DAX verrückt, Depot ganz ruhig

"DAX am Montag 5,3% runter, am Mittwoch wieder 4,1% rauf. Und dazwischen am Dienstag eine überraschende Notenbankaktion, die die Wechselkurse von einer Minute auf die andere völlig durcheinander brachte. Wer in den vergangenen Tagen erfolgreich traden wollte, brauchte auch schlicht und ergreifend eine gute Portion Glück. "

So ist die Wochenbilanz des Musterdepots auch durchwachsen. Vor allem mit unseren neueren Empfehlungen hatten wir kein Glück. So kam unsere Spekulation auf eine fallende Evotec-Aktie (Ausgabe vom 19.8.) am Dienstag ins Trudeln, als das Biotech-Unternehmen bekanntgab, eine lukrative Kooperation mit dem Schweizer Pharmariesen Roche eingefädelt zu haben, die im besten Fall mehrere 100 Mio. Euro einbringen könnte. Die Aktie schoss um 17% in die Höhe und überwand dabei erstmals auch den Abwärtstrend, auf dem unsere Spekulation basierte. Am Mittwoch ging es in einem sehr starken Marktumfeld weiter nach oben. Der Schein wurde letztlich mit 0,86 Euro 3 Cent unter unserem Stopp ausgebucht, was dem Derivate-Depot einen negativen Depotbeitrag von 1,1% bescherte.

Sogar -2,1% mussten wir mit unserem fehlgeschlagenen Trade auf einen Ausbruch des Euro gegenüber dem US-Dollar hinnehmen (Ausgabe vom 2.9.). Nach schwachem Start hatte es am Dienstagmittag zeitweise wieder deutlich besser für den Euro und unseren Trade ausgesehen, ehe die massive Intervention der Schweizerischen Nationalbank für heftige Kursschwankungen nicht nur gegenüber dem Schweizer Franken, sondern auch dem Dollar sorgte. Schon wenige Stunden später riss das Derivat unsere Absicherungsmarke und musste sogar noch 2 Cent unter dem Stopp ausgebucht werden.
Deutlich besser läuft es derzeit bei unserer Spekulation auf fallende Kurse bei Wincor Nixdorf, die aktuell knapp 24% im Plus liegt. Die Ursache dürfte weniger die Geschäftslage der Paderborner, sondern die allgemein schwache Börsenentwicklung gewesen sein. Schließlich veröffentlicht der Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen erst nach Abschluss seines Geschäftsjahres 2010/11 (per 30.9.) neue Fundamentaldaten. Wir glauben nicht an eine nennenswerte Erholung der traditionell margenstärkeren Banking-Sparte und fühlen uns mit unserer Short-Spekulation wohl. Am Mittwoch spülte die Markterholung allerdings auch den Wincor-Aktienkurs nach oben. Wir wollen die bislang aufgelaufenen Kursgewinne sichern und zogen daher am Donnerstag den Stopp auf den Einstandskurs von 1,10 Euro nach. Auf eine Depotneuaufnahme haben wir in dieser Woche verzichtet, zumal die beiden Orders auf Solarworld und Südzucker nach wie vor offen sind.

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