Auch im vierten Quartal haben sich die Geschäfte bei KSB gut entwickelt, allen voran im Wassermarkt, der sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz positiv herausstach. Folgerichtig konnten die Pfälzer ihre gesteckten Ziele für das Gesamtjahr erreichen und blicken optimistisch in die Zukunft.

CEO Stephan Timmermann will auch 2026 den Wachstumskurs beibehalten; eine genaue Prognose gab er am Dienstag (3.2.) allerdings nicht. Bekanntlich strebt der SDAX-Konzern jedoch bis 2030 einen Umsatz von mehr als 4 Mrd. Euro sowie eine bereinigte EBIT-Marge von nachhaltig über 10% an. 2025 wurde ein währungsbereinigtes Umsatzplus in Höhe von 5,0% auf 3,04 Mrd. Euro verzeichnet, die bereinigte EBIT-Marge dürfte wohl bei 9,1% gelandet sein. Die Vorlage der endgültigen Geschäftszahlen ist für den 26.3. geplant. Indirekt entspricht die langfristige Zielsetzung einem erwarteten EBIT-Wachstum von durchschnittlich circa 8% pro Jahr.

KSB überzeugt mit seinem diversifizierten Portfolio, das sich selbst in den derzeit herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bewährt. Der aktuell stärkste Wachstumstreiber ist der Absatzmarkt Wasser im Pumpengeschäft, wo ein Anstieg des Auftragseingangs von 12,5% erzielt wurde. Hier ist die Nachfrage unabhängig von Konjunkturzyklen, sondern wird von langfristigen Trends wie z. B. Klimawandel und Regulierung begünstigt. Gerade bei Großprojekten in kommunaler Wasserwirtschaft, Entsalzungsanlagen und Fernwasserleitungen hat KSB eine sehr starke Wettbewerbsposition.

Der weitere Ausbau des Service- und Ersatzteilgeschäfts sorgt ebenso für Zukunftsfantasie wie die geografische Expansion in Asien und Südamerika. Momentan wird immer noch fast die Hälfte des Konzernumsatzes in Europa generiert. Zwar soll laut Unternehmensangaben das meiste Wachstum organischer Natur sein, die Netto-Cash-Position erlaubt aber auch Zukäufe, falls interessante Objekte auftauchen.

Nach dem Plus von 61% im Jahr 2025 und bislang weiteren 13% Anfang 2026 eilt die Aktie (1.115,00 Euro; DE0006292030) von einem Allzeithoch zum nächsten. Der Kursgewinn seit unserem Ersteinstieg 2020 beträgt fast 460%. Dennoch ist die Bewertung noch immer erstaunlich niedrig und liegt weiterhin deutlich unter vergleichbaren Peers. Basierend auf den Schätzungen für 2026 beträgt das KGV 10, das EV/EBIT-Multiple 5, womit genügend Spielraum für ein anhaltendes Re-Rating besteht. Die umfassende Transformation, die im Jahr 2018 eingeleitet wurde, hat ein echtes Qualitätsunternehmen geschaffen, das sich das Vertrauen am Kapitalmarkt sukzessive zurückerobert.

KSB bleibt kaufenswert, unseren Stopp ziehen wir auf 820 (705) Euro.