PLATOW Derivate Depot

Plus 10% auf Wochensicht: Das Baukasten-Prinzip im Derivate-Depot zahlt sich aus

Die Grundidee unseres Anfang 2019 neu aufgebauten Derivate-Portfolios ist, dass sich die drei Depotbausteine möglichst gut ergänzen und so unter dem Strich unabhängig von der Marktentwicklung eine attraktive Performance generiert werden kann. Die vergangenen Wochen und Monate haben gezeigt, dass der Ansatz auch in der Praxis funktionieren kann.

Nun ist es beileibe nicht so, dass wir beim Blick auf die Wertentwicklung unseres Musterdepots große Freudensprünge machen. Die Gesamtperformance von rund 13% nach knapp 2,5 Jahren liegt weit unter dem, was unsere Backtests im Vorfeld haben erwarten lassen. Ein klassischer DAX-ETF hätte in diesem Zeitraum (bei allerdings auch größeren Schwankungen) mehr Ertrag gebracht. Auch mit der (leicht) negativen Wertentwicklung im bisherigen Jahresverlauf können wir nicht vollumfänglich zufrieden sein. Schließlich macht niemand gerne Verluste, wobei sich solche Phasen unabhängig von der Strategie dauerhaft nur schwer vermeiden lassen.

Dennoch zeigt gerade das Börsenjahr 2022, dass es durchaus Sinn machen kann, in seinem Portfolio unterschiedliche Handelsstrategien miteinander zu verknüpfen. Jeder Ansatz hat Phasen, in denen es richtig gut oder auch mal relativ schlecht läuft. Durch die Kombination mehrerer Strategien wird die Abhängigkeit von der jeweiligen Marktphase reduziert und auf Dauer eine gleichmäßigere Wertentwicklung erreicht. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass jede Strategie für sich einen langfristig positiven Erwartungswert ausweist.

Für die Aktien-Momentum-Strategie, die in den vergangenen Jahrzehnten auf längere Sicht nachweislich zu den erfolgreichsten Handelsmodellen zählte, war das Umfeld bezogen auf unser Anlageuniversum (HDAX) in den letzten 3,5 Jahren nicht optimal. Unter dem Strich war der Depotbeitrag hier daher nur leicht positiv. Durch den Marktfilter und den daraus resultierenden frühzeitigen Ausstieg etwa im Februar dieses Jahres konnten zumindest größere Drawdowns vermieden werden. Und wir sind überzeugt davon, dass sich mit diesem Ansatz in den kommenden Jahren auch wieder deutlich zweistellige p.a.-Renditen erzielen lassen. Die bisherige Historie ist für eine abschließende Bewertung mit 2,5 Jahren einfach zu kurz.

DAX-Absicherungs-Strategie erfüllt ihren Job

Deutlich besser lief es insgesamt bei der DAX Turbo Long-Strategie, die vor allem in der Startphase 2019 und im vergangenen Jahr gute Erträge lieferte. In diesem Jahr funktioniert sie hingegen überhaupt noch nicht. Die DAX-Absicherungs-Strategie wiederum spielt natürlich vor allem in Bärenmärkten eine große Rolle. Dementsprechend selten kommt es hier zu Empfehlungen. In 2019 endeten alle fünf Trades im Verlust. Danach dauerte es fast 2,5 Jahre bis zum nächsten Anlauf. Dieses Jahr aber spielt auch dieser Depotbaustein seine Stärken voll aus. Zwar endet auch hier nicht jede Spekulation im Plus, aber allein die beiden jüngsten Trades Anfang März und jetzt ganz aktuell bescherten uns einen Depotbeitrag von insgesamt 24,2%. Damit konnten die Verluste der beiden anderen Strategien fast komplett ausgeglichen und damit eine zumindest relativ sehr gute Performance generiert werden.

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