HeidelCement – Stabiler Zykliker
Brummt die Wirtschaft, laufen auch die Geschäfte bei HeidelbergCement. Die Wirtschaft steht weiter auf Expansionskurs, wie sich an den steigenden Zinsen für Staatsanleihen erkennen lässt.
„Sei ängstlich, wenn andere gierig sind und sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“
Brummt die Wirtschaft, laufen auch die Geschäfte bei HeidelbergCement. Die Wirtschaft steht weiter auf Expansionskurs, wie sich an den steigenden Zinsen für Staatsanleihen erkennen lässt.
Bei HeidelbergCement wurden wir im Rahmen des gestrigen Abverkaufs leider sehr schnell ausgestoppt. Wir bleiben aber fundamental überzeugt von der DAX-Aktie (64,36 Euro; DE0006047004), u. a. weil die hohen Rohstoffkosten, die für andere Baufirmen margenverkleinernd wirken, bei HeidelbergCement dank der eigenen Kies- und Sandgruben die Profitabilität sogar erhöhen.
Die geplanten Konjunkturprogramme stimmen uns weiterhin positiv für den Bausektor. Insbesondere HeidelbergCement sehen wir sehr gut positioniert.
Die Baustoffpreise sind in den vergangenen Monaten explodiert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts verteuerten sich Kies und Sand alleine im Mai um rd. 5%. Einem Zementgiganten wie HeidelbergCement spielt das jedoch in die Karten, da Konzerne dieser Größenordnung die Preise mittelbar an ihre Kunden weitergeben können.
Die am Donnerstag (15.4.) vermeldeten vorläufigen Q1-Daten gaben HeidelbergCement einen neuen Schub. Denn mit einem Umsatz von rd. 4,0 Mrd. Euro schlägt das Baustoffunternehmen das Vj. (3,93 Mrd. Euro) und die Markterwartung. Kosteneinsparungen lassen zudem die Kasse klingeln:
Unter den aussichtsreichsten Kandidaten für das neue Börsenjahr wird sehr oft ein Name genannt: HeidelbergCement. Der Baustoffhändler gehört u. a. zu den zehn deutschen Q1-Favoriten der Privatbank Metzler. Bei uns steht er schon seit dem 22.4.20 auf der Kaufliste. Denn nach coronabedingten Einsparungen und Abschreiben sehen wir das Potenzial von Aufholeffekten in der Bauindustrie.
Nach den Milliardenabschreibungen, die HeidelbergCement Anfang Juli ankündigte (vgl. PB v. 8.7.), überraschte der Bauzulieferer mit ordentlichen Q2-Zahlen. Der Umsatz sank zwar um 13% auf 4,32 Mrd. Euro, das EBITDA aber nur um 5% auf 1 Mrd. Euro.
Eine Überprüfung der Geschäftsaussichten im Hinblick auf die Corona-Pandemie rief am Montag (6.7.) bei HeidelbergCement größeren Abschreibungsbedarf hervor. Ursprüngliche Erwartungen verschieben sich wegen Covid-19 stärker in die Zukunft und verringern so Firmenwerte und Vermögensgegenstände um 3,4 Mrd. Euro.
Kurzarbeit für 800 Beschäftigte ab Mai ist die neueste Corona-Konsequenz bei HeidelbergCement. Zudem verzichten AR und Vorstand im Q2 auf ein Fünftel ihrer Festbezüge.
Der Bauboom hat bei HeidelbergCement 2019 nur für leicht bessere Geschäfte gesorgt. Denn der Konzern wurde durch Schwächeperioden auf anderen Kontinenten immer wieder ausgebremst. Zudem stabilisierten Preiserhöhungen zwar die Gewinne, hemmten aber deutlich den Absatz von Zement, Zuschlagstoffen und Transportbeton.
Die am Dienstag (30.7.) von HeidelbergCement vermeldeten Hj.-Zahlen fielen ordentlich aus. Der bereinigte Umsatz des Baustoffkonzerns kletterte um 7% auf 9,2 Mrd. Euro und das ber. EBITDA stieg um 6% auf 1,4 Mrd. Euro. Dies täuscht jedoch darüber hinweg, dass sich die Geschäftsdynamik jüngst deutlich verlangsamte.
Der 2018er-Kursverlauf von HeidelbergCement ist ein Musterbeispiel eines intakten Abwärtstrends. Vom Rekordhoch im Januar bei 96,16 Euro ging es kontinuierlich auf das Zwischentief vom Dezember bei 51,84 Euro nach unten. Dabei unterschritt die Aktie (64,24 Euro; DE0006047004) bereits im Juli unseren Stopp aus PB v. 11.5.18 bei 72,90 Euro.
Am Tag der HV (9.5.) legte HeidelbergCement wenig überzeugende Q1-Zahlen vor. Dabei war das Umfeld von Januar bis März ungünstig, trotz des Baubooms. Denn der starke Euro belastete ebenso wie ein kalter Winter in Europa und Nordamerika, weniger Arbeitstage im Vergleich zum 2017er-Q1 und höhere Energiekosten.
Mit einem bereinigten EBITDA-Zuwachs von rd. 16% auf 892 Mio. Euro im Q4 nehmen die Geschäfte bei HeidelbergCement weiter Fahrt auf. Vor allem die höher als erwartet ausfallenden Synergien aus dem Italcementi-Zukauf wirken neben dem konjunkturellen Rückenwind in den USA und Europa positiv.
Die vergangenen Quartale waren bei HeidelbergCement eher mau, weil der Baustoffhändler auch die Großakquisition in Italien erst integrieren musste. Nun erntet Firmenlenker Bernd Scheifele erstmals die Früchte der Arbeit.
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Nach der im Vorjahr erfolgten Akquisition von Italcementi hat HeidelbergCement seine Marktstellung in Italien weiter ausgebaut: Für rd. 315 Mio. Euro kaufte das Team um CEO Bernd Scheifele die deutlich kleinere Cementir Italia. Bis Anfang kommenden Jahres soll die Transaktion abgeschlossen sein.
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Die Baukonjunktur läuft auf Hochtouren. Trotzdem gelingt es HeidelbergCement auch im Q2 nicht, die Markterwartungen vollständig zu erfüllen. Wie auch schon aus den Hj.-Zahlen des mexikanischen Rivalen Cemex abzulesen war, hat der Wettbewerb in vielen Ländern zugenommen. Zudem stiegen die Energiekosten und die Zahl der Arbeitstage ging feiertagsbedingt etwas zurück.
Vor rund einem Jahr hatten wir HeidelbergCement zum Kauf empfohlen. Damals war die milliardenschwere Übernahme von Italcementi zwar bereits geplant, aber noch nicht von den Kartellwächtern final genehmigt.
Eine Branche, die aktuell vom guten konjunkturellen Umfeld, milder Witterung und wie keine andere von extrem niedrigen Zinsen profitiert, ist das Baugewerbe.
Einen kleinen Rückschlag in seinem Expansionskurs musste HeidelbergCement hinnehmen. Denn die EU-Kommission untersagte die geplante Übernahme des Zementherstellers Cemex Croatia, der gemeinsam mit dem Mitbewerber Schwenk erworben werden sollte.
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