen Wettbewerbern 2018 per Saldo keine Beitragsanpassungen vorgenommen, die zu höheren Prämieneinnahmen führten. 2018 kamen in der Kranken-Vollversicherung fast 81 000 Neuverträge (netto: 33 000) hinzu, was der höchste Neuzugang seit 2011 ist. Zusammen mit den 1,78 Mio. Zusatzversicherten und 727 000 Versicherten, die ausschließlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung besitzen, kommt die Debeka jetzt auf 4,9 Mio. Krankenversicherte (+1,3%).

Anders als sein Vorgänger Laue, der 2018 die PKV-Reformpläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kritisierte, sieht Manager Brahm die politische Lage für die PKV-Branche mittlerweile wieder etwas entspannter. Lobende Worte findet der Debeka-Chef für Spahns Haltung bei den finanziellen und organisatorischen Herausforderungen der Pflege in Deutschland. „Die Private Kranken- und Pflegeversicherung beweise nach wie vor, dass sie ein unverzichtbarer Bestandteil des deutschen Gesundheitswesens ist“, so Brahm.

Eine über dem Marktschnitt (+1,4%) liegende Entwicklung verzeichnete die Gesellschaft in der Lebensversicherung (inkl. Pensionskasse). Der Geschäftsbereich verbesserte sich um 3,6% auf 3,66 Mrd. Euro Prämieneinnahmen. Die Debeka Allgemeine, der Schaden- und Unfallversicherer, nähert sich hingegen in großen Schritten der Beitragsmilliarde. Die Prämienzuflüsse stiegen um 6,8 (Markt: +3,3)% auf 961 Mio. Euro. Damit ist Debeka hinter der Allianz mittlerweile der zweitgrößte Unfallversicherer in der Bundesrepublik.