Deutz macht Hoffnung
Optimismus versprühte Deutz mit den 2019er-Zahlen. Dies tat der Motorenbauer zum einen mit dem Erreichen der Jahresziele. Zum anderen hält das Unternehmen weiter mutig an der mittelfristigen Prognosen fest.
„Sei ängstlich, wenn andere gierig sind und sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“
Optimismus versprühte Deutz mit den 2019er-Zahlen. Dies tat der Motorenbauer zum einen mit dem Erreichen der Jahresziele. Zum anderen hält das Unternehmen weiter mutig an der mittelfristigen Prognosen fest.
Die Entwicklung unseres Dachwikifolios verlief mit einem Wochenminus von 0,9% relativ enttäuschend. Zwei Drittel der Depotwerte erlitten trotz stabiler Märkte im Vergleich zur Vorwoche Verluste. Die Performance-Spanne reichte von minus 4,8% bis zu plus 1,51%. Zu den Gewinnern zählt das wikifolio Goldesel-Trading von Michael Flender. Der Profi-Trader konnte seine Performance seit dem Jahreswechsel auf 19,3% ausbauen, was auch seiner mutigen Herangehensweise zu verdanken ist.
Der Motorenbauer Deutz kommt ohne Zulieferer nicht aus, weshalb ihn die gescheiterte Sanierung und nun erfolgte Insolvenz der Gusswerke Saarbrücken schwer trifft. Die Kölner dürften noch für einige Wochen Motorblöcke auf Lager haben, aber dann muss eine Lösung gefunden werden.
Zu den großen Verlieren auf dem Börsenparkett zählt in dieser Woche Deutz. Die SDAX-Aktie (6,29 Euro; DE0006305006) ging seit Montag (8.7.) rd. 27% in den Keller. Eine klare Übertreibung, wie wir finden.
Erreicht ein Aktienkurs ein Allzeithoch, ist dies nicht nur für investierte Anleger ein positives Signal. Auch für noch nicht engagierte Investoren kann ein Kauf aussichtsreich sein. Denn zum Höchstkurs ist die Nachfrage-Angebots-Struktur besonders vorteilhaft: Da es am Allzeithoch niemanden geben kann, der mit der Aktie (brutto) im Minus steht, haben deutlich weniger Anleger Interesse, Kompensationsverkäufe zu ihren Einstandskursen durchzuführen. Das ist mit ein Grund, warum einem Allzeithoch oft schnell weitere folgen.
Hing der Börsenhimmel im April noch voller Geigen, war im Mai eher Katzenjammer angesagt. Erstmals überhaupt in diesem Jahr schlossen die vier wichtigsten DAX-Indizes einen Kalendermonat mit Minuszeichen ab. Der SDAX brach sogar regelrecht ein. Zwar hielt sich der DWS Concept Platow (LU1865032954, LU1865033176, LU1865032871) deutlich besser, rote Zahlen waren am Ende aber dennoch nicht zu vermeiden.
Das frisch besiegelte Joint Venture mit Chinas größtem Baumaschinenkonzern Sany eröffnet Deutz wieder prächtige Chancen im Reich der Mitte. Die Kölner übernehmen mit ihrer 51%-Mehrheit die bestehende Sany-Motorenproduktion und wollen schon 2022 ca. 75 000 Aggregate ausliefern. Zudem hat Deutz aus früheren Fehlern gelernt und fährt in China nun mehrgleisig.
Er läuft und läuft und läuft… Der Werbeslogan, der untrennbar mit dem VW Käfer verbunden ist, passt auch gut zum aktuellen Aufschwung an den Börsen. Seit Weihnachten 2018, als die Märkte abrupt ihre Richtung änderten, läuft die Hausse nun schon. Der DAX und der mit dem DWS Concept Platow besser vergleichbare SDAX haben damit einen Großteil der seit Sommer 2018 erlittenen Verluste wieder wettgemacht.
„Warum hat der Platow-Fonds nur noch vier Morningstar-Sterne?“ Diese Frage bekam pfp Advisory zuletzt einige Male gestellt, auch während der Verleihung der Morningstar-Awards vor wenigen Tagen. Nun, zuallererst ist am Verlust des fünften Sterns unser schwaches Abschneiden im 2. Hj. 2018 schuld.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Morningstar der (risikoadjustierten) Zehnjahresrendite und der Fünfjahresrendite mit 80% hohes Gewicht beimisst, längere Zeiträume indes nicht berücksichtigt. Daher spielte der DWS Concept Platow zuletzt mit „doppeltem Handicap“. Denn 2013 und 2008 gehörten nicht nur gemessen an SDAX und DAX zu den Jahren mit der höchsten Outperformance, sondern auch im Vergleich zu vielen anderen Fonds. Exakt diese beiden Zeiträume fielen aber zuletzt Monat für Monat aus der Wertung über zehn (2008) bzw. fünf Jahre (2013).
