Starke Unternehmen gesucht
Investoren blicken erneut auf eine unruhige Börsenwoche zurück, die neben den bekannten politischen Themen vor allem von vielen Unternehmensberichten geprägt war.
Investoren blicken erneut auf eine unruhige Börsenwoche zurück, die neben den bekannten politischen Themen vor allem von vielen Unternehmensberichten geprägt war.
Noch bis zum 31.10. können sich Investoren am Börsengang von Primepulse beteiligen. Mit 5,0 Mio. Aktien aus einer Kapitalerhöhung und 0,75 Mio. Anteilen bestehender Aktionäre (Mehrzuteilungsoption) wird es kein kleines IPO.
Beim Vermögensverwalter DWS stehen die Zeichen auf Neustart. Asoka Wöhrmann, der am Donnerstag (25.10.) mit sofortiger Wirkung den beim Mutterkonzern Deutsche Bank in Ungnade gefallenen Nicolas Moreau an der Spitze der Fondstochter ersetzte, muss die Stimmung in der Mannschaft bessern (s. PLATOW Brief) und den schleichenden Abfluss von Kundeneinlagen stoppen.
Ein Wirtschaftswachstum von 6,5% anstatt 6,6% ist immer noch ein beneidenswert gutes Ergebnis, verglichen mit anderen großen Volkswirtschaften. Die Mitteilung des Pekinger Statistikamts vergangene Woche über den Konjunkturrückgang kommt in Anbetracht der aktuellen Herausforderungen für die chinesische Wirtschaft indes nicht überraschend. Dies ist auch ein Beleg dafür, dass eine harte Landung der heimischen Wirtschaft nicht zu befürchten ist. Auch deshalb bleibt die Volksrepublik mit anderen Ländern in der Region im Fokus von Investoren.
Die Aktienmärkte der Schwellenländer haben seit Jahresbeginn rd. 20% verloren. Und die Krise ist längst nicht ausgestanden, wie etwa jüngst die Deutsche Bank analysierte. Als Auslöser für die aktuellen Turbulenzen vieler EM-Länder gilt die Geldpolitik in den USA, wo die Notenbank ihre Zinsen schneller als erwartet anziehen könnte. Jetzt ziehen sich Anleger vermehrt auch aus EM-Währungen zurück. Die indische Rupie ist auf ein Rekordtief gefallen.
In anderen Ländern sieht es kaum besser aus. Die zunehmenden Spannungen im Handelsstreit der USA mit China lassen die ohnehin angeschlagenen Schwellenländer-Devisen weiter abwärts taumeln. Investoren zogen sich am Mittwoch auch aus dem südafrikanischen Rand und dem russischen Rubel zurück. Einen Überblick über die wichtigsten EM-Währungen finden Sie regelmäßig auf S. 5 im Börsenbarometer.
Am Mittwochabend präsentierte die Deutsche Börse ihre ab dem 24.9. geltenden Indexveränderungen. Die zusätzliche Aufnahme der Technologietitel des TecDAX in die anderen Börsenreihen sorgt für viel Bewegung, Überraschungen gab es jedoch keine.
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Die DWS legte am Mittwoch (25.7.) ernüchternde Quartalszahlen vor. Im Q2 zogen Kunden 4,9 Mrd. Euro an Mitteln ab, nach einem Abfluss von 7,8 Mrd. Euro im Q1. „Enttäuschend““ nannte CEO Nicolas Moreau die Zahlen. Die Turbulenzen rd. um die Deutsche Bank mit Chefwechsel und nicht bestandenem US-Stresstest seien „nicht hilfreich““ gewesen. Finanzchefin Claire Peel räumte in der Telefonkonferenz zudem ein, der Vermögensverwalter werde 2018 nicht das mittelfristige Ziel von Zuflüssen in Höhe von 3 bis 5% erreichen können. Auch wenn konkrete Zahlen nicht genannt wurden, wäre die DWS vermutlich froh, wenn am Jahresende ein Mittelzufluss von etwa 1,5% stehen würde.
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Die Deutsche Bank kann auch anders. Nach einer Reihe von Enttäuschungen überraschte der deutsche Branchenprimus am Montag (16.7.) mit sehr guten vorläufigen Ergebnissen für das Q2. Dank verschiedener Sonderposten fällt beim größten deutschen Kreditinstitut der Vorsteuergewinn mit rd. 700 Mio. Euro doppelt so hoch aus wie von Analysten erwartet. Auch bei den Erträgen von 6,6 Mrd. Euro, dem Abbau von 1 700 Vollzeitstellen sowie der Kernkapitalquote von 13,6% überzeugt das Bankhaus.
Politische Börsen haben kurze Beine, lautet eines der geflügelten Worte zu den Finanzmärkten. Wer sich aber die Entwicklung der letzten Wochen bei Dow Jones, Nikkei und DAX anschaut, den beschleicht der Verdacht, dass derzeit ein politischer Tausendfüßler sein Unwesen an den Kurstafeln treibt.
Beim Vermögensverwalter DWS deutet sich eine Bodenbildung bei der Aktie an. Nach den enttäuschenden Q1-Zahlen fiel das Papier (28,00 Euro; DE000DWS1007) Ende Mai zwar bis auf 27,21 Euro, unser Stopp bei 26,00 Euro hat damit aber noch gehalten.
