Qiagen hat Corona im Visier
Qiagen stellte sich bisher auf deutliche Rückgänge im diesjährigen Geschäft mit Corona-Testprodukten ein, doch die Covid-19-Erkrankungen nehmen hierzulande seit einem Monat wieder zu.
„Nichts ist so permanent wie ein temporäres Regierungsprogramm.“
Qiagen stellte sich bisher auf deutliche Rückgänge im diesjährigen Geschäft mit Corona-Testprodukten ein, doch die Covid-19-Erkrankungen nehmen hierzulande seit einem Monat wieder zu.
In den vergangenen Tagen kam es in unserem Relative Stärke-Ranking zu einigen stärkeren Verschiebungen. So gelang Qiagen von Platz 27 in der Vorwoche aus ein großer Sprung nach vorne bis auf Rang 12. Auch Symrise (von 29 auf 18) kletterte relativ weit nach oben. Innerhalb der Top-10 waren die Deutsche Telekom (von 9 auf 4) und Beiersdorf (von 13 auf 8) die größten Gewinner. Ganz oben hat Aixtron den zweiten Platz hinter der weiterhin deutlich in Front liegenden Aktie von Rheinmetall zurückerobert.
Mit starken Q1-Zahlen hat Qiagen vergangene Woche die Prognose für das Gj. raufgeschraubt. Der Diagnostikspezialist und Labordienstleister erzielte einen Q1-Umsatz von 628,4 Mio. US-Dollar (+11%). Dieser fiel auch wegen überraschend guter Erlöse mit Corona-Tests (+13%) besser als erwartet aus. Hier sieht Qiagen 2022 allerdings einen Rückgang.
Erstmals seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine lassen sich tatsächliche oder zukünftige Kriegsauswirkungen am Zahlenwerk bzw. den Prognosen der Unternehmen schwarz auf weiß ablesen.
Auch Qiagen hatte unter der durch Zinsängste ausgelösten Korrektur bei Tech-Werten zu leiden. So rutschte die DAX-Aktie (43,57 Euro; NL0012169213) von Kursen um 50,00 Euro bis in den Bereich von 41,00 Euro ab.
Mit der Aufnahme in die oberste Börsenliga zum 20.9. haben sich Qiagen und DAX gegenseitig befruchtet. Der Laborausrüster gehört seitdem zu den Werten, die den Leitindex mit seiner Performance stützen. Das liegt daran, dass uns und vielen Investoren die führende Rolle von Qiagen als Komplettanbieter von Testtechnologien für zahlreiche Kunden aus den Bereichen der molekularen Diagnostik und Life Sciences gefällt.
Wer in diesen Tagen vom DAX spricht, kommt um eine numerische Klarstellung nicht umhin. Am Donnerstag (16.9.) besteht das wichtigste deutsche Börsenbarometer für einen Tag aus 31 Werten, weil aus Kontinuitätsgründen die von Continental abgespaltene Antriebssparte Vitesco (s. S. 3) einen Tag lang im deutschen Leitindex aufgeführt ist.
Bei dem am 21.9. wirksamen Umbau der Indexfamilie steht bei internationalen Investoren v. a. der neue DAX40-Index im Mittelpunkt. Für wesentlich spannender als den Aufstieg großer MDAX-Titel in die erste Börsenliga des Landes halten wir die Veränderungen in den unteren Etagen. Hier finden u. a. einige Börsen-Neulinge nach nur kurzer Zeit auf dem Parkett schon einen Platz in den Auswahllisten der Deutschen Börse. Drei davon nehmen wir unter die Lupe.
Bei Qiagen überlegt CFO Roland Sackers, die hohen Mittelzuflüsse – der Freie Cashflow (FCF) betrug im Schnitt der vergangenen fünf Jahre 250 Mio. US-Dollar und wuchs dabei um 8% pro Jahr – künftig nicht nur für strategische Übernahmen und Aktienrückkäufe, sondern auch für Dividenden zu nutzen.
