Beiersdorf-Bullen fehlt die Power

"Bisher hatten wir mit unseren Short-Spekulationen, die wir vor allem zur besseren Diversifizierung des Depots eingeplant hatten, nicht allzu viel Erfolg (siehe nachfolgender Artikel). Dennoch halten wir an unserer Strategie eines nicht zu einseitig geführten Depots weiter fest. Zwar ist der Trend am Gesamtmarkt und auch bei den meisten Einzelwerten klar aufwärts gerichtet. Die Börse ist aber bekanntlich keine Einbahnstraße und zu jedem Trend gehören auch immer Korrekturbewegungen. Genau auf eine solche Reaktion setzen wir bei dem am Donnerstagmorgen empfohlenen antizyklischen Short-Trade auf Beiersdorf."

Das vor allem in der Kosmetikbranche agierende Unternehmen zählt ohne Zweifel zu den solidesten Konzernen in Deutschland und besticht gerade in unruhigen Zeiten oft durch eine relativ starke Performance. Darum geht es bei diesem Trade allerdings nicht. Unabhängig von den guten Langfristaussichten und dem ohne Frage völlig intakten Aufwärtstrend der Aktie fällt nämlich auf, dass den Bullen in den vergangenen Wochen die Kraft gefehlt hat, den Kurs nachhaltig nach oben zu kaufen. Im Weekly-Chart zeigt sich das durch gleich zwei aufeinander folgende Umkehrkerzen, bei denen die Wochenschlusskurse deutlich unter den jeweiligen Hochs lagen. Auffällig ist zudem die deutliche relative Schwäche der Aktie in dieser Phase. Das ist bei so starken Kursanstiegen des Gesamtmarktes zwar nicht ungewöhnlich. In Kombination mit den angesprochenen Umkehrkerzen bietet sich hier aber dennoch ein spekulativer Short-Trade an, wenn ein Gesamtportfolio auf dieser Seite etwas verstärkt werden soll.

Wir agieren dabei erneut prozyklisch mit einem Stopp-buy-Limit und eröffnen den Trade erst dann, wenn das angegebene Kauflimit erreicht oder überschritten wird. Das war bis Redaktionsschluss nicht der Fall. Platziert haben wir dieses Limit bei einem Aktienkursniveau von rund 55,60 Euro. Das liegt knapp unter dem Tief vom Mittwoch, als sich die Aktie erneut relativ schwach präsentierte, aber über dem Tagestief schließen konnte. Sollten wir hier zum Zuge kommen, wird der Stoppkurs auf ungefähr 57 Euro und damit über das Hoch der kleinen Seitwärtsbewegung der vergangenen drei Tage gelegt. Entsprechend hoch ist das Risiko, dass wir bei dieser eng platzierten Absicherung schnell ausgestoppt werden. Wir gehen aber auch nur von einer relativ kurzen Korrekturbewegung aus und wollen den Stopp deshalb nicht zu weit vom Einstieg entfernt legen, um noch ein attraktives Chance-Risiko-Profil zu erhalten. Gehandelt wird hierbei logischerweise die Bewegung, was eine schnelle Anpassung des Stoppkurses im Erfolgsfall bedeutet. Der Open End Turbo Put der UBS hat bei Ausführung der Order einen Hebel von 6,9. Der Basispreis liegt bei 63,6115 Euro, die Knock-out-Marke bei 60,4309 Euro. Wir riskieren bei diesem antizyklischen Trade bewusst nur 0,65% unseres Kapitals.

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