Delivery Hero greift in Asien an
Kleine Schritte sind nichts für Delivery Hero. Der Essenslieferant mag eher den großen Wurf. So geschehen zum Ende vergangener Woche, als die Übernahme der koreanischen Woowa Brothers angekündigt wurde.
„Nichts ist so permanent wie ein temporäres Regierungsprogramm.“
Kleine Schritte sind nichts für Delivery Hero. Der Essenslieferant mag eher den großen Wurf. So geschehen zum Ende vergangener Woche, als die Übernahme der koreanischen Woowa Brothers angekündigt wurde.
Wie vorab avisiert, wurde die Auswertung des Relative Stärke-Rankings in dieser Woche am Montagabend durchgeführt. Als Ergebnis haben wir heute Morgen erneut zwei Veränderungen bei der Aktien-Momentum-Strategie in unserem Derivate-Depot vorgenommen. Die Aktien von RIB Software (Platz 26) und Siemens Healthineers (Platz 30) sind aus den Top-20 der Rangliste gefallen, so dass wir die jeweiligen Long-Trades beenden mussten.
Wie gestern Abend in unserem „Vorab-Service“ (eine Anmeldung dazu ist weiterhin jederzeit kostenlos möglich über eine formlose E-Mail an derivate@platow.de) angekündigt, haben wir heute Morgen weitere Veränderungen in unserem Musterdepot vorgenommen. Konkret ging es dabei diesmal um die Zusammensetzung der Aktien-Momentum-Strategie.
Ausgerechnet der IPO-Erfolg der Tochter Prosus hat den Medienkonzern Naspers am Mittwoch hart getroffen. In Prosus sind die Beteiligungen des Mutterkonzerns an großen und wichtigen Internetunternehmen wie etwa Tencent (31%) und Delivery Hero (23%) gebündelt.
Als wir vor gut neun Monaten das wikifolio German Top Momentum in unser Dachwikifolio aufgenommen haben, fielen die Antworten von Maik Schwäbe auf unseren Fragenbogen schon sehr ausführlich aus.
Heute Morgen war die Redaktion von PLATOW Derivate bereits sehr früh am Morgen gefordert. Neben den Umschichtungen in den beiden „DAX-wikifolios“ (siehe Seite 4) galt es auch im PLATOW Derivate-Depot gleich bei zwei Strategie-Bausteinen Veränderungen vorzunehmen. Wir hatten das ja bereits gestern Abend in unserem „Vorab-Service“ (eine Anmeldung dazu ist weiterhin jederzeit kostenlos möglich über eine formlose E-Mail an derivate@platow.de) angekündigt.
Nicht nur bei der Essenslieferung an Kunden soll es schnell gehen, sondern auch bei der Marktkonsolidierung. Der niederländische Lieferdienst Takeaway.com will seine Geschäfte mit dem britischen Wettbewerber Just Eat per Aktientausch zusammenführen.
Zu Jahresbeginn stockte Rocket Internet den eigenen Cash-Bestand weiter auf. Die Berliner sitzen mittlerweile auf einer Nettoliquidität von rd. 3,1 Mrd. Euro und die Anteilseigner wünschen sich neue Investments.
Nach HelloFresh, Delivery Hero, Westwing und Home 24 steht schon der nächste Börsenneuling aus dem Geburtskasten des Inkubators Rocket Internet auf dem Plan. Das IPO der afrikanischen eCommerce-Plattform Jumia steht an und dürfte für die Berliner wieder ein Erfolg werden. Denn das Interesse ist groß. So ist Mastercard Europe vor Kurzem bei Jumia eingestiegen.
Das größte Unternehmen Afrikas, die Naspers Ltd., ist im Investitionsfieber. Darüber haben wir in unserer gerade erschienenen PLATOW Prognose 2019 berichtet. Und unsere dort ausgesprochene Anlageempfehlung zahlt sich aus. Die umfangreichen Investitionen des Internet- und Medienkonzerns zeigen Wirkung, wie die jetzt vorgelegten Zahlen für das 1. Hj. des Gj. 2018/2019 (per 31.3.) zeigen.
Delivery Hero hat. im 1. Hj. die Bestellungen um 45,8% auf 183,7 Mio. und den Umsatz um 47,7% auf 356,9 Mio. Euro ordentlich gesteigert. Dies ist aber eine Randnotiz, denn der Wettstreit zwischen vielen Essenslieferanten erscheint weltweit entbrannt.
Durch die zu Wochenbeginn vollzogenen Umstellungen in der DAX-Familie rutschte Krones aus dem MDAX in den SDAX ab. Auf Grund des niedrigeren Börsenumsatzes musste der Hersteller für Verpackungs- und Abfülltechnik seinen Platz im Mittelwerte-Index an Delivery Hero abgeben.
Schnelligkeit, Abwechslung und Bequemlichkeit werden oft als Gründe genannt, warum Essens-Lieferdienste beliebter werden. Und mittlerweile springen immer mehr Köche – vom Gourmet-Restaurant bis zur Fast-Food-Kette McDonald‘s – auf diesen Zug auf.
Noch rechtzeitig kam im Herbst unsere Kaufempfehlung für die polnische AmRest mit Limit bei 84,50 Euro (s. PEM v. 16.11.17). Denn in der Folgezeit kannte die Aktie (116,80 Euro; A0EAN7; NL0000474351) des größten unabhängigen Systemgastronomie-Betreibers in Zentral- und Osteuropa nur noch den Weg nach oben. Wer damals einstieg, liegt schon rd. 40% im Plus. Das schon seit 2005 an der Warschauer Börse gelistete Unternehmen ist in den vergangenen Monaten weiter gewachsen.
Am 31.3. endete das Geschäftsjahr des südafrikanischen Tech-Konglomerats Naspers. Kurz vorher wurde der Konzern nochmal an der Börse aktiv und trennte sich von Anteilen an Tencent. 190 Papiere des chinesischen Internet-Riesen gab Afrikas größter Medienkonzern ab, was ihm 9,8 Mrd. US-Dollar in die Kassen spülte. Mit dem größten Aktien-Verkauf, der je an der Hongkonger Börse abgewickelt wurde, reduzierte Naspers den Anteil an Tencent von 33,2 auf 31,2%, bleibt aber größter Einzelaktionär.
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Gerade in turbulenten Marktphasen werden neue Bewertungsansätze gesucht, v. a. für Firmen, die (noch) nicht über belastbare Gewinn- und Geldflussziffern verfügen und sich daher den traditionellen Bewertungsschemen entziehen. Auf dem Campus der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt sind wir jüngst bei unserer Suche fündig geworden. Dort erforschen Akademiker im House of Finance die Finanzmärkte.
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Am Freitag brachte eine Umplatzierung von rd. 4,3 Mio. Anteilen zu einem unbestätigten Preis von 31,30 Euro je Aktie (31,54 Euro; DE000A2E4K43) Delivery Hero etwas unter Druck. Andererseits schaffte der Essenslieferant 2017 einen schönen Umsatzsprung von 60% auf 544,2 Mio. Euro. Mit 85 Mio. Bestellungen (+46%) und einem Erlös von rd. 160 Mio. Euro (+51%) entfiel ein Großteil davon allein auf das Q4.
Die Aktie von Rocket Internet scheint ihre seit rund zwei Jahren andauernde Bodenbildung jetzt endlich erfolgreich abschließen zu können. Darauf deutet zumindest die jüngste Kursentwicklung hin.
Im Sommer profitierte German Startups noch von Veräußerungserlösen bei Delivery Hero und Scalable Capital. Anschließend rutschte die Aktie (2,01 Euro; DE000A1MMEV4) ohne negative Unternehmensnachrichten vom Hoch bei 2,20 Euro bis auf 1,65 Euro ab.
Zu Wochenbeginn präsentierte Delivery Hero gute Wachstumsdaten. Der Essenslieferant steigerte seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal immerhin um 60% auf 137,9 Mio. Euro. Dabei wurden 74 Mio. Kundenaufträge (+52%) abgearbeitet. Während die Berliner auf Grund des starken Wettbewerbs in Amerika kaum vertreten sind, liefen die Geschäfte in allen anderen Regionen sehr ordentlich.
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