Zahlen und Ausblick beim Motorenhersteller Deutz haben uns sehr gut gefallen. Der Umsatz kletterte 2018 um 20% auf 1,78 Mrd. Euro und übertraf das im Juli gesetzte Ziel von mehr als 1,6 Mrd. Euro. Das um Sonderposten bereinigte EBIT verdoppelte sich derweil auf 82 Mio. Euro, so dass die Marge mit 4,6% das Vj.-Niveau (2,7%) und die Vorgabe von 4,5% übertraf. Die Kölner sitzen zudem auf fetten Auftragsbüchern: Der Auftragsbestand liegt mit 438,9 Mio. Euro um 62% über Vorjahr. Vorstandschef Frank Hiller sprach in der Telefonkonferenz zudem davon, dass die ersten Monate „gut gelaufen“ und der Ausblick für 2019 „positiv“ sei. In diesem Jahr sollen die Erlöse auf mehr als 1,8 Mrd. Euro und die EBIT-Rendite auf mindestens 5% klettern – das impliziert einen Anstieg des EBIT auf etwa 90 Mio. Euro.
Von „zu Tode betrübt“ direkt zu „himmelhoch jauchzend“. Fast schien es, als habe jemand an Weihnachten den „Börsenschalter“ von Baisse auf Hausse umgelegt. Plötzlich starteten die Märkte nach einem historisch schwachen Dezember zu einer rasanten Aufholjagd durch. In vielerlei Hinsicht war der Januar 2019 ein Spiegelbild des Dezember 2018: Was dramatisch gefallen war, gewann stark an Wert. Und was nach Small Cap aussah und zu Jahresende panisch aus den Depots gekehrt worden war, mutierte flugs zum Liebling der Börsianer.
Heiße Temperaturen und noch am Abend gefüllte Straßencafés – der Oktober 2018 verlief klimatisch eher sommerlich als herbstlich. Leider galt das für die Aktienmärkte ganz und gar nicht. Im Gegenteil, statt Sommerfrische herrschte auf dem Parkett eher Schüttelfrost. Deutsche Aktien verloren binnen eines Kalendermonats im Schnitt so viel wie seit knapp drei Jahren nicht mehr. Bis Januar 2016 muss beispielsweise zurückgehen, wer eine stärkere Einbuße bei Deutschlands Leitindex DAX sucht.
Wir haben uns im Musterdepot von unseren 3 000 Deutz-Aktien (6,72 Euro; DE0006305006) zu 6,60 Euro je Anteil getrennt. Im Depot nehmen wir den Verlust von 12,6% in Kauf, da wir uns vor potenziell größeren Kursverlusten schützen möchten. Denn beim wichtigen Zulieferer von Motorblöcken, Neue Halberg Guss, stehen seit Wochenbeginn wieder die Bänder still.
Ähnlich wie Crash-Propheten, die nicht müde werden, die nächste Krise anzukündigen, rufen eingefleischte Value-Investoren seit ein paar Jahren das Comeback der Value-Aktien aus. Je länger sie dies tun, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass sie Recht haben. Doch nachdem sich zuletzt die Anzeichen eines Abschwungs verdichteten (vgl. PB v. 26.9.), könnten Value-Titel tatsächlich wieder outperformen.
In der Vergangenheit hat der September den Börsianern häufig heftig zugesetzt. In diesen Monat fielen zum einen schwere Schocks wie die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers (2008) oder die Anschläge auf das World Trade Center in New York (2001). Im September 2002 verlor der DAX ein Viertel seines Wertes, weil globale Rezessionsängste die internationalen Finanzmärkte bis ins Mark erschütterten.
Der Motorenhersteller Deutz hat in dieser Woche einen überzeugenden Ausblick auf die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen gegeben. In Zukunft wollen die Kölner neben der aktuell noch bevorzugten Diesel- und Gastechnik beliebige vom Kunden gewünschte Antriebstechnik liefern.
Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB frisst zusammen mit der Schwäche der internationalen Börsen das Geldvermögen der Deutschen auf. Der Wert des deutschen Spar- und Anlagevermögens ist im Q1 2018 erstmals seit mehr als sechs Jahren gesunken. Nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank hat die steigende Inflation die Rendite des Geldvermögens der deutschen Haushalte in den ersten drei Monaten des Jahres pulverisiert. Unter dem Strich steht ein Minus von 0,8%, nachdem deutsche Sparer 2017 eine Rendite von 1,4%, im schwächeren Börsenjahr 2016 von immerhin noch 0,9% erzielten.