Die große Index-Reform beim DAX rückt näher. Am Freitagabend (3.9.) gibt die Deutsche Börse bekannt, welche zehn Aktien aus dem MDAX in die erste Börsenliga aufsteigen. Aktuell gilt bei neun Werten die Hochstufung als ziemlich sicher. Neben unserem Musterdepotwert Symrise dürfte bei Zalando, Sartorius, Airbus und Hellofresh gefeiert werden. Nur zwischen Qiagen und Beiersdorf wird es bis zum Schluss einen Zweikampf geben.
Qiagen war eine der ersten Technologieperlen, die zunächst lieber an der Nasdaq als hierzulande debütierte (s. „Unsere Meinung“ links). Doch egal wo – das Anlegervertrauen darf nicht enttäuscht werden, und da leistete sich der Laborausrüster zuletzt einige Klöpse, zu denen am Montagabend (12.7.) eine gesenkte 2021er-Umsatzprognose hinzukam.
Der Befund ist sehr eindeutig. Seit 1996, angefangen mit Qiagen (s. Beitrag rechts), haben 24 vielversprechende deutsche Tech-Unternehmen den Börsengang in den USA einem Listing hierzulande vorgezogen. Morphosys im Jahr 2018, Biontech ein Jahr später und Curevac 2020 sind nur einige der bekannteren, jüngeren Beispiele aus einer Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI) in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskanzlei Rittershaus.
Auch ein glänzendes Q1 versetzt bei Qiagen niemanden in überbordende Euphorie. „Wir sind auf dem Weg, unseren Ausblick für das Jahr 2021 zu erreichen“ erklärte CFO Roland Sackers nüchtern nach Vorlage der Zahlen.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Mit guten Zahlen im Rücken dürfte Qiagen demnächst erneut das Allzeithoch der Aktie bei 46,95 Euro attackieren. Die fundamentalen Voraussetzungen stimmen jedenfalls.
Nach den inzwischen bestätigten Q3-Zahlen (vgl. PB v. 16.10.) kann Qiagen den Anteilseignern weitere gute Nachrichten liefern. Konzernchef Thierry Bernard berichtete von einer dramatisch steigenden Nachfrage nach den Covid-19-Testprodukten der Niederländer.
Qiagen bescherte eine hohe Nachfrage nach Produkten für Covid-19-Tests sehr gute vorläufige Q3-Zahlen. So meldete das Biotechnologie- und Gendiagnostikunternehmen einen Umsatzanstieg von 26% auf 481,3 Mio. US-Dollar. Das war mehr als die Niederländer mit einem Wachstum von 16 bis 21% prognostiziert hatten.
Im vergangenen Jahr hatte es erste Übernahmegerüchte um Qiagen gegeben. Schon damals kursierte der Name von Thermo Fisher Scientific als Käufer.
Die Daten zur historischen Performance der Aktien-Momentum-Strategie haben Lust auf mehr gemacht. Bei der Bewertung der Ergebnisse war eine Sache ganz entscheidend.
Der HDAX als Benchmark und Marktfilter für die Aktien-Momentum-Strategie in unserem Derivate-Depot hat seine Erholung weiter fortgesetzt. Auf Wochensicht gelang dem Sammelindex eine Performance von rund 1,3%. Im Hoch lag das Plus sogar schon bei 4,6%, bevor es gestern und heute dann zu Rücksetzern kam.
Viel Neues gibt es zu unserem Derivate-Depot in dieser Woche nicht zu berichten. Alle drei Bausteine des Portfolios sind mit Cash bestückt und enthalten ansonsten keine Positionen. Für den einen oder anderen Leser wird das zumindest mit Blick auf die jüngste Entwicklung vielleicht unbefriedigend sein. Schließlich konnte allein der HDAX als Sammelindex der aktuell 99 bedeutendsten deutschen Unternehmen an der Börse innerhalb weniger Tage gut 20% an Wert zulegen. Bei einzelnen Aktien fielen die Zuwächse zum Teil noch wesentlich größer aus.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen