Toyota setzt ein konsequentes Zeichen gegen Fahrverbote

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© Toyota
(08.03.2018)

Während in Deutschland Vertreter von Autokonzernen und Politik noch immer unentwegt die Sauberkeit der mit Software upgedateten Diesel-Fahrzeuge bewerben und nicht müde werden, den Bürger für dumm zu verkaufen, sind andere einen großen Schritt weiter:

Auf dem Genfer Autosalon kündigte Johan van Zyl, Präsident von Toyota Motor Europa, an, dass Toyota in Europa keine Diesel-Fahrzeuge mehr verkaufen werde. Die Auslaufphase beginne bereits in diesem Jahr. Die Japaner entwickelten keine neue Dieseltechnologien für Pkw mehr, sondern konzentrierten sich auf Hybride, so der Europa-Chef. Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Thema Fahrverbote ist dies eine konsequente Entscheidung, an der sich besonders die Herren in Wolfsburg ein Beispiel nehmen sollten. Bereits vor 20 Jahren brachte Toyota den ersten Hybrid in Serie auf den Markt. 2017 steigerte der Konzern den Absatz dieser Fahrzeuge in Europa um 45%.

In den ersten neun Monaten des laufenden Gj. (per 31.3.) verkaufte der Autobauer in Europa über 700 000 Fahrzeuge, ein Zuwachs von 5,8%. Der Konzernumsatz kletterte um gut 8% auf knapp 21,8 Billionen Yen (rd. 166 Mrd. Euro). Das operative Ergebnis kletterte mit 13,8% deutlich stärker und erreichte fast 1,8 Billionen Yen. Die Marge verbesserte sich damit von 7,7 auf 8,1%. Als Hauptgründe für den Ergebnisanstieg identifiziert das Management neben den gestiegenen Verkäufen v. a. Währungsschwankungen sowie zunehmende Erfolge von Kostensenkungsmaßnahmen. Bis zum Ende des Gj. will Toyota 8,95 Mio. Fahrzeuge verkauft haben, nach knapp 6,68 Mio. in den ersten neun Monaten liegen die Japaner hier voll auf Kurs. Die erwarteten Erlöse taxieren sie auf 29 Billionen Yen, den operative Gewinn auf 2,2 Billionen Yen.

Die Aktie (52,02 Euro; 853510; JP3633400001) hat nach dem starken Start ins Börsenjahr (s. PEM v. 11.1.) wieder etwas korrigiert. Damit konnte sie erneut nicht den Widerstand im Bereich unterhalb von 60 Euro knacken und beendete kurzfristig ihren Aufwärtstrend. Doch noch liegt der Kurs oberhalb der 200 Tage-Linie. Vor etwa einem Jahr konnte sie den Abwärtstrend jedoch nicht aufhalten, das Papier fiel bis zur Unterstützung bei etwa 45 Euro. Mit Blick auf die operative Entwicklung, die imagefördernde Abkehr vom Diesel sowie mit einem KGV von 9 und einer Dividendenrendite von 3,2% attraktiven fundamentalen Bewertung rechnen wir eher wieder mit steigenden Kursen.  Eine konkrete Empfehluung finden Sie in der neuesten Ausgabe von PLATOW Emerging Markets.