Wenn Anleger an Internet- und Technologiewerte denken, dann wandern die Gedanken zu großen US-Konzernen wie Amazon, Facebook und Google. Doch längst verdienen auch in China Konzerne in der digitalen Welt gutes Geld. Dies gilt speziell für unsere Musterdepotwerte Tencent (45,21 Euro; A1138D; KYG875721634) und Alibaba (178,45 Euro; A117ME; US01609W1027), aber auch für Baidu (227,00 Euro; A0F5DE; US0567521085). Zu letztgenannter Aktie hatten wir uns erst vor Monatsfrist (s. PEM v. 10.5.) nach ausgezeichneten Quartalszahlen positiv geäußert.
Und ewig lockt der Kapitalmarkt. Nach fünf Monaten haben bereits zehn Unternehmen das gute Umfeld für einen Börsengang (IPO) genutzt, weitere werden folgen. Zum Vergleich: 2017 waren es insgesamt gerade einmal 14 Neulinge.
Die Schwellenländer machen wieder Schlagzeilen. Nach einer Phase starker Wertentwicklung konzentrieren sich Anleger jetzt wieder vermehrt auf Risiken. Für Elke Speidel-Walz, Chief Economist Emerging Markets bei der Deutsche Bank-Tochter DWS, ist diese Skepsis übertrieben.
Russische Aktien haben derzeit einen schweren Stand an der Börse. Grund sind drohende neue Sanktionen gegen Moskau sowie der Verfall der Landeswährung. Auch das Papier der Suchmaschine Yandex (28,40 Euro; A1JGSL; NL0009805522) konnte sich dem nicht entziehen. Auf Monatssicht rauschte der Wert um mehr als 13% in den Keller. Ein Großteil der Jahresgewinne hat sich damit wieder in Luft aufgelöst. Inzwischen aber mehren sich die Anzeichen für einen Turnaround – und dafür gibt es durchaus gute Gründe.
„Cash macht nicht glücklich“ ist eines der berühmtesten Zitate von Warren Buffett. Im Q1 folgte der Starinvestor seinem eigenen Rat und baute den riesigen Bar-Bestand seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway von 116 Mrd. auf gut 100 Mrd. US-Dollar ab. Ein Großteil davon floss in Apple-Aktien, deren Bestand Buffett im Startquartal um 75 Mio. auf 240 Mio. ausbaute, wodurch er zum zweitgrößten Anteilseigner des iPhone-Herstellers aufstieg. Dass Buffett, der sich Investitionen in Tech-Werte lange verweigerte, überhaupt bei Apple eingestiegen ist, gehe zum großen Teil aufs Konto der Berkshire-Manager Ajit Jain – Bruder des ehemaligen Deutsche Bank Co-Chefs Anshu Jain – und Greg Abel, wie Buffett auf der HV am vergangenen Wochenende mitteilte.
Es wurde viel geredet über den Euro in den zurückliegenden Wochen. Die Berichtssaison deutscher Unternehmen für das erste Quartal läuft seit Ende April, und im Vorfeld war die Sorge groß, dass der im Quartalsverlauf sehr feste Euro deutliche Bremsspuren in den Bilanzen der Exportweltmeister hinterlassen haben könnte. Mit dem Ende der ersten Maiwoche ist Halbzeit beim DAX: 15 deutsche Standardwerte haben ihre Zahlen zum Dreimonatszeitraum Januar bis März vorgelegt. Wir haben uns die Kennziffern dieser Unternehmen zu Umsatz, operativem Ergebnis und Nettogewinn näher angeschaut – und kommen beim Vergleich mit dem Analystenkonsens zu einem überraschenden Ergebnis.
Die 110 im HDAX gelisteten Unternehmen schütten für 2017 über 47 Mrd. Euro aus und damit 10,5% mehr als ein Jahr zuvor. Besonders bei Telekom-Unternehmen und Versorgern ist die Ausschüttungsbereitschaft groß, aber auch viele Immobilienwerte finden sich in der Liste. Während mit 96,0 bzw. 96,7% fast alle Mitglieder des DAX und MDAX ihre Aktionäre am Gewinn beteiligen, sind es im TecDAX jedoch nur knapp drei Viertel.
Die Zeit der Niedrigzinsphase neigt sich dem Ende entgegen. Die US-Fed hat den Leitzins bereits angehoben, die EZB wird wohl 2019 folgen. Das macht auch Finanzdienstleister als zinssensitive Unternehmen für Anleger zunehmend interessant. Mit Ferratum, unserer jüngsten Depotaufnahme, wollen wir von dieser Entwicklung profitieren (vgl. PB v. 13.4.). Aber neben dem finnischen Mikrokreditfinanzierer gibt es auch andere Finanzperlen, mit denen sich Rendite machen lässt.
Zwei Monate lang hat die Aktie von Stratec Biomedical vergeblich versucht, das Anfang Februar markierte Hoch bei rd. 75 Euro zu überwinden. Am vergangenen Donnerstag nun ist der heiß ersehnte Durchbruch tatsächlich gelungen.
Mit Christian Sewing hat die Deutsche Bank zwar einen neuen CEO, doch der hat das alte Problem: Während die Kosten hoch bleiben, schwinden die Erträge (von 33,5 Mrd. Euro 2015 auf 26,5 Mrd. Euro 2017).
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