Linde – Fusion auf der Zielgeraden

Linde leuchtet bald nicht nur in München Linde leuchtet bald nicht nur in München
© The Linde Group
(19.10.2018)

Lange hat Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle darum gekämpft, dass Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair fusionieren darf. Jetzt scheinen die Münchner auf der Zielgeraden zu sein.

Die Bemühungen, Zugeständnisse und Gespräche mit den US-amerikanischen Kartellbehörden zur Fusion von Linde und Praxair scheinen zu fruchten. Nicht ganz unerwartet soll es laut eines von Linde nicht bestätigten Magazinberichts jetzt eine mündliche Fusionsgenehmigung aus den USA geben, die bis zum 24.10. auch schriftlich erteilt werden muss. Beide Unternehmen hatten im Vorfeld dem Verkauf größerer Geschäftsbereiche zustimmen müssen.

Den sich so abzeichnenden Zusammenschluss werten wir als Erfolg, insbesondere für Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle. Immerhin entsteht der Weltmarktführer für Industriegase mit einem Umsatz von ca. 29 Mrd. US-Dollar. Anteilseigner der Aktie (220,10 Euro; DE000A2E4L75) profitieren von der schwindenden Unsicherheit und der Hoffnung auf eine gemeinsam höhere Profitabilität. Denn der bisherige Praxair-Chef Stephen Angel hat die US-Amerikaner auf Rendite getrimmt. Das Linde-KGV von 19 und die Dividendenrendite von 2,3% lassen dagegen noch Luft nach oben.

Unsere aktuelle Einschätzung zur Aktie von Linde lesen Sie in der PLATOW Börse vom 19.10.2018.