Evonik gewinnt mit neuer Struktur

Evonik Industries in Essen hoch Evonik Industries in Essen hoch
© Evonik Industries AG
(09.05.2018)

Mehrfach hatten wir in der Vergangenheit (vgl. PB v. 6.11.17) die neue Ausrichtung bei Evonik gelobt. Mittlerweile greifen die Zukäufe und Kostensenkungen, der Chemiekonzern fährt ordentliche Gewinne ein.

Im Q1 stieg der Umsatz organisch um 5%, währungsbereinigt um 1%, auf 3,7 Mrd. Euro. Ein Zeichen der Stärke war u. a. die teils vorzeitige Weitergabe von steigenden Rohstoffkosten. Entsprechend verbesserten die Essener in den drei wichtigen Unternehmenssegmenten das EBITDA um 9, 12 und 14%. Das Resultat ist eine spürbar bessere operative Rendite von 18,5 (Vj.: 16,4)% und ein um 34% höherer Gewinn je Aktie von 0,71 Euro. Finanzchefin Ute Wolf will die Gewinne mit weiteren Synergien antreiben, erwartet aber auch einen stärkeren Währungsgegenwind. Trotz der Euroschwäche der vergangenen Tage hob sie ihre Währungsprognose von 1,20 auf 1,26 US-Dollar an. Damit würde das EBITDA um ca. 50 Mio. Euro geschmälert. Die Geschäfte laufen aber so gut, dass Evonik den operativen Gewinn wie bisher geplant auf 2,4 Mrd. bis 2,6 Mrd. Euro steigern will.

Nach einer kleinen Kursschwäche im März bleibt die Aktie (30,51 Euro; DE000EVNK013) mit einem vergleichsweise niedrigen KGV von 13 weiter attraktiv. Rechtzeitig einsteigende Investoren können zudem noch an der nach der HV vom 23.5. fälligen Dividende von 1,15 Euro (Rendite: 3,8%) partizipieren.

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