Im Dezember (und in den ersten Januartagen) erreichte er sogar mehrere Allzeithochs, und sein Vorsprung vor den vier wichtigsten deutschen Auswahlindizes war ungefährdet. Das Bild innerhalb des Portfolios war ähnlich, beispielsweise verlor keine einzige Aktie im Dezember prozentual zweistellig, aber immerhin vier erreichten neue Allzeithochs. Auch bei den entsprechenden Unternehmen gab es wenig Unruhe in Sachen Newsflow oder Directors‘ Dealings.

Gemessen daran war das Bild im Januar heterogener. Das zeigt schon der Vergleich mit den Indizes: Während der bekannteste deutsche Auswahlindex DAX sowie der TecDAX klar geschlagen wurden, blieb der Fonds auf Monatssicht mit dem MDAX „nur“ auf Augenhöhe und deutlich hinter dem SDAX. Innerhalb des Portfolios gab es mit Dermapharm immerhin eine Position, die auf Monatsbasis mehr als 10% verlor, sowie mit Cancom und Traton zwei Abgänge (von Restpositionen). Überdies fiel Münchener Rück zum ersten Mal seit September 2022 aus der Liste der zehn Kernpositionen. Zwar erreichten sechs Titel (Einhell Vz., Heidelberg Materials, Hochtief, KSB Vz., MBB und Siemens) Allzeithochs, doch verfestigten leider auch ein paar Aktien ihre Abwärtstrends (z. B. Adesso oder Fresenius Medical Care).

Noch uneinheitlicher war der Insidersaldo: Mit Alzchem, Deutsche Telekom, Drägerwerk Vz., Krones und KWS Saat meldeten fünf Unternehmen aus dem Portfolio Insiderverkäufe im Rahmen von Directors‘ Dealings, dazu mit Kontron und Münchener Rück zwei Konzerne Verkäufe neben Käufen. Ausschließlich Käufe gaben dagegen „nur“ Dermapharm, Einhell und Gea zu Protokoll. Diese Monatsbilanz ist gemessen an den vergangenen Monaten und der Fondshistorie ungewöhnlich „verkaufslastig“.

Mehr Heterogenität zeigte sich im Januar auch auf der Gesamtmarktebene. Die deutschen Aktienmärkte müssen sich in einem Umfeld behaupten, das geopolitisch von erheblicher Unruhe und deutschlandweit von wirtschaftlicher Stagnation sowie leider verhaltenem Reformeifer geprägt ist. Allerdings sollten Anleger den Einfluss der deutschen Standortdebatte auf die Rendite deutscher Aktien auch nicht überbewerten. Die Unternehmen im Portfolio des DWS Concept Platow erwirtschaften ihre Umsätze im Durchschnitt zu grob zwei Dritteln außerhalb Deutschlands. Damit sind sie tendenziell stärker von der weltweiten Konjunktur abhängig als von der deutschen.

Nichtsdestotrotz gehört der DWS Concept Platow Fonds selbstverständlich in die Kategorie „Aktienfonds Deutschland“. In dieser gewann er 2026 erneut den „Deutschen Fondspreis“. Damit wurde er zum dritten Mal binnen vier Jahren u. a. für seine Rendite, Risikokontrolle und Konsistenz der Managementleistung ausgezeichnet.

*Disclaimer

Die pfp Advisory GmbH berät die DWS Investment GmbH bei der Verwaltung des Aktienfonds DWS Concept Platow. Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Christoph Frank und Roger Peeters verfassen einmal im Monat einen Fondsbericht, der per Newsletter versendet und auch in der PLATOW Börse veröffentlicht wird. pfp Advisory und die PLATOW Verlag GmbH sind voneinander unabhängige Unternehmen mit unterschiedlichen Firmensitzen, haben aber mit der PLATOW Medien GmbH einen gemeinsamen (Mit-)Gesellschafter.