Transformationsstory bei Schaeffler zahlt sich aus
Kein Halten gab es zuletzt für die Aktie von Schaeffler. Wir nutzen den Hype um Drohnen und humanoide Roboter und realisieren einen satten Gewinn, seit wir die Aktie zum Kauf empfohlen haben.

Die Transformationsgeschichte des Automobil- und Industriezulieferers Schaeffler hatte Anfang Juni unsere Aufmerksamkeit geweckt. Seitdem hat sich einiges getan, und CEO Klaus Rosenfeld hat seine Ambitionen mit interessanten Meldungen untermauert. An der Börse wurde dies mit markant steigenden Kursen belohnt, sodass die Bewertung mittlerweile auf ein neues Niveau gestiegen ist.
Bei aller Euphorie bleibt nämlich festzuhalten, dass konkrete finanzielle Details bislang schwer abzuschätzen sind und der Großteil der möglichen Erträge wohl eher auf lange Sicht eingefahren wird. Tatsächlich hat der Analystenkonsens seine EPS-Schätzungen für 2026 und 2027 kaum verändert.
Auf seinem Kapitalmarkttag im September präsentierte der SDAX-Konzern sowohl ambitionierte Ziele für das Jahr 2028 als auch die Absicht, bis 2035 etwa 10% des Konzernumsatzes mit Wachstumsfeldern wie humanoiden Robotern und Rüstung generieren zu wollen. Daran wird deutlich, dass die Franken selbst keine dramatischen Veränderungen über Nacht erwarten.
Anleger reagierten dagegen äußerst enthusiastisch auf den Newsflow der letzten Monate und schickten die Aktie (7,69 Euro; DE000SHA0100) auf ihren höchsten Stand seit Anfang 2022. Der letzte deutliche Schub kam im Zuge der Bekanntgabe einer Zusammenarbeit mit dem Drohnen-Startup Helsing am 2. Dezember. Schaeffler soll dabei die Herstellung und Beschaffung wichtiger Elektronikkomponenten übernehmen und auch bei der Produktion der Drohnen unterstützend tätig werden. Helsing plant bereits im kommenden Jahr, 10.000 bis 20.000 Drohnen herzustellen und benötigt dringend Hilfe bei der Skalierung.
Das ist eine spannende Möglichkeit für Schaeffler, ebenso wie die im November verkündete Technologiepartnerschaft mit Neura Robotics auf dem Gebiet humanoider Roboter. Kurzfristig dominieren allerdings weiterhin die Geschäfte mit der kriselnden Autoindustrie. Hier läuft es den Umständen entsprechend gut; das ist aber mittlerweile in der Bewertung reflektiert. Das 2026er-KGV von 13 ist im Vergleich zu Sektorkollegen ambitioniert.
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