Mit dem Kauf von 3 000 Deutz-Aktien (7,62 Euro; DE0006305006) zu 7,55 Euro nehmen wir den weltweit ältesten unabhängigen Motorenbauer neu in unser Musterdepot auf.
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Übernahmen sind das Sahnehäubchen auf dem Börsenkaffee: für den langfristigen Anlageerfolg nicht nötig, wegen der Extra-Renditen aber wohlschmeckend. Ganz in diesem Sinne agiert pfp Advisory bei der Beratung des DB Platinum IV Platow Fonds. Wir setzen nicht gezielt auf Aktien potenzieller Übernahmekandidaten, genießen es aber natürlich, wenn, wie im Juli VTG, Unternehmen aus dem Portfolio zu Übernahmezielen werden und die Kurse die typischen Sprünge in die Nähe des angebotenen Preises vollführen. Zum einen freuen wir uns über die Extra-Rendite „über Nacht“. Zum anderen schätzen wir als risikobewusste Portfoliokonstrukteure aber auch den nicht so offensichtlichen Renditeglättungsvorteil. Denn Übernahmeangebote erfolgen weitgehend unabhängig von allgemeinen Börsentrends. Da die Aktienkurse der ins Visier geratenen Unternehmen während und nach dem Übernahmeangebot oft ein Eigenleben führen, können diese Papiere mithelfen, die Renditeentwicklung des Fonds-Portfolios über die Zeit zu glätten.
Interessanterweise sind, obwohl wir keinen „Akquisitions-Fonds“ steuern, schon einige Unternehmen aus dem Portfolio des DB Platinum Platow Fonds (LU1239760025, LU1239760371) zum „Übernahme-Opfer“ geworden. Vor VTG waren dies seit 2006 beispielsweise Stada, Kuka, WMF,
Demag Cranes, Homag, Impreglon, Teleplan, Integralis oder D+S Europe. Offenbar achten strategische Investoren häufig auf ähnliche Kriterien wie pfp Advisory und schätzen z. B. eine vernünftige Bewertung, ausreichendes und kontinuierliches Umsatz- und Gewinnwachstum, einen starken Free Cashflow, auskömmliche Margen, solide Bilanzrelationen und ein bewährtes Geschäftsmodell.
Da von dieser Sorte Unternehmen derzeit einige im Portfolio enthalten sind, dürfte das Gebot für VTG nicht das letzte seiner Art gewesen sein. Zumal einige Firmen auch im Juli gute Nachrichten vermeldeten: So hoben Covestro, Deutz, DMG Mori und MTU anlässlich der Halbjahresberichterstattung ihre Prognosen für 2018 an. Ebenfalls positiv werten wir Aktienkäufe im Rahmen von Directors‘ Dealings bei Einhell, Jungheinrich, K+S sowie Villeroy & Boch, einen Großauftrag bei Datagroup und die Meldungen, dass Ringmetall in den General Standard wechseln will und der norwegische Staatsfonds zwischenzeitlich über 3% an unserer größten Position Cancom hielt. Negativ war der Newsflow indes bei Cenit und Friwo (Prognosesenkungen) sowie Frosta und Hochtief (Insiderverkäufe).
Unter den Monatsgewinnern finden sich mit Bechtle, S&T und Süss Microtec auch Papiere, die kaum Newsflow hatten. VTG konnte trotz Übernahmeangebot keinen Platz auf dem Treppchen erobern, dort thronten Deutz, Bechtle sowie Mensch und Maschine. Einen deutlich negativen Renditebeitrag steuerte im Juli lediglich Puma bei. Insgesamt führten diese Einzelbewegungen zu einer Wertentwicklung, die etwa der des DAX und (des am besten vergleichbaren) SDAX entsprach. Weitere Informationen, auch zum „Platow-Zertifikat“ (DE000DB0PLA8), finden Sie unter www.pfp-advisory.de.
Autoren: Christoph Frank und Roger Peeters, pfp Advisory
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Die Bilanzkorrekturen bei Deutz haben ein glimpfliches Ende genommen. Denn für das kurz vor dem Verkauf stehende chinesische Joint Venture Deutz Dalian wurden zwei Drittel der Wertanpassungen in die Vorjahre gebucht. Die Ergebnisbelastungen im 1. Hj. summieren sich auf 14,1 Mio. Euro. Diese will der Motorenbauer aber nach dem Verkauf bis Jahresende über positive Währungseffekte ausgleichen